“Das Frühjahr war schon hart, aber auch sehr schön mit den vielen Erfolgen, da schöpft man auch Kraft. So gesehen waren es zwar nur ein paar Tage, aber dennoch sehr erholsam“, so Schachmann auf Anfrage von radsport-news.com zu seiner kurzen Auszeit, nach der er nun den Blick auf die bevorstehenden Herausforderungen richtet, deren Höhepunkt das Debüt bei der Tour de France werden soll.
“Für mich beginnt hier in Kalifornien der Neuaufbau für die zweite Saisonhälfte, daher nehme ich das Ganze auch einfach von Tag zu Tag“, sagte der 25-Jährige zu seinen Ambitionen für die WorldTour-Rundfahrt durch Kalifornien, zu der Bora-hansgrohe ein starkes Aufgebot um den dreimaligen Weltmeister Peter Sagan, den Türkei-Rundfahrt-Sieger Felix Großschartner sowie eben den Dritten von Lüttich schickt.

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Im Gesamtklassement wird der Raublinger Rennstall wohl auf Großschartner setzen, wie Schachmann indirekt bestätigte. “Ich habe keine großen Ambitionen für die Gesamtwertung und werde eher Helferaufgaben übernehmen. Natürlich werde ich was versuchen, wenn ich mich gut fühle, aber nach der Pause kann man noch nicht sagen, wie es laufen wird“, sagte er. Deshalb sei es ihm auch “nicht so wichtig“, dass die Organisatoren in Kalifornien diesmal auf ein Zeitfahren verzichtet hätten. Weiter sagte er:
Ich mag Zeitfahren generell, von daher hätte es mich gefreut, aber es ist wie es ist.

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Nur Bennett hat mehr Siege sammeln können

Schachmann kann die sieben Etappen durch den Westküstenstaat der USA auch deshalb ohne großen Druck in Angriff nehmen, weil die meisten Augen auf Sagan gerichtet sein dürften. Der Slowake ist mit 16 Etappensiegen der Rekordmann in Kalifornien und will ein alles in allem enttäuschendes Frühjahr ohne Sieg bei den Klassikern vergessen machen. Schachmann dagegen blickt auf die erfolgreichste Phase seiner bisherigen Karriere zurück, in der er sich endgültig in der Weltspitze etabliert hat.
Und Bora-hansgrohe-Teamchef Ralph Denk darf sich längst in seiner Entscheidung bestätigt sehen, den Allrounder zum Saisonende 2018 verpflichtet zu haben. Schachmann entwickelte sich ohne große Eingewöhnungszeit schnell zu einem Leistungsträger und ist mit seinen fünf Saisonsiegen knapp hinter Sprinter Sam Bennett (sechs) der erfolgreichste Fahrer im Team.

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Erstmals mit Sagan bei einer Rundfahrt

“Ich weiß nicht, ob es viel verändert hat. Das Team hatte großes Vertrauen in mich, das habe ich bestätigen und mit Erfolgen zurückgeben können. Von daher werde ich sicher wieder Vertrauen bekommen“, sagte Schachmann auf die Frage, ob er dadurch in der Team-Hierarchie weiter nach oben gestiegen sei.
“Was sich aber sicherlich ändern wird ist, dass mich das eine oder andere Team auf der Rechnung haben wird, und es dann auch schwieriger werden wird, Rennen zu gewinnen. Aber das gehört zum Leben als Radprofi einfach dazu, Peter weiß das am allerbesten“, fügte Schachmann mit Blick auf Sagan an, mit dem er übrigens erstmals gemeinsam ein Etappenrennen bestreiten wird.

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