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Lüttich-Bastogne: Roglic siegt beim Klassiker knapp vor Hirschi
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Publiziert 04/10/2020 um 17:03 GMT+2 Uhr
Primoz Roglic hat den Klassiker Lüttich-Bastogne gewonnen. In einem spannenden Rennen setzte er sich im Schlussspurt einer fünfköpfigen Spitzengruppe knapp vor Julian Alaphilippe durch, der den Sieg bereits sicher geglaubt hatte. Der Franzose wurde im Anschluss an das Rennen ohnehin noch bestraft, da er sich im Schlusssprint gegen Marc Hirschi unerlaubterweise Platz verschafft hatte.
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In einem denkwürdigen Finale hat Debütant Primoz Roglic (Jumbo - Visma) das 106. Lüttich-Bastogne-Lüttich für sich entschieden. Der 30-jährige Slowene fing über 257 Kilometer mit Start und Ziel in der wallonischen Metropole Lüttich im Sprint einer fünfköpfigen Spitzengruppe den zu früh jubelnden Weltmeister Julian Alaphilippe (Deceuninck - Quick-Step) noch ab. Allerdings hatte der Franzose kurz zuvor den Schweizer Marc Hirschi (Sunweb) mit einer Welle um alle Siegchancen gebracht und wurde von der Jury noch auf Rang fünf zurückgestuft.
Der 22-jährige Hirschi wurde so noch Zweiter gefolgt vom Tour-Sieger Tadej Pogacar (UAE - Team Emirates) und Matej Mohoric (Bahrain - McLaren), dem dritten Slowenen in den Top 5. Sechster wurde der Niederländer Mathieu van der Poel (Alpecin - Fenix), der nur einen Tag nach seinem Gesamtsieg bei der BinckBank Tour ebenfalls erstmals in seiner Karriere bei “La Doyenne“ angetreten war und die ersteVerfolgergruppe mit 14 Sekunden Rückstand über die Ziellinie führte.
"Es ist unglaublich. Es war so eng am Ende. Du darfst nie aufgeben und musst bis zum letzten Meter, fast schon Zentimeter pushen. Ich bin extrem glücklich über den Sieg", sagte der Tour-Zweite Roglic, nachdem er erstmals in seiner Karriere eines der fünf Monumente gewonnen hatte.
Tour-Etappensieger Lennard Kämna (Wedel) von der deutschen Mannschaft Bora-hansgrohe kam als bester Deutscher als 21. ins Ziel. Kämnas Teamkollege und Vorjahresdritte Maximilian Schachmann (Berlin) beendete das 257 km lange Rennen nicht. Der formstarke Simon Geschke (Berlin) musste sich aufgrund eines Defekts am Vorderrad kurz vor dem Ende mit Rang 30 begnügen.
Schachmann erwischt schlechten Tag
"Max hatte leider einen richtig schlechten Tag. Er hat schon früh gesagt, dass heute gar nichts geht, aber wir hatten gehofft, dass er sich vielleicht etwas freifahren kann. Dem war nicht so", sagte Bora-Sportdirektor Enrico Poitschke: "Lennard war dann im entscheidenden Moment an der richtigen Stelle, konnte aber die Attacke nicht mitgehen. Da kann man niemand einen Vorwurf machen. Mehr war heute leider nicht für uns drin."
Greg Van Avermaet (CCC-Team) stürzte knapp 100 Kilometer vor dem Ziel und zog ich dabei schwere Verletzungen zu. Der Straßenrad-Olympiasieger erlitt mehrere Brüche. Die Saison ist damit für den Belgier beendet. Röntgenaufnahmen, die in einem Krankenhaus gemacht wurden, zeigen eine Trennung des Schultereckgelenks sowie drei gebrochene Rippen, einen kleinen Pneumothorax und eine kleine Fraktur des ersten Brustwirbelquerfortsatzes.
Lüttich-Bastogne-Lüttich bildet traditionell eigentlich den Abschluss der Frühjahrs-Klassiker, die in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie teilweise im Herbst stattfinden. Das Rennen zählt neben Mailand-Sanremo, der Flandern-Rundfahrt, Paris-Roubaix und der Lombardei-Rundfahrt zu den fünf "Monumenten des Radsports".
Zudem endete mit Lüttich-Bastogne-Lüttich die Ardennen-Trilogie bereits nach zwei Rennen. Das abschließende Amstel Gold Race, das am kommenden Sonntag hätte stattfinden sollen, war aufgrund der verschärften Maßnahmen gegen das Coronavirus in den Niederlanden am Mittwoch abgesagt worden.
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(mit SID)
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