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Katalonien-Rundfahrt: 6. Etappe mehrfach verkürzt - Simmons gewinnt kurioses Teilstück, Ayuso behält Führungstrikot
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Update 29/03/2025 um 20:24 GMT+1 Uhr
Quinn Simmons (Lidl-Trek) hat die kuriose 6. Etappe der Katalonien-Rundfahrt gewonnen. Aufgrund der widrigen Wetterbedingungen wurde das Teilstück, das ursprünglich mit einer Bergankunft in Queralt enden sollte, mehrfach verkürzt. Am Ende verlief der Kurs nur über 72 Kilometer. In der Gesamtwertung blieb Juan Ayuso vor Primoz Roglic. Die Entscheidung wird am Sonntag fallen.
Kuriose Etappe und ein staunender Sieger - die Highlights
Quelle: Eurosport
Quinn Simmons (Lidl – Trek) hat die kurios verlaufene 6. Etappe der Katalonien-Rundfahrt gewonnen. Der US-Amerikaner setzte sich auf dem auf 72 Kilometer verkürzten Kurs mit einer Attacke kurz vorm Ziel vor dem Tschechen Pavel Bittner (Picnic – PostNL) durch.
Bittner war aus einer Verfolgergruppe herausgesprintet und rollte nur eine Radlänge hinter Simmons über den Strich.
"Das war wohl der eigenartigste Tag meiner Karriere. Erst sollten wir fahren. Dann sollten wir nicht fahren. Dann sollten wir ein verkürztes Rennen fahren. Dann sollten wir zwei Runden fahren. Letztendlich sind wir dann 28 Kilometer gefahren", resümierte Simmons die gute halbe Rennstunde des Tages.
Es sei komisch, unter den Umständen beim Siegerinterview zu stehen. Simmons gestand ein: Er sei einer der Profis gewesen, die dafür waren, wegen des starken Windes gar nicht zu fahren.
Simmons feiert ersten WorldTour-Sieg
"Jetzt habe ich meinen ersten WorldTour-Sieg, und das ist etwas ganz Besonderes", so der US-Amerikaner. Als das Rennen schließlich freigegeben wurde, befand sich Simmons hinter dem Feld am Begleitfahrzeug, um die Beinwärmer abzugeben, sodass er in der langen Abfahrt, in der sich das auseinanderfliegende Feld zu dem Zeitpunkt befand, nur die dritte Gruppe erwischte. Dann habe er sich immer weiter nach vorn gekämpft, aber gedacht, dass sein Rennen schon nach zwei Kilometern beendet war.
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Der letzte Kilometer: Simmons wird für seinen Mut belohnt
Quelle: Eurosport
Umso glücklicher sei er über den Etappensieg. Simmons schaute aber auch schon auf das letzte Teilstück, das nun noch auf die Fahrer wartet. "Ich habe am Donnerstag erst gehört, dass ich hier fahren soll. Meine Familie guckt zu Hause mit und meine Freundin sowie mein Bruder (Colby Simmons vom EF-Education-Nachwuchsteam, d.Red.) werden morgen im Ziel warten. Ich wohne in Girona und das hier ist fast so etwas wie mein Heimrennen", sagte der Lidl – Trek-Profi.
Bittner hatte schon gestern den Sprint im Hinterkopf
Der knapp geschlagene Bittner zeigte sich im Ziel nicht allzu enttäuscht und stand auch noch unter dem Eindruck der Kuriositäten des Tages. "Es ist eigentlich schwer, die ganze Geschichte zu erzählen. Jeder wird wohl seine eigene Version davon haben, wie es heute war", sagte der Tscheche. Letztendlich seien nur 30 Kilometer Rennen gefahren worden, womit Bittner sogar etwas übertrieb.
"Ich habe gestern schon mit meinem Sportlichen Leiter gescherzt, dass es hier einen Sprint geben könnte. Er hat das abgewiegelt, aber im Hinterkopf hatte ich den Sprint trotzdem", erklärte der Tageszweite weiter. Das Team habe das Beste aus der Situation gemacht. "Ich bin Zweiter geworden. Es ist, was es ist."
Katalonien-Rundfahrt: Fahrer tappten im Dunkeln
Sein Teamkollege van den Broek stellte es ähnlich dar. "Wir hatten den ganzen Tag eigentlich keine Ahnung, was genau der Plan ist. Wir sind zu Kilometer 0 gefahren. Dort hörten wir, dass wir eine Runde neutralisiert fahren. Plötzlich wurde dann doch gefahren", gab der Niederländer zu Protokoll. Er und seine Teamgefährten brauchten zwei Kilometer, um nach vorn zu kommen. "Ich bin dann mit den Attacken mitgegangen bis zum Schlussanstieg. Da hat Simmons angegriffen, und ich probierte zu folgen", sagte van den Broek. Schließlich seien ihm aber "die Lichter ausgegangen. Pavel ist Zweiter geworden, das ist ein gutes Resultat. Wir wollten diese Woche eine Etappe gewinnen, das hat leider nicht geklappt. Heute bekamen wir plötzlich eine Extra-Chance."
Auch der Gesamtführende Ayuso gab im Ziel zu Protokoll, dass er lange nicht wusste, was überhaupt passieren würde. Er wollte Rennen fahren, deshalb sei er Radprofi, und so, wie es letztlich lief, sei das einfach schade gewesen. "Wenn sich die Dinge konstant ändern und man mehr redet als fährt, ist das nicht so toll. Auch nicht für die vielen Zuschauer."
Auf die Frage, ob er und sein Team bereits die Strecke des finalen Teilstücks analysiert haben, betonte Ayuso: "Nein, wir haben uns auf heute fokussiert. Und alles weitere sehen wir jetzt."
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"Sehr verwirrender Tag": So nahm Ayuso das Verkürzungschaos wahr
Quelle: Eurosport
Bester deutschsprachiger Profi war Gregor Mühlberger (Movistar) als 23. der Etappe. Emanuel Buchmann (Cofidis) wurde 45. Einen stetigen Aufwärtstrend ließ Lennart Kämna (Lidl – Trek) als 48. erkennen. Alle drei wurden zeitgleich mit dem Tagessieger gewertet.
In der Gesamtwertung geht Buchmann als 21. mit 2:20 Minuten Rückstand zum Gelben Trikot auf die letzte Etappe, wo der Montjuic wohl wieder einmal der Scharfrichter in Sachen Rundfahrtsieg sein dürfte.
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Beschämende Szene: Zuschauer spuckt in Richtung van der Poel
Quelle: Eurosport
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6. EtappeBerga → Berga / 20 km
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Q. SimmonsBeendet
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