Giro d'Italia 2025 - Max Kanter reagiert auf harte Strafe der UCI-Jury: "Natürlich belastet mich die Gelbe Karte"
VonFelix Mattis
Update 14/05/2025 um 15:59 GMT+2 Uhr
Max Kanter hat vor dem Start der 5. Etappe des Giro d'Italia 2025 in Ceglie Messapica persönlich Stellung zu seiner Bestrafung nach dem Finale der 4. Etappe bezogen. Der Cottbuser, der von der Jury am Dienstag in Lecce vom fünften Platz ans Ende des Feldes auf Rang 103 zurückversetzt wurde, erklärte, dass ihn vor allem die Gelbe Karte so früh in der dreiwöchigen Rundfahrt hart treffe.
Kanter nach Gelber Karte vorsichtig: "Klar beeinflusst mich das jetzt"
Quelle: Eurosport
"Natürlich belastet mich die Gelbe Karte vor. Das ist schade", sagte Kanter zu Eurosport.
Der Radsport-Weltverband hat zur Saison 2025 Gelbe Karten für sicherheitsrelevante Regelverstöße eingeführt - sowohl für Fahrer, als auch Team-Mitarbeiter und Piloten von Kamera-Motorrädern.
Kassiert eine Person innerhalb eines Rennens zwei Gelbe Karten, wird sie von diesem Rennen ausgeschlossen und für sieben Tage gesperrt. Bei drei Gelben Karten innerhalb von 30 Tagen gibt es eine zweiwöchige Sperre. Bei sechs Gelben Karten innerhalb eines Jahres wird eine einmonatige Sperre verhängt.
Für XDS-Astana-Profi Kanter bedeutet die Gelbe Karte also, dass er bei einem weiteren Vergehen während des Giro die Italien-Rundfahrt verlassen müsste.
Kanter im Zweikampf mit Pedersen
"Ich muss mit der Situation so gut wie möglich umgehen und das akzeptieren. Aber wir sind natürlich nicht happy darüber", sagte Kanter, dessen Sportlicher Leiter Alexandr Shefer schon am Dienstagabend in einem Statement klargestellt hatte, dass man mit der Entscheidung der Jury nicht übereinstimme.
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Sprint-Analyse: Das war der Schlüssel zum Sieg auf der 4. Etappe
Quelle: Eurosport
Kanter hatte rund 600 Meter vor dem Ziel der 4. Etappe in Lecce mehrmals Körperkontakt mit dem neben ihm fahrenden Mads Pedersen (Lidl-Trek) - eine Szene, die kaum bestrafungswürdig schien, die aber laut Kanter wohl ausschlaggebend für die Jury-Entscheidung gewesen ist.
"Ich denke die Jury hat die Situation mit Pedersen bewertet. Jeder kann sich das Video davon anschauen und sich seine eigene Meinung darüber bilden. Das Team und ich haben unsere Meinung dazu gebildet, aber das einzige, was wir machen können ist, die Entscheidung zu akzeptieren. Aber ich denke jeder kann seine eigene Meinung bilden", meinte der Deutsche.
Kontakt mit Tudor-Fahrer im Live-Bild nicht zu sehen
1,3 Kilometer vor dem Ziel - im Live-TV-Bild nicht zu sehen -, wurde von der Helikopter-Kamera aber auch eingefangen, wie Kanter Kontakt mit einem Tudor-Fahrer hatte, in den er sich hineinlehnte, woraufhin der Tudor-Fahrer wiederum die Hand vom Lenker nahm und nach dem Deutschen schlug. Letzteres wurde von der Jury aber nicht geahndet.
Dafür bekam Bram Welten (Picnic-PostNL) eine Gelbe Karte, weil er sich auf der Zielgeraden nach seinem Anfahren für Sieger Casper van Uden in den Augen der Jury zu stark zurückfallen ließ, also zu schnell verlangsamt habe. Auch diese Entscheidung wird kritisch gesehen.
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Kanter trägt deutsche Sprinthoffnungen: "Beispiel an van Uden nehmen"
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Für Kanter gab es trotzdem auch etwas Positives zum Mitnehmen: seine eigene Leistung. "Ich denke ich habe gestern einen sehr guten Job gemacht. Nicola Conci hat mich in einer wichtigen Situation nach vorne gebracht. Ich konnte einen guten Sprint fahren. Das gibt mir natürlich Selbstvertrauen für die nächsten Etappen", so der 27-Jährige.
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