Schock für Tom Pidcock: Der Mitfavorit wurde von Ineos Grenadiers nicht für die Lombardei-Rundfahrt nominiert
VonJan Zesewitz
Publiziert 12/10/2024 um 14:57 GMT+2 Uhr
Nach seinem zweiten Platz beim Giro dell'Emilia und aufstrebender Form zum Ende der Saison galt Tom Pidcock als einer der MItfavoriten bei der Lombardei-Rundfahrt. Kurzfristig wurde der Brite jedoch aus dem Aufgebot von Ineos Grenadiers gestrichen. Pidcock machte seinen Unmut via "Instagram" deutlich, das Verhältnis zwischen Fahrer und Team scheint zerrüttet. Auch die Equipe äußerte sich nun.
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Quelle: Eurosport
"Gerade als es nach einem turbulenten Jahresende wieder aufwärts ging, werde ich aus dem Aufgebot für die Lombardei-Rundfahrt morgen gestrichen", erklärte Pidcock in einem Post, das ihn auf dem Podium beim Giro dell'Emilia zeigt.
"Ich bin in guter Form und hatte mich auf das Rennen gefreut! Viel Glück an die Jungs, ich schätze mal, die Offseason beginnt etwas früher dieses Jahr. Danke für eure Unterstützung auch in schweren Zeiten", schreibt er weiter.
Die Nicht-Selektion heizt Spekulationen um ein zerrüttetes Verhältnis zwischen dem 25-Jährigen und dem britischen Rennstall und einen möglichen Wechsel weiter an. Eigentlich hat Pidcock einen Vertrag bis 2027 unterschrieben.
Laut Radsport-Insider Daniel Benson gibt es Gerüchte, dass Ineos die Zusammenarbeit mit Pidcock bereits beendet habe und die Entscheidung, ihn bei der Lombardei-Rundfahrt zu streichen, einen möglichen Transfer absichern soll - um etwa einen Sturz zu vermeiden.
INEOS bestätigt "Entscheidung des Managements"
Für diese Lesart spricht, dass auch der Sportliche Leiter des Teams in der Lombardei, Zak Dempster, von einer "Management-Entscheidung" spricht.
"Ich meine, ich bin nicht dumm, offensichtlich schaut das merkwürdig aus", sagte er gegenüber "Cyclingnews" am Start des Rennens in Bergamo. "Aber die Realität ist, dass das Team das Recht hat, das Team so auszuwählen, wie es das für richtig hält. Das ist alles, was ich an Informationen habe im Moment. Es war eine Entscheidung des Managements, das ist sein gutes Recht und hier stehen wir ohne Tom."
Pidcock äußerte sich in diesem Jahr schon mehrfach kritisch gegenüber seinem Arbeitgeber, die Transfergerüchte existieren seit dem Sommer. Das Schweizer Pro-Continental-Team Q36.5 wurde als möglicher Transferpartner genannt, aber auch unter anderem Red Bull-Bora-hansgrohe - Pidcock arbeitet bereits mit dem österreichischen Getränkehersteller zusammen.
Die aktuellen Entwicklungen rund um die Lombardei-Rundfahrt heizen die Spekulationen um seinen Wechsel weiter an.
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Quelle: Eurosport
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