Primoz Roglic verliert beim Giro d'Italia erneut viel Zeit - Schlappe sorgt für Rätsel: "Bin froh, dass ich ankam"
VonJan Zesewitz
Update 25/05/2025 um 23:56 GMT+2 Uhr
Primoz Roglic hat beim Giro d'Italia einen weiteren herben Zeitverlust gegenüber den anderen Favoriten hinnehmen müssen. Diesmal waren aber nicht ein Sturz oder Pech die Gründe für den Rückstand, sondern der Slowene konnte den Attacken von Egan Bernal, Richard Carapaz und Co. am letzten Anstieg der 15. Etappe nach Asiago nicht folgen. 90 Sekunden verlor er auf das Maglia Rosa, Isaac Del Toro.
Roglic bricht ein - Eisel: "Der falsche Tag für einen schlechten Tag"
Quelle: Eurosport
"Wir wissen noch nicht genau, was heute passiert ist", sagte der Sportliche Leiter von Red Bull-Bora-hansgrohe, Patxi Vila.
"Es war kein guter Tag, aber es ist noch zu früh, um zu sagen, dass wir nur noch auf Etappensiege gehen. Wir müssen es erst analysieren und schauen, was wirklich vorgefallen ist. Die Position war nicht ausschlaggebend, es waren schlechte Beine und wir wissen nicht genau, warum. Wir werden uns erholen und in den nächsten Tagen schauen, wie es geht."
Roglic konnte rund 30 Kilometer vor dem Ziel der Tempoverschärfung des südamerikanischen Duos Bernal und Carapaz nicht folgen - alle anderen Favoriten, mit Ausnahme von Tom Pidcock, schlossen auf. Angeführt wurde die Reaktion auf die Attacken jeweils von Del Toro in Rosa, der sich keine Blöße gab.
Der Slowene Roglic wiederum wurde von seinen Teamkollegen Daniel Felipe Martínez und Giulio Pellizzari ins Ziel geführt und trotz mehrerer Rückschläge hingen im Team erstmals ernsthaft die Köpfe.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/05/25/image-f30a12ed-cdae-4aa9-b9bd-b2e6602e24a0-85-2560-1440.jpeg)
Attacken-Hagel der Favoriten - Roglic fällt zurück
Quelle: Eurosport
Red-Bull-Sportdirektor "Es geht ihm nicht gut"
"Wir können nicht länger verheimlichen, dass es ihm nicht gut geht und dass er Schmerzen hat", räumte Red-Bull-Sportdirektor Christian Pömer ein.
"Wir haben versucht, es ein wenig herunterzuspielen, und das ist uns bis heute gelungen, aber heute kam die Wahrheit ans Licht. Wir haben einen großartigen Kampf eines Champions gesehen. Am Ende verlieren wir Zeit, aber so ist es nun einmal", so Pömer weiter. Ein Eingeständnis, das Zweifel an Roglics Verfassung nährt.
"Ich bin froh, dass ich heute ins Ziel gekommen bin", sagte Roglic im Vorbeifahren in ein Eurosport-Mikrofon. Der Ruhetag vor der extrem harten dritten Giro-Woche kommt für den 35-Jährigen wohl gerade zur rechten Zeit.
Roglic rutscht auf Gesamtrang zehn ab
"Man darf einen wie Roglic nie abschreiben, vor allem nicht bei einer dritten Woche, die derart schwer ist", sagte der Kanandier Derek Gee, der in der Gesamtwertung am Bora-Kapitän vorbeizog. Der liegt jetzt mit einem Rückstand von 3:53 Minuten auf Del Toro auf Rang zehn der Gesamtwertung - und schien sich auf dem Weg nach Asiago zwischenzeitlich selbst abzuschreiben.
Der Tag nach dem Ruhetag von Piazzola sul Brenta nach San Valentino mit fast 5.000 Höhenmetern wird endgültig Aufschluss darüber geben, welche Richtung der Giro für Roglic und das deutsche Team nehmen wird.
Das könnte Dich auch interessieren: Großes Hämatom am Oberschenkel: Ciccone raus aus dem Giro
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/05/25/image-55f11962-34ae-4b25-9dd2-99077dc04854-85-2560-1440.jpeg)
Giro-Roundup: Roglic am Boden - Lidl-Trek-Party geht weiter
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung