Mailand-Sanremo: Mathieu van der Poel triumphiert in Sanremo - perfekter Angriff am Poggio sprengt die Konkurrenz

Mathieu van der Poel hat Mailand-Sanremo im Alleingang gewonnen und damit das erste Monument 2023 für sich entschieden. Der Niederländer vom Team Alpecin-Deceuninck setzte sich auf den 294 Kilometern des ersten Klassikers der Saison 5,5 km vor dem Ziel am Poggio von Filippo Ganna, Wout Van Aert und Tadej Pogacar ab und holte seinen insgesamt dritten Sieg bei den Monumenten des Radsports.

Highlights: Van der Poel trickst Pogacar und van Aert aus

Quelle: Eurosport

Der Niederländer Mathieu van der Poel hat sich den ersten großen Frühjahrsklassiker der Radsport-Saison gesichert. Bei Mailand-Sanremo setzte sich der 28-Jährige aus dem Team Alpecin-Deceuninck nach 294 Kilometern im Solo durch.
Der zweimalige Tour-de-France-Sieger Tadej Pogacar aus Slowenien (UAE Team Emirates) musste sich mit Rang vier begnügen. Zweiter wurde der Italiener Filippo Ganna (Ineos Grenadiers) vor dem Belgier Wout Van Aert (Jumbo-Visma).
Pogacar attackierte am letzten giftigen Anstieg des Tages, dem Poggio di Sanremo, konnte sich aber nicht von seinen engsten Konkurrenten absetzen. "Ich war für ein Solo nicht stark genug, aber ich bedauere nichts. Ich wusste, dass es harte werden würden", sagte der Slowene im Anschluss.
Rund fünf Kilometer vor dem Ziel schlug dann van der Poel in der Abfahrt zurück und ließ sich nach seinem unwiderstehlichen Antritt von seinen drei prominenten Verfolgern nicht mehr einholen. 38 Jahre nach Hennie Kuiper war damit wieder ein Niederländer auf der Via Roma erfolgreich.

Van der Poel macht es seinem Großvater nach

"Ich konnte mir kein besseres Szenario vorstellen", sagte van der Poel nach seiner Siegerzeit von 6:25:23 Stunden: "Meine Beine waren am Poggio noch frisch und dann habe ich attackiert. Das war eins der Rennen, das ich immer schon gewinnen wollte. Dass ich es heute geschafft habe, macht mich sehr glücklich."
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Sieger van der Poel: "Meine Beine waren noch super frisch"

Quelle: Eurosport

62 Jahre zuvor hatte sein französischer Großvater Raymond Poulidor bereits La Classicissima gewonnen. Er habe seinen Angriff "perfekt getimed", meinte van der Poel: "Ich habe mich umgesehen und da war keiner mehr. In der Abfahrt bin ich dann kein großes Risiko gegangen. Ein Monument zu gewinnen, ist immer etwas Besonderes."
Der 28-Jährige hatte vor Mailand-Sanremo zweimal bei der Flandern-Rundfahrt triumphiert (2020, 2022).
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Sieg in Sanremo: Van der Poel krönt Alleingang

Quelle: Eurosport

Politt versucht Angriff kurz vor Schluss

Begonnen hatte das erste der fünf "Monumente" des Radsports über sechs Stunden zuvor bei besten Bedingungen in Mailand.
Auf dem weitgehend flachen Terrain gelang es lange keiner Gruppe, sich entscheidend abzusetzen. Der deutsche Meister Nils Politt versuchte rund 17 km vor dem Ziel sein Heil in der Solo-Flucht, wurde aber wenig später wieder vom Feld geschluckt und konnte im Finale nicht mehr entscheidend eingreifen.
6,6 Kilometer vor dem Ziel hatte sich die Vierergruppe der Stars dann erfolgreich vom Feld gelöst. Einen Kilometer später attackierte van der Poel und löste sich in der Abfahrt von seinen Kontrahenten.
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Attacke! Pogacar sprengt die Spitze - van der Poel profitiert

Quelle: Eurosport

Van der Poel baut Führung am Ende aus

Auf den letzten drei Kilometern ins Ziel war er schneller als die drei starken Zeitfahrer hinter ihm und baute seinen Vorsprung bis auf 15 Sekunden aus.
"Es war ein sehr schnelles Rennen, aber an der Cipressa war es einfacher als ich es befürchtet hatte", sagte van Aert nach der mit 45,77 km/h zweitschnellsten Primavera der Geschichte: "Die Gruppe am Ende war richtig stark. Ich muss mit Platz drei wohl zufrieden sein. Mathieu hat allen gezeigt, wie stark er ist. Gratulation."
Ganna zeigte sich ein wenig enttäuscht, dass es für ihn nicht ganz gereicht hatte. "Es ist dennoch mein bester Ergebnis bei einem Monument, also bin ich auch happy", sagte der Bahnrad-Spezialist. Sein bestes Monument-Ergebnis war zuvor Platz 35 bei Paris-Roubaix 2022 gewesen, bei La Primavera war er bei fünf Auftritten nie in die Top 50 gekommen.

Arndt bester Deutscher

Hinter dem Verfolgertrio erreichte van der Poels Teamkollege Sören Kragh Andersen den fünften Platz vor Mads Pedersen (Trek-Segafredo).
Der US-Amerikaner Neilson Powless (EF Education-EasyPost), Vorjahressieger Matej Mohoric (Bahrain-Victorious), der Franzose Anthony Turgis (TotalEnergies) und Jasper Stuyven (Trek-Segafredo) komplettierten die Top Ten.
Bester Deutscher wurde Nikias Arndt (Bahrain Victorious) auf Rang 18 mit 32 Sekunden Rückstand auf den Sieger.
(mit SID / radsport-news.com)
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Schrecksekunde im Feld: Alaphilippe stürzt in S-Kurve

Quelle: Eurosport

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