Giro d'Italia 2026 - Jonas Vingegaard sieht sich wieder als den Alten: "Bin vielleicht besser als jemals zuvor"
Publiziert 27/05/2026 um 11:00 GMT+2 Uhr
Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike) hat sich nach seinem Sieg auf der 16. Etappe des Giro d'Italia zu seinem Fitness-Zustand geäußert und dabei über den Einfluss seines verheerenden Sturzes bei der Baskenland-Rundfahrt 2024 gesprochen. "Ich glaube, der Unfall bei der Itzulia hat mich viel weiter zurückgeworfen, als ich ursprünglich dachte", meinte der Träger des Maglia Rosa am Dienstag.
Vingegaard nach viertem Sieg: "Wollte unbedingt im Maglia Rosa gewinnen"
Quelle: Eurosport
Vingegaard war damals auf der vierten Etappe in einen Massensturz verwickelt gewesen und hatte sich schwer verletzt. Neben einem Schlüsselbein- und mehreren Rippenbrüchen hatte er sich einen Pneumothorax und eine Lungenprellung zugezogen.
Zwar saß der Däne zwei Monate später rechtzeitig zur Tour de France wieder im Sattel und beendete die Frankreich-Rundfahrt ebenso wie im vergangenen Jahr als Gesamtzweiter hinter Tadej Pogacar, ganz der Alte sei er damals allerdings noch nicht gewesen, befand Vingegaard, zumal er sich im Frühjahr 2025 bei Paris - Nizza eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte.
"Es hat mich mehr oder weniger zwei Jahre gekostet, nur um auf das gleiche Niveau zu kommen. Als ich gestürzt bin, war ich in einer wirklich guten Aufwärtsbewegung und mein Level hatte sich damals stark verbessert", dachte der 29-Jährige zurück.
Inzwischen sieht er sich allerdings wieder bei 100 Prozent. "Ich bin einfach glücklich, dass ich jetzt zurück auf dem selben Niveau bin oder vielleicht sogar besser als jemals zuvor", ließ der zweimalige Tour-de-France-Champion verlauten.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/04/05/3943332-80080348-2560-1440.jpg)
Schwerer Massensturz mit Vingegaard, Evenepoel, Roglic
Quelle: Eurosport
Vingegaard: "Kann ich dieses Mal vermeiden"
Eine wichtige Rolle für seine Vorbereitung auf die diesjährige "Große Schleife" kommt dabei der Italien-Rundfahrt zu, bei der Vingegaard mit 4:03 Minuten Vorsprung auf den Österreicher Felix Gall (Decathlon-CMA-CGM) führt.
"Ich denke, dass ich mich während des Giros irgendwie weiterentwickelt oder einen Schritt gemacht habe. Der ganze Plan war eigentlich, nach dem Giro einen weiteren Schritt machen", erklärte Vingegaard mit Blick auf sein sechstes Tour-Duell mit Pogacar.
Dabei zieht er auch Lehren aus der Vergangenheit. "Die paar Mal, die ich die Tour und die Vuelta a España (in einem Jahr, Anm. d. Red.) gefahren bin, war meine Gesamtleistung größer. Mein Körpergewicht war auch ein bisschen höher, aber das ist etwas, das ich dieses Mal vermeiden kann", berichtete der Superstar.
Auch wenn für ihn in Italien der Gewinn der Gesamtwertung im Fokus steht, ist es für Vingegaard nicht das einzige Ziel. Auch für seine Teamkollegen um den 23-jährigen Davide Piganzoli hofft er auf Erfolge.
Vingegaard schwärmt von Piganzoli
"Ich fände es toll, wenn Davide das Weiße Trikot gewinnt. Ich wäre sehr glücklich, wenn das klappt. Er ist ein extrem guter Teamkollege. Er ist ein guter Typ und er würde absolut alles für mich tun", erklärte Vingegaard: "Er ist jetzt in einer sehr guten Ausgangslage für das Weiße Trikot. Wenn ich ihm ein bisschen helfen kann, ist das etwas, das mich sehr stolz machen würde."
Piganzoli liegt vor dem 17. Tagesabschnitt am Mittwoch in Nachwuchswertung 2:17 Minuten hinter dem Portugiesen Afonso Eulálio (Bahrain Victorious), der zwischenzeitlich über neun Etappen auch das Rosa Trikot inne hatte.
Das könnte Dich auch interessieren: Drei Dinge, die auffielen: Vingegaard denkt schon an Spielchen
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/05/15/image-927f1109-a86d-4beb-8cc0-e063f2f54eed-85-2560-1440.jpeg)
Giro-Strecke: Profil der 17. Etappe - Klassiker-Profil am Fuß der Berge
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung