Tour de France 2026 – Kévin Vauquelin fuhr Zeitfahren nach Absprache mit angezogener Handbremse: "Es war furchtbar"
VonNiklas Bien
Update 22/07/2026 um 16:08 GMT+2 Uhr
Es war kein einfacher Dienstag für Kévin Vauquelin: Der ausgewiesene Spezialist absolvierte das Zeitfahren auf der 16. Etappe mit angezogener Handbremse - auf Anordnung seines Teams Netcompany-Ineos. "Das war furchtbar. Es war sehr schwierig für mich, das zu akzeptieren, weil ich ein Kämpfer bin und es liebe, mich zu 100 Prozent zu verausgaben", so der Franzose, aktuell Platz 31 der Gesamtwertung.
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Quelle: Eurosport
Es ist bisher nicht die Frankreich-Rundfahrt des Vorjahres-Siebten. Bereits im Mannschaftszeitfahren fiel der 25-Jährige wegen eines platten Reifens weit zurück, der Rückstand auf den Gesamtführenden Tadej Pogacar beträgt derzeit 37:26 Minuten.
In der teaminternen Wertung ist Vauquelin hinter Egan Bernal und Thymen Arensman nur noch die dritte Kraft. Auch deshalb ging es im Zeitfahren weniger darum, Sekunden gutzumachen, sondern vielmehr, Körner für die kommenden Etappen zu sparen.
"Ich muss zugeben, ich habe meine Meinung 50 Mal geändert - bis 23:30 Uhr, im Gespräch mit dem Chef. Ich konnte nicht mehr", sagte der Franzose über die eher unschöne Taktikbesprechung.
Ein gutes Ergebnis beim Zeitfahren stellten Netcompany-Ineos und Vauquelin zurück - dafür soll es in den kommenden Tagen um einen Etappensieg gehen, etwa aus einer Fluchtgruppe heraus.
Vauquelin erklärt die Zurückhaltung
"Diese Tour de France ist anders als das, was ich zuvor erlebt habe. Es ist eine Entscheidung, ich stehe dazu - wir werden sehen, ob sie sich auszahlt oder nicht", sagte der 25-Jährige, der die 2. Etappe der Tour de France 2024 als Solist gewann.
"Angenommen, ich fahre eine super Top-5-Platzierung im Zeitfahren, das kann mir etwas bringen, aber es kann auch bedeuten, dass mir in den nächsten Etappen ein halbes Rad fehlt - und das könnten wir bereuen, denn ein Etappensieg ist nun mal viel wichtiger", erklärte Vauquelin, der gleichzeitig versprach, die Herangehensweise im kommenden Jahr wieder zu ändern.
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"Ich hoffe, die Leute verstehen das und versetzen sich in meine Lage. Nächstes Jahr werde ich auf Gesamtwertung fahren - dann werde ich das Zeitfahren voll durchziehen", betonte der Franzose.
Ob sich die Zurückhaltung auszahlt, wird sich in den kommenden Tagen zeigen - womöglich schon am Mittwoch, wenn es über knapp 175 Kilometer von Chambéry nach Voiron geht (live bei HBO Max oder im Liveticker).
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