Giro d'Italia 2024: Tadej Pogacar spielt mit der Konkurrenz - Slowene schnappt sich fünften Tagessieg

Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) hat sich auf der 16. Etappe des Giro d'Italia 2024 seinen fünften Tagessieg gesichert und seine Konkurrenz abermals vorgeführt. Der Slowene lancierte auf dem verkürzten Teilabschnitt zwischen Laas und St. Christina in Gröden einen späten Angriff und krönte sich nach verregneten 118,4 Kilometer und 1800 Höhenmeter zum verdienten Sieger.

Eine Hand voll Etappensiege: Pogacar setzt fünftes Ausrufezeichen

Quelle: Eurosport

Giulio Pellizzari (VF Group-Bardiani CSF-Faizanè) landete auf dem zweiten Rang, Daniel Felipe Martínez (Bora-hansgrohe) überquerte die Ziellinie als Drittplatzierter.
Nach einer Streikandrohung der Radprofis wegen schlechter Witterungsbedingungen war der Start der Etappe zunächst verschoben worden, die Strecke darüber hinaus deutlich verkürzt.
Am Dienstag hätte das Feld eigentlich um 11:20 Uhr auf das Teilstück über 202 km von Livigno nach Santa Cristina Valgardena gehen sollen, doch unter anderem starker Schneefall führte dazu, dass die Teams Gespräche mit der Rennleitung aufnahmen.
Danach wurde die Etappe auf knapp 118 km verkürzt. Letzten Endes ging es drei Stunden später als geplant los.

Pogacar zündet den Turbo und schnappt sich Ausreißer

Bis zu den finalen Zügen der Etappe wurde das Renngeschehen von Ausreißern bestimmt. Allen voran Julian Alaphilippe (Soudal Quick-Step) trotzte den widrigen Bedingungen und versuchte sich lange Zeit als alleinige Spitze.
Als sich der Franzose zwischenzeitlich in der Spitzengruppe befand, beförderte er sich aber in eine heikle Situation. Während er sich seiner Regenhaube entledigte, nahm er seinen Helm ab. Ein Regelverstoß, der ihm neben einer Geldstrafe sogar eine Disqualifikation einbringen könnte. Eine Entscheidung der Rennleitung steht noch aus.
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Heikle Situation: Alaphilippe droht Disqualifikation wegen dieser Szene

Quelle: Eurosport

Auf den letzten beiden Kilometern zündete Pogacar letztlich seinen Turbo und sammelte die verbliebenen Ausreißer ein. Der letzte Konkurrent der fiel, war der Italiener Pellizzari, der beim schier kinderleichten Überholmanöver des slowenischen Superstars ungläubig den Kopf schüttelte.

Pogacar: "Wir wussten nicht, was wir tun sollen"

Der holprige Start in den Tag beschäftigte natürlich auch Pogacar. "Wir wussten nicht, was wir tun sollen", fasste er das Chaos vor dem verspäteten Startschuss zusammen.
Die Ausreißergruppe sei für UAE Team Emirates gut gewesen, eigentlich wollte sich das Team des Gesamtführenden "zurücklehnen und entspannen". Aufgrund des durch Movistar ausgeübten Drucks sei dies aber nicht möglich gewesen, vielmehr mussten Pogacar und Co. mitgehen.
"Wir haben angefangen zu pushen und die Ausreißer in Reichweite zu behalten", führte er aus. "Die beiden letzten Kilometern haben wir versucht zu kontrollieren. [...] Eigentlich dachte ich, dass Giulio gewinnt. Aber ich war nah dran und freue mich, dass er noch Zweiter geworden ist."
Sein fünfter Tagessieg ließ Pogacar einen großen Schritt Richtung Gesamtsieg machen. Im Klassement liegt der 25-Jährige mittlerweile 7:18 Minuten vor Bora-Kapitän Martínez, dahinter folgt Geraint Thomas (Ineos Grenadiers/+7:40).
Am Mittwoch geht es mit der 17. Etappe der Italien-Rundfahrt weiter. Diese führt von Wolkenstein in Gröden bis zum Passo del Brocon. Dabei stehen dem Peloton knackige 159 Kilometer samt 4200 Höhenmeter bevor. Der Startschuss ist für 12:25 Uhr vorgesehen.
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(mit SID)
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"Dinosaurier!" O'Connor schimpft gegen Organisatoren nach Giro-Chaos

Quelle: Eurosport


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