Simon Yates gewinnt den Giro d'Italia - 21. Etappe in Rom geht an Olav Kooij, Max Kanter zum Abschluss Sechster

Simon Yates ist auf der Schlussetappe des Giro d'Italia sturzfrei und ohne Zeitverlust durchgekommen und hat somit die 108. Italien-Rundfahrt gewonnen. Das 21. Teilstück ging in Rom nach 143 Kilometern im Massensprint an seinen Visma-Teamkollegen Olav Kooij. Zweiter wurde Kaden Groves (Alpecin) vor Matteo Moschetti (Q36.5). Max Kanter (XDS-Astana) kam zum Abschluss auf den sechsten Platz.

Kooij jubelt in Rom: Visma veredelt perfekten Giro-Abschluss

Quelle: Eurosport

"Wir könnten uns kein besseres letztes Wochenende beim Giro wünschen", strahlte Kooij nach seinem zweiten Tageserfolg bei diesem Giro mit Blick auch auf den Gesamtsieg von Yates.
"Der gestrige Tag war unglaublich für das Team. Heute habe ich einfach alles gegeben, was in den Beinen noch drin war. Das Team hat es um einiges leichter gemacht. Ich musste es nur noch bis zur Ziellinie durchziehen."
Im leicht ansteigenden Sprint in Sichtweite zum Kolosseum kam Mads Pedersen (Lidl-Trek) als Vierter über den Zielstrich und machte seinem Maglia Ciclamino als Punktbester der drei Wochen damit nochmal alle Ehre. Luke Lamperti (Soudal-Quick-Step) komplettierte die Top 5 der Etappe vor Kanter.
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Kooij jubelt in Rom: Visma veredelt perfekten Giro-Abschluss

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Neben Simon Yates auf dem Podium des Gesamtsiegers standen der Mexikaner Isaac Del Toro (UAE-Emirates-XRG / + 3:56 Minuten) auf Rang zwei und Richard Carapaz (EF Education-EasyPost / + 4:43) auf Platz drei, nachdem Del Toro das Rosa Trikot des Gesamtführenden noch bis zur 20. Etappe getragen und erst in Sestriere verloren hatte.
"Um ehrlich zu sein, ist es noch nicht ganz bei mir angekommen", sagte Yates in seinem ersten Interview als Giro-Sieger. "Das ist ein ganz großer Moment in meiner Karriere, vielleicht der prägendste Moment meiner Laufbahn. Ich bin unfassbar stolz auf das gesamte Team, was sie in den vergangenen drei Wochen geleistet haben. Jetzt konnte ich das abschließen. Das waren großartige drei Wochen."
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Trofeo Senza Fine für Simon Yates: Die Giro-Siegerehrung

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Gesamtvierter wurde der Kanadier Derek Gee (Israel-Premier Tech / + 6:23) vor Damiano Caruso (Bahrain Victorious / + 7:32). Als bester Deutscher landete Florian Stork (Tudor / + 58:53) auf dem 20. Gesamtrang, während sein Teamkollege Michael Storer (+ 14:27) den Giro auf dem zehnten Platz beendete. Bester Fahrer des deutschen Teams Red Bull-Bora-hansgrohe wurde der Italiener Giulio Pellizzari (+ 9:28) auf dem sechsten Platz.
Pellizzari wurde außerdem Zweiter der Nachwuchswertung, die Del Toro gewann. Das Maglia Ciclamino des Punktbesten ging an Pedersen, das Maglia Azzurra des fleißigsten Punktesammlers an den Bergwertungen der Italien-Rundfahrt an Lorenzo Fortunato (XDS-Astana). Die Mannschaftswertung entschied das Team UAE-Emirates-XRG mit fast einer Stunde Vorsprung auf Bahrain Victorious für sich.
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Giro-Gesamtsieger ohne Etappenerfolg: Simon Yates im Fokus

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Die 143 Kilometer lange Schlussetappe in Rom begann mit einer Gedenkminute für die verstorbene Frau von Ex-Profi Robert Gesink, Daisy. Anschließend stoppte das Peloton im Vatikan zu einer kurzen Audienz beim Papst, bevor dann die obligatorische Tour d'Honeur begann. Das Peloton rollte plaudernd und für Teamfotos posierend aus Rom an die Küste und zurück, bevor dann auf den neun Schlussrunden ums Kolosseum das Rennen richtig begann.
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Große Ehre im Vatikan: Trikotträger treffen den Papst

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Dort bildete sich bald eine sechsköpfige Spitzengruppe mit Alessandro Verre (Arkéa), Martin Marcellusi (VF Group), Michael Hepburn (Jayco), Josef Cerny (Soudal), Enzo Paleni (Groupama) und Andrea Pietrobon (Polti). Das Sextett fuhr jedoch nie mehr als 30 Sekunden Vorsprung heraus, da die Sprinter-Teams im Hauptfeld die Leine kurz hielten.
Eingangs der vorletzten Runde blieben vorne nur noch Verre, Paleni und Cerny übrig, und als es 9,4 Kilometer vor Schluss auf die Schlussrunde ging war auch Verre gestellt. Cerny und Paleni hatten da noch neun Sekunden Vorsprung übrig, doch die Sprint-Vorbereitungen begannen im Feld bereits. Sechs Kilometer vor dem Ziel wurde auch Cerny gestellt.

Visma in den Sprint-Vorbereitungen dominant

Alpecin-Deceuninck und Visma-Lease a Bike führten das Rennen auf die letzten zwei Kilometer, doch auch Tudor, Picnic-PostNL und Decathlon-AG2R zeigten sich vorne. An der 1.000-Meter-Marke hatte Visma die Kontrolle und dahinter sortierte sich auch Pedersen ein, mit Kanter am Hinterrad.
Die im schwarz-pinken Sondertrikot fahrende Visma-Truppe aber setzte sich im Leadout durch und Wout van Aert lieferte Kooij schließlich auf der ansteigenden Zielgeraden mustergültig ab, so dass der Niederländer von vorne zum Sieg spurten konnte.
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Mayrhofer Solo-Sieger beim Abschluss der Boucles de la Mayenne

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