Petacchi schlägt zurück

Alessandro Petacchi vom Team Milram hat die dritte Etappe des Giro d'Italia gewonnen. Zweiter wurde Robert Förster (Gerolsteiner), Platz drei ging an den Argentinier Max Richeze (Panaria). Das Rosa Trikot holte sich Enrico Gasparotto (Liquigas) von seinem

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Das Comeback ist geglückt! Alessandro Petacchi hat sich nach seiner schweren Knieverletzung von vor einem Jahr zurückgemeldet und ist auf der zweiten Etappe des Giro d"Italia über 181 Kilometer von Barumini nach Cagliari zu einem grandiosen Sieg gesprintet. Der Italiener zeigte dabei erstaunliche Ausdauer-Qualitäten, musste er doch auf der Zielgerade ohne seinen gewohnten "Zug" in die Pedale treten und den Spurt von vorne anziehen. Trotzdem reichte es für den Milram-Kapitän und Teamkollegen von Erik Zabel.
Nach der Zielankunft brach der Sprint-Spezialist in Tränen aus, ihm schien ein Stein vom Herzen zu fallen. War Petacchi am Vortag gegen Robbie McEwen und Weltmeister Paolo Bettini noch ohne Chance, so nahm der 33-Jährige in der sardischen Hauptstadt eindrucksvoll Revanche und feierte gleichzeitig den 20. Giro-Etappensieg seiner Laufbahn. "Ich habe immer gesagt, dass ein Sieg beim Giro für mich wie der erste Sieg meiner Karriere ist - vor allem nach dem, was ich nach meiner Verletzung durchgemacht habe."
Förster knapp geschlagen
Mit einem lachenden und einen weinenden Auge reagierte Robert Förster auf den zweiten Platz. "Schöner Mist, so knapp zu scheitern. Aber jetzt weiß ich, dass ich bei diesem Giro einen Etappensieg in den Beinen habe", sagte der Profi vom Team Gerolsteiner. Bei einer beeindruckenden Geschwindigkeit von 74 km/h hätte der Deutsche Petacchi beinahe noch abgefangen, kam dicht an die Bande gedrängt aber nicht am Italiener vorbei. Wie schon am Vortag kam es auf der Zielgeraden erneut zu einem Sturz, in den mit dem Norweger Thor Hushovd (Credit Agricole) auch einer der Favoriten verwickelt war.
Zuvor stand das Rennen ganz im Zeichen einer frühen Attacke von Mikhail Ignatiev (Tinkoff), der zusammen mit Giovanni Visconti (Quickstep) über 174 Kilometer an der Spitze fuhr. Erst drei Kilometer vor dem Ziel wurden die beiden eingeholt und damit für ihren couragierten Auftritt nicht belohnt.
Rosa Trikot rotiert bei Liquigas
In der Gesamtwertung übernimmt wieder Enrico Gasparotto das Rosa Trikot. Der Profi von Liquigas kam als Achter deutlich vor seinem Teamkollegen Danilo di Luca ins Ziel und setzt sich damit aufgrund der besseren Tagesergebnisse wieder in Front. Zusammen mit Andrea Noé liegen die beiden Fahrer zeitgleich an der Spitze. Alle drei hatten auf der ersten Etappe das Mannschaftszeitfahren für Liquigas gewonnen.
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