Giro d'Italia: Marcel Kittel in neuer Rolle dabei - ehemaliger Sprint-Star als Trainer bei Team Unibet Rose Rockets

Der ehemalige Sprint-Star Marcel Kittel ist in diesem Jahr in einer ganz neuen Position beim Giro d'Italia dabei. Der 37-Jährige, der unter anderem insgesamt 14 Etappe bei der Tour de France gewann, ist beim Team Unibet Rose Rockets als Trainer für die Sprinter zuständig. Beim Giro ist es aber nicht nur für Kittel selbst die erste Bewährungsprobe, auch das Team feiert ihr Grand-Tour-Debüt.

Giro-Strecke 2026: Alle 21 Etappen von Bulgarien bis Rom

Quelle: Eurosport

Wenn beim Giro d'Italia die Massensprints anstehen, steigt der Puls bei Marcel Kittel. Nein, ins Getümmel stürzt sich der einstige Etappenjäger nicht mehr selbst. In seinem neuen Job ist der ehemalige Weltklasse-Sprinter aber dennoch irgendwie wieder mittendrin.
"Man hat da schon dieselbe Achterbahn, emotional gesehen. Das ist echt vergleichbar zu dem, was man als Rennfahrer auch fühlt", sagte Kittel dem "SID".
Seit gut einem halben Jahr ist der 14-malige Tour-Etappensieger als Sprint-Coach beim Team Unibet Rose Rockets angestellt. Es ist sein erster Posten im Profi-Radsport seit dem Karriereende im Jahr 2019. Es geht vor allem um den Transfer von Know-how, Kittel soll mit all seiner Erfahrung den Aufstieg des erst 2023 gegründeten Teams vorantreiben.
"Die Mannschaft hat eine gute Energie, die Jungs haben alle Bock und offene Ohren. Das ist erstmal eine ganz wichtige Basis, auf der man aufbaut", sagte Kittel. 50 bis 60 Tage im Jahr ist der 37-Jährige mit der Mannschaft bei Rennen und Trainingslagern unterwegs. Verantwortlich ist er vor allem für die Vorbereitung bei Sprintrennen.
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Marcel Kittel ist beim Giro d'Italia als Sprinttrainer dabei

Fotocredit: Imago

Kittel bereitet Sprinter vor

Bei der 109. Italien-Rundfahrt, die am Freitag in Bulgarien startet, ist er ebenfalls vor Ort. "Es geht darum, dass die Fahrer im Finale wissen, was sie zu tun zu haben. Am Ende sollen sie nicht machen, was ich will", sagte Kittel: "Sie sollen sehen, was sie brauchen, um das ideale Lead-Out und Finale vorzubereiten. Das Wichtige ist, dass die Jungs dann selbstständig entscheiden."
Beim Giro soll diese Vorbereitung Topsprinter Dylan Groenewegen zu Siegen führen. Der Niederländer war einst Sprint-Rivale von Kittel, nun arbeiten beide eng für den gemeinsamen Erfolg zusammen. Ein Hauptpreis wartet dabei schon zum Start.
Bei der 147 km langen Auftaktetappe nach Burgas wird ein Sprintfinale erwartet, Groenewegen winkt die Fahrt ins Rosa Trikot. "Natürlich ist das eine tolle Chance, aber wir müssen auch nach Tag eins noch weiter gucken", sagte Kittel, der vor zehn Jahren selbst kurzzeitig den Giro anführte.
Nicht nur für Kittel und Groenewegen, sondern für das ganze Team ist der Giro schließlich eine wichtige Bewährungschance.
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Quelle: Eurosport

Grand-Tour-Debüt für die Rockets

Die Rockets, gegründet von erfolgreichen Youtubern, feiern in ihrer vierten Profisaison ihr Grand-Tour-Debüt. "Extrem wichtig" sei das Rennen für die Entwicklung des Teams, betonte Kittel. Die Mannschaft habe seit Jahren nur in Riesenschritten Sprünge nach vorn gemacht, "aber wir brauchen die Erfahrung einer Grand Tour, vor allem auch, um die Rennfahrer weiterzuentwickeln."
Auch für die Organisation geht es um Erfahrungen, um Sichtbarkeit und Etablierung. Beim Giro starten die Rockets mit einer Wildcard. Die erhoffte Einladung für die Tour de France im Sommer blieb aus. Auf Sicht soll sich das ändern.
"Unser Ziel als Team ist es, Punkte zu holen bis zum Ende des Jahres, um in die Top 3 der Pro-Teams zu kommen und die Wildcards zu haben für nächstes Jahr", sagte Kittel: "Das ist ein ambitioniertes Ziel. Der Sprint spielt dabei eine wichtige Rolle." Ins Getümmel wie früher stürzt er sich aber nicht mehr.
(SID)
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Quelle: Eurosport


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