Giro d'Italia - Red Bull in Gefühls-Achterbahn nach Stürzen von Hindley und Co.: Sieben Mann am Boden und trotzdem ein Sieg
VonFelix Mattis
Update 16/05/2025 um 09:58 GMT+2 Uhr
Red Bull-Bora-hansgrohe hat am Donnerstag eine emotionale Achterbahnfahrt durchlebt. Zwei heftige Massenstürze bei der Ungarn-Rundfahrt und dem Giro d'Italia sorgten dafür, dass gleich vier Fahrer des Rennstalls im Krankenhaus landeten. Gleichzeitig aber durfte das Team in Ungarn den zweiten Etappensieg in Folge mit Danny van Poppel feiern und am frühen Abend gab es Entwarnung aus der Klinik.
Vila zu Hindley-Aus: "Sicher nicht, was wir uns vorgestellt haben"
Quelle: Eurosport
"Nach aktuellem Stand befinden sich alle in stabilem Zustand und haben keine schwerwiegenden Verletzungen erlitten", ließ man via Pressemitteilung wissen, nachdem Ryan Mullen, Sam Welsford und Frederik Wandahl in Ungarn in zwei unterschiedlichen Krankenhäusern untersucht worden waren.
"Ryan und Sam zogen sich schmerzhafte Abschürfungen zu, blieben laut ersten Untersuchungen jedoch von Knochenbrüchen verschont. Beide konnten das Krankenhaus inzwischen verlassen und sind wieder beim Team. Frederik wird die Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus verbringen", so die Mitteilung weiter.
Nach den Bildern von dem Sturz, der sich rund 120 Kilometer vor dem Ziel der 2. Etappe der Ungarn-Rundfahrt ereignet hatte, nachdem Mullen am rechten Straßenrand auf den Schotter geraten war, und nach ersten Informationen von vor Ort musste man sich Sorgen machen.
Wie der nationale Rettungsdienst den ungarischen Nachrichtenagenturen bestätigte, war Wandahl ins Krankenhaus von Székesfehérvár geflogen worden, während Welsford und Mullen genau wie der Österreicher Rainer Kepplinger (Bahrain Victorious) und der Spanier Pablo Torres (UAE-XRG) nach Veszprém gebracht wurden – alle in stabilem Zustand und Wandahl wohl am schwersten verletzt.
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30 Fahrer betroffen: Schlimmer Massensturz bei Ungarn-Rundfahrt
Quelle: Eurosport
Van Poppel mit "gemischten Gefühlen"
"Es ist ein Tag mit gemischten Gefühlen. Natürlich freue ich mich riesig über den Sieg – vor allem an einem Tag wie heute. Gleichzeitig sind meine Gedanken bei meinen Teamkollegen, und ich wünsche ihnen eine schnelle Genesung", sagte van Poppel nach seinem zweiten Sieg am zweiten Renntag in Ungarn.
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Stärkster im Sprint: Van Poppel gewinnt auch zweite Etappe
Quelle: Eurosport
Neben den drei Sturzopfern in Ungarn waren auch beim Giro in Italien mehrere Red-Bull-Profis zu Boden gegangen, nämlich ganze vier: der Vorjahreszweite Daniel Felipe Martinez, Jan Tratnik, Giovanni Aleotti und der Giro-Sieger von 2022, Jai Hindley.
Bis auf den Australier konnten dort aber alle das Rennen fortsetzen und trugen nur Schürfwunden davon, wie der Sportliche Leiter Patxi Vila gegenüber Eurosport nach der Etappe erklärte.
Hindley scheidet aus dem Giro aus
Hindley hingegen musste den Giro aufgeben und in den Krankenwagen steigen. Immerhin konnte Vila aber auch bei ihm eine erste Entwarnung geben: "Ich glaube es ist nichts allzu Ernstes, nichts gebrochen. Aber er war etwas benommen und hat wohl etwas mit dem Kopf erwischt. Deshalb hat der Rennarzt entschieden, ihn in den Krankenwagen zu setzen und ich denke, das war das Richtige", so der Spanier.
Hindley verbrachte die Nacht im Krankenhaus. Am Freitag bestätigte sein Team eine Gehirnerschütterung.
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Massensturz und Neutralisationschaos: Hindley und Hollmann raus
Quelle: Eurosport
Einen Trost wie durch den Sieg von van Poppel in Ungarn gab es für die Red-Bull-Mannen in Italien nicht, trotzdem aber müssen auch sie ihren Blick möglichst optimistisch nach vorne richten. Am Freitag steht beim Giro d'Italia in Tagliacozzo die erste Bergankunft auf dem Programm, und immerhin blieb Kapitän Primoz Roglic nach seinem Sturz-Aus bei der Tour de France 2024 diesmal unversehrt.
"Das war sicher nicht, was wir uns von heute erwartet hatten. Jai ist ein großer Verlust für uns. Er weiß, wie man dieses Rennen gewinnt und er war ganz sicher ein sehr wichtiger Mann für uns diese Woche. Wir müssen unsere Strategie nun etwas überdenken und reagieren. Aber so ist es eben und jetzt muss unser Fokus auf morgen gehen", meinte Vila.
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Neutralisation zur Sicherheit: "Wichtig, den Fahrern zuzuhören"
Quelle: Eurosport
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