Giro d'Italia: Jonas Vingegaard trat im Zeitfahren auf 10. Etappe mit mitentwickeltem Einteiler von Remco Evenepoel an
Publiziert 19/05/2026 um 18:53 GMT+2 Uhr
Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike) bestritt das Zeitfahren auf der 10. Etappe des Giro d'Italia 2026 in einem Anzug, der auf einem Design für Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe) basierte. Ein kurioser Umstand, der allerdings dem Reglement des Weltverbands UCI und der Tatsache geschuldet ist, dass Vingegaard gegenwärtig die Bergwertung der Italien-Rundfahrt anführt.
Nachteil Vingegaard durch "fremden" Zeitfahranzug?
Quelle: Eurosport
Als Wertungsleader darf der Däne nicht das schwarz-gelbe Dress seines Teams tragen, sondern muss das Maglia Azzurra auf allen Etappen überstreifen. Bei Verstößen droht laut UCI-Regularien neben einer Geldstrafe von 1.000 Schweizer Franken sogar die Disqualifikation.
Die Wertungstrikots beim Giro sind durch den Ausrüster Castelli gesponsort, der zudem als Ausrüster Evenepoels Ex-Team Soudal Quick-Step versorgt. 2024 und 2025 arbeitete die Firma daher mit dem ausgewiesenen Zeitfahr-Spezialisten aus Belgien zusammen, um einen Rennanzug für den Kampf gegen die Uhr zu entwickeln.
Und dieser Anzug ist nun auch die Basis für die Castelli-Zeitfahreinteiler, die die Klassement-Führenden nun beim Giro d'Italia tragen.
Das Dress gibt es standardmäßig in den beiden Größen XS und L und wird am Abend vor der entsprechenden Etappe durch einen Schneider an die Spezifikationen der einzelnen Fahrer angepasst - so auch bei der Tour de France beispielsweise mit deren Partner Santini.
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Voigt im Velo Club über Vingegaard: "Unter den Erwartungen geblieben"
Quelle: Eurosport
Vingegaard greift nach dem Rosa Trikot
Für Top-Favorit Vingegaard spielte das Outfit bei der Jagd auf das Maglia Rosa eine wichtige Rolle. Denn natürlich steckt auch sein Team in die Entwicklung von Rennanzügen viel Zeit und hätte einen perfekt auf Vingegaard zugeschnittenen Anzug parat.
Der sollte von den Maßen her also noch besser zum Dänen passen als das Castelli-Modell. Welcher Anzug letztlich aber tatsächlich schneller ist, auch auf Basis der Materialfasern, ist Spekulation.
Im Zeitfahren am Dienstag landete Vingegaard als 13. überraschend nicht in den Top Ten, im Rosa Trikot blieb so Afonso Eulálio (Bahrain Victorious), der allerdings ebenfalls im Evenepoel-Design an den Start ging.
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