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Giro d'Italia 2025: Simon Yates schreibt Märchen auf 20. Etappe - Trauma-Bewältigung an seinem Schicksalsberg
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Update 01/06/2025 um 13:39 GMT+2 Uhr
Der Brite Simon Yates (Visma-Lease a Bike) hat die Gesamtwertung des Giro d'Italia mit seinem Husarenritt auf der vorletzten Etappe doch noch an sich gerissen. 2018 verlor der 32-Jährige am Colle delle Finestre das Rosa Trikot auf dem 19. Tagesabschnitt nach einem Jahrhundertsolo an Chris Froome. Nun konnte Yates an selber Stelle sein sieben Jahre altes Trauma überwinden.
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Sieben lange Jahre hatte Simon Yates warten müssen, dann wichen die Tränen der Enttäuschung endlich Tränen der Freude. "Ich bin sprachlos, dass ich das geschafft habe", sagte der britische Radprofi von den Emotionen überwältigt.
Ausgerechnet an seinem Schicksalsberg Colle delle Finestre, dem Ort seiner schlimmsten Niederlage, hat Yates beim Giro d'Italia den Grundstein für seinen größten Erfolg gelegt.
"Es ist ein bisschen wie ein Märchen", sagte Yates, der nach seinem vorentscheidenden Husarenritt ins Rosa Trikot nur noch die traditionell nicht umkämpfte Triumphfahrt nach Rom überstehen musste: "Es ist etwas, auf das ich viele, viele Jahre hingearbeitet und es nicht geschafft habe, aber jetzt ist die Zeit gekommen."
Und das nach einem epischen Spektakel auf der vorletzten, vorentscheidenden Giro-Etappe. Mit Yates, diesem bodenständigen 32-Jährigen vom Team Visma-Lease a Bike in der Hauptrolle - der Youngster Isaac Del Toro (21/UAE Team Emirates-XRG) doch noch das Führungstrikot entriss.
Yates gibt den Froome-Imitator
Mit 81 Sekunden Rückstand auf Del Toro im Gesamtklassement war Yates in die 20. Etappe gestartet, mit 3:56 Minuten Vorsprung beendete er sie.
"Bereits bei der Giro-Vorstellung hatte ich diese Etappe im Kopf", erklärte Yates: "Ich wollte hier etwas versuchen und das Kapitel von damals schließen." Damals, 2018, war Yates nach einem tollen Giro als Führender in die 19. Etappe gegangen.
Dann aber attackierte Chris Froome rund 80 km vor dem Ziel an eben jenem Finestre - und Yates? Brach komplett ein. Froome legte mit seinem "Jahrhundertsolo" den Grundstein zum Giro-Erfolg, Yates verlor fast 39 Minuten und wurde letztlich Gesamt-21.
Ein Trauma, das bis zu diesem 31. Mai 2025 nachwirkte. Auch wenn Yates seither große Erfolge gefeiert hat. Noch im Jahr seines Giro-Einbruchs triumphierte er bei der Spanien-Rundfahrt, bei der Tour de France gewann er insgesamt zwei Etappen und auch bei kleineren Rennen sorgte der Kletter-Experte immer wieder für Furore.
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Yates emotional: "Konnte die Tränen nicht zurückhalten"
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Harper feiert Yates
Sein Meisterstück aber hob er sich bis Samstag auf. Am Finestre, knapp 40 km vor dem Ziel, attackierte er Del Toro und Mitkonkurrent Richard Carapaz und fuhr schnell einen kleinen Vorsprung heraus.
Anschließend ließ er sich von seinem Teamkollegen Wout van Aert, der zu diesem Zweck in einer frühen Fluchtgruppe platziert worden war, mitziehen. Weil sich Carapaz und Del Toro nicht einig wurden, wuchs der Vorsprung Minute für Minute an.
Es mündete in einem großen Sieg für den in Fahrerkreisen beliebten Yates, der nicht nur bei Visma-Lease a Bike bejubelt wurde.
"Ich weiß gar nicht, was mich glücklicher macht", sagte Chris Harper, Tagessieger vom Samstag und einstiger Teamkollege des Briten - "die Etappe zu gewinnen oder Yatesi zu sehen, wie er das Rosa Trikot gewinnt. Er ist einfach ein toller Typ."
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(SID)
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