Lüttich - Bastogne - Lüttich: Tadej Pogacar im Zweikampf mit Paul Seixas gnadenlos - vierter Sieg bei La Doyenne
VonJan Zesewitz
Update 26/04/2026 um 17:26 GMT+2 Uhr
Tadej Pogacar hat zum vierten Mal Lüttich - Bastogne - Lüttich gewonnen. Der Dominator attackierte wie in den Vorjahren an der Cote de la Redoute, diesmal konnte ihm der 19-jährige Paul Seixas zunächst folgen. Am folgenden Anstieg musste ihn der Franzose aber ziehen lassen und wurde Zweiter. Für Pogacar ist es 2026 der vierte Sieg im fünften Rennen und der dritte bei einem Monument des Radsports.
Vielsagende Geste: Pogacar jubelt als Solist in Lüttich
Quelle: Eurosport
Remco Evenepoel konnte der Tempoverschärfung Pogacars an der Redoute nicht folgen, sprintete in Lüttich aber aus einer größeren Verfolgergruppe auf den dritten Platz mit 1:47 Minuten Rückstand auf den Sieger. Seixas erreichte das Ziel 45 Sekunden hinter dem Weltmeister.
"Ich bin an der Redoute wirklich tief gegangen und ich habe gesehen, dass er kämpfen musste", sagte Pogacar im Sieger-Interview über das Duell mit dem "Wunderkind". "Aber am höchsten Punkt kam er sogar neben mich, da war ich wirklich beeindruckt. Und danach ist er auch sehr starke Führungen gefahren. Im Hinterkopf habe ich schon an einen Sprint gedacht, aber an der Roche-aux-Faucons habe ich es dann noch einmal versucht. Ich kenne den Anstieg sehr gut und er liegt mir, zum Glück ist er dann zurückgefallen."
Nur noch die belgische Ikone Eddy Merckx liegt mit fünf Siegen bei "La Doyenne" vor Pogacar, der mit dem Spanier Alejandro Valverde und Moreno Argentin aus Italien gleichzog. Mit seinem insgesamt 13. Erfolg bei den fünf Monumenten verkürzte Pogacar seinen Rückstand auf Merckx (19) weiter. Nur Paris-Roubaix fehlt dem 27-Jährigen noch in seiner Sammlung, vor zwei Wochen hatte sich Pogacar dem Belgier Wout van Aert geschlagen geben müssen.
Der zweite Platz im Velodrom von Roubaix war sein schlechtestes Ergebnis dieser Saison. Seine anderen bisherigen Rennen - Strade Bianche, Mailand - Sanremo und die Flandern-Rundfahrt - gewann der Slowene.
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Highlights: Seixas liefert Dominator Pogacar einen harten Fight
Quelle: Eurosport
Zum Ende der Ardennen-Trilogie trafen Pogacar, Amstel-Gold-Race-Sieger Evenepoel und Flèche-Wallone-Gewinner Seixas erstmals in einem Rennen aufeinander. Die Siege teilen sich die drei Überflieger gerecht auf. Die ersten beiden Rennen hatte Pogacar nach Platz zwei in Roubaix ausgelassen.
Aufreger direkt nach dem Start: Peloton in zwei Hälften geteilt
Das Rennen begann mit einem Aufreger. Kurz nach dem Start teilte ein Sturz das Hauptfeld, eine 52 Fahrer umfassende Gruppe um Evenepoel fuhr davon. Pogacar und Seixas blieben im Peloton zurück.
"Ich war am Anfang hinten und ich weiß, dass es am Start immer schnell ist", beschrieb der Slowene die Situation in der Anfangsphase. "Ich war am Hinterrad und habe nach unten geschaut und gesehen, dass wir schnell gefahren sind und auf einmal schaue ich hoch und sehe, dass das Feld zweigeteilt ist. Aber nach 20 Minuten haben wir realisiert, dass es nicht so schlimm ist, sie fahren zu lassen. Die Gruppe war groß, aber da gibt es oft keine gute Zusammenarbeit. Ein bisschen Angst hatte ich schon, Remco kann von sehr weit weg attackieren aus dieser Gruppe."
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"Jetzt geht die Lücke auf": Pogacar lässt Seixas stehen
Quelle: Eurosport
Am Ende habe es sein Team, auch mithilfe von Decathlon-CMA CGM aber gut kontrollieren können. "Es war alles unter Kontrolle, aber klar, man lässt Remco nicht gerne fahren", sagte Pogacar.
An der Spitze drückte Evenepoel-Helfer Nico Denz auf das Tempo, zeitweise betrug der Vorsprung rund 3:30 Minuten. 95 Kilometer vor dem Ziel schloss das Hauptfeld wieder auf. Mountainbike-Olympiasieger Tom Pidcock war nach einem Defekt bereits abgehängt.
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(mit SID)
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Pogacar kann Seixas nicht abschütteln - Evenepoel hat Probleme
Quelle: Eurosport
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T. PogacarBeendet
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