Giro d'Italia 2025 - Kaden Groves nach Chaos-Etappe in Neapel der Schnellste, Max Kanter Vierter auf Etappe 6

Kaden Groves (Alpecin-Deceuninck) hat in Neapel die 6. Etappe des Giro d'Italia 2025 gewonnen. Der Australier setzte sich nach einem langen Tag über 227 Kilometer, der nach einem Massensturz zwischenzeitlich sogar unterbrochen worden war, im Massensprint vor Milan Fretin (Cofidis), Paul Magnier (Soudal-Quick-Step) und Max Kanter (XDS-Astana) durch. Die Zeitwertung wurde von der Jury neutralisiert.

Highlights XXL: Neutralisationschaos überschattet Marathon-Etappe

Quelle: Eurosport

Weil es 72 Kilometer vor dem Ziel auf extrem rutschigen, nassen Straßen zu einem Massensturz gekommen war, durch den der Giro-Sieger von 2022, Jai Hindley (Red Bull-Bora-hansgrohe), und auch der Deutsche Juri Hollmann (Alpecin-Deceuninck) den Giro aufgeben mussten, wurde das Rennen zwischenzeitlich neutralisiert.
Die Jury entschied nach Diskussionen mit den Fahrern, die Zeitnahme im Ziel in Neapel, wo es auch gefährlich glatt zu werden drohte, auszusetzen und lediglich noch um den Tagessieg und die Etappenplatzierungen fahren zu lassen - ohne Auswirkungen auf die Gesamt- sowie auch die Punktewertung.
Deshalb ließen viele Fahrer den vorderen Teil des Feldes in der letzten Rennstunde ziehen und bildeten rund um Mads Pedersen (Lidl-Trek) im Rosa Trikot ein Gruppetto, das mit mehr als fünf Minuten Rückstand erst in Neapel ankam.
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Kooij eingeklemmt - Groves jubelt auf Marathon-Etappe

Quelle: Eurosport

Durch die Neutralisierung der Zeitwertung liegt Pedersen vor der ersten Bergankunft am Freitag weiterhin 17 Sekunden vor Primoz Roglic (Red Bull-Bora-hansgrohe) und 24 vor seinem Lidl-Teamkollegen Mathias Vacek.
In der Punktewertung führt der Däne ebenfalls mit 139 Punkten vor Olav Kooij (Visma-Lease a Bike / 52) und Casper van Uden (Picnic-PostNL / 50). Bester Nachwuchsfahrer bleibt Vacek.
Zu Beginn der mit 227 Kilometern längsten Etappe dieser Italien-Rundfahrt löste sich zunächst eine sechsköpfige Spitzengruppe um den Deutschen Felix Engelhardt (Jayco-AlUla), die aber nach weniger als zehn Kilometern zurück im Peloton war.
Anschließend setzten sich Taco van der Hoorn (Intermarché-Wanty) und Enzo Paleni (Groupama-FDJ) zu zweit ab und bildeten schließlich die Gruppe des Tages - auch wenn sie kurzzeitig noch Besuch von Fortunato bekamen, der aber lediglich nach 56 Kilometern den Kategorie-2-Bergpreis am Monte Carruozzo gewinnen wollte und sich danach zurückfallen ließ.
Mehr als vier Minuten Vorsprung hatten van der Hoorn und Paleni nie und schon etwa zu Rennhalbzeit hielt das Hauptfeld, angeführt von Visma-Lease a Bike, den Abstand bei unter zwei Minuten.

Hindley und Hollmann nach Massensturz raus

72 Kilometer vor Schluss kam es auf einem leicht abschüssigen Stück im Ort Balano zum Massensturz, nachdem Jan Tratnik (Red Bull-Bora-hansgrohe) beim Anbremsen das Vorderrad weggerutscht war. Hindley musste den Giro anschließend genauso aufgeben, wie Juri Hollmann (Alpecin-Deceuninck), der sich den Unterarm gebrochen hat, und Dion Smith (Intermarché-Wanty).
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Massensturz und Neutralisationschaos: Hindley und Hollmann raus

Quelle: Eurosport

Weil mehr als das halbe Fahrerfeld durch den Sturz betroffen war, neutralisierte die Jury das Rennen anschließend und stoppte sowohl die beiden Spitzenreiter als auch das Hauptfeld, um es nach einigen Minuten Pause wieder mit dem vor der Unterbrechung gemessenen Abstand von 50 Sekunden loszuschicken.
Van der Hoorn und Paleni wurden schließlich 2,5 Kilometer vor dem Ziel gestellt, nachdem sie kurz zuvor von auf die Strecke laufenden Demonstranten beinahe zu Fall gebracht worden wären. Anschließend bereitete Alpecin-Deceuninck den Sprint vor. Die Männer in Grau führten das Rennen auf den Schlusskilometer, wo Jensen Plowright (Alpecin-Deceuninck) von der Spitze davonfuhr. Wout van Aert schloss die Lücke zum enteilten Alpecin-Fahrer, wurde dann aber 200 Meter vor dem Ziel seinerseits gestellt.
So sprintete Groves zum Sieg, während Olav Kooij (Visma-Lease a Bike), der van Aert hatte wegfahren lassen anstatt ihm am Hinterrad zu folgen und seinen Vorstoß als Leadout zu nutzen, an der linken Bande von Matteo Moschetti (Q36.5) eingebaut wurde und seinen Sprint gar nicht richtig eröffnen konnte. Moschetti wurde von der Jury anschließend distanziert, aber Kooij half das auch nicht mehr - der Top-Favorit wurde nur Zehnter.
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Giro-Strecke: Profil der 7. Etappe - erste Bergankunft in Abruzzen

Quelle: Eurosport


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