Jonas Vingegaard spricht exklusiv über Double aus Giro d'Italia und Tour de France: "Das ist mein großes Ziel"
Update 14/01/2026 um 11:20 GMT+1 Uhr
Jonas Vingegaard wird in diesem Jahr erstmals beim Giro d'Italia an den Start gehen. Ein Sieg bei der ersten der drei Grand Touren fehlt dem Dänen nach seinem letztjährigen Erfolg bei der Vuelta noch. Im exklusiven Interview mit Eurosport spricht Vingegaard über seine Motivation für die neue Saison, den überraschenden Rücktritt von Teamkollege Simon Yates und ein Versprechen an seine Tochter.
"Neue Energie": Vingegaard erklärt Double-Plan für 2026
Quelle: Eurosport
Für Jonas Vingegaard liegt der Fokus in diesem Jahr auf dem Double aus Giro d'Italia und Tour de France. Der 29-Jährige jagt den noch fehlenden Erfolg bei der Italien-Rundfahrt (8. bis 31. Mai 2026) und legte sein Programm daher auf dieses frühe Highlight der Saison aus.
Vingegaard hofft durch seinen Start beim Giro auch auf einen Boost für die Tour, die der Däne 2022 und 2023 gewinnen konnte. In den vergangenen beiden Ausgaben musste sich Vingegaard allerdings Tadej Pogacar (UAE Team Emirates-XRG) geschlagen geben.
Den überraschenden Rücktritt von Teamkollege Simon Yates bezeichnete der Visma-Kapitän im Eurosport-Interview unterdessen als einen "schweren Schlag" für das Team. Er habe dennoch viel Respekt für die Entscheidung des 33-Jährigen. "Es ist ein sehr harter Sport. Auch ich leide und habe die letzten Jahre gelitten", gestand Vingegaard.
Das große Ziel bleibt allerdings ein Triumph beim Giro. Einen Gewinn des Rosa Trikots würde dabei vor allem die junge Tochter von Vingegaard freuen. "Sie liebt die Farbe. Ich werde mein Bestes geben, um es zu gewinnen."
Sie starten beim Giro d'Italia und bei der Tour de France. Erzählen Sie uns von dieser Entscheidung. Wie motiviert sind Sie für die neue Saison?
Jonas Vingegaard: "Die Entscheidung hängt mit dem letzten Jahr zusammen, da ich die Vuelta gewonnen habe. Jetzt fehlt mir nur noch der Giro. Das ist für mich natürlich ein großes Ziel. Zudem sind das Team und ich überzeugt, dass es mich für die Tour besser machen kann. Man hat die letzten Jahre gesehen, dass ich bei der Vuelta ein noch höheres Niveau hatte als bei der Tour. Das spielt mit rein. Ich brauchte aber auch eine Veränderung. Denn ich hatte die letzten fünf Jahre dasselbe Programm. Ich bin sehr motiviert. Ich glaube daran. In mir und im Team ist eine neue Energie.
Sie hatten mit der Tour und dem Sieg bei der Vuelta eine lange Saison 2025 und damit auch keine lange Pause. Wie konnten Sie neue Energie tanken?
Vingegaard: "Ich habe direkt nach der Vuelta mit dem Team über das Programm für dieses Jahr gesprochen. Es wurde viel darüber diskutiert, welche Rennen wir fahren wollen. Ich habe direkt gesagt, dass ich beim Giro starten möchte. Sie konnten spüren, dass ich das unbedingt wollte, und haben es akzeptiert. Sie haben sich die Daten angeschaut und waren auch begeistert, weil ich durch den Giro womöglich auch bei der Tour besser werde. Es hat etwas gedauert, bis das ganze Programm feststand. Wir stehen alle hinter diesem Plan und auch meinen Teamkollegen gefällt die Idee."
Wie haben Sie die News aufgenommen, dass Ihr Teamkollege Simon Yates seine Karriere beendet?
Vingegaard: "Es ist ein schwerer Schlag für uns, dass wir ihn verlieren. Aber ich habe viel Respekt für ihn. Er hört auf, weil er fühlt, dass es genug ist. Er hat nichts mehr zu geben. Es ist ein sehr harter Sport. Auch ich leide und habe die letzten Jahre gelitten. Ich habe mit dem Team darüber gesprochen, dass es sehr hart und auch für mich zu hart war. Simon hat 'Stopp' gesagt. Dafür habe ich viel Respekt. Ich kenne sein Programm aus dem letzten Jahr. Er ist ein super Typ und ich wünsche ihm für die Zukunft das Beste."
Eine letzte Frage: Glauben Sie, das Rosa Trikot würde Ihnen stehen?
Vingegaard: "Ich denke schon. Ich habe mit meiner Tochter darüber gesprochen. Sie findet die Vorstellung super, dass ich ein rosa Trikot tragen könnte. Sie liebt die Farbe. Ich werde mein Bestes geben, um es zu gewinnen."
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