Mailand - Sanremo: Tadej Pogacar könnte Paris - Roubaix zuerst gewinnen - Experte Sean Kelly sieht "Lotterie"
VonJan Zesewitz
Update 21/03/2025 um 11:37 GMT+1 Uhr
Tadej Pogacar jagt am Samstag bei Mailand - Sanremo den nächsten Sieg bei einem Monument des Radsports. Bisher gelang dem Dominator der vergangenen Jahre noch keine entscheidende Attacke im Finale des 300-Kilometer-Rennens. Für Sean Kelly, Eurosport-Experte und zweifacher Sieger auf der Via Roma, ist dieses Rennen für den amtierenden Weltmeister die härteste Nuss, die es zu knacken gibt.
Foto-Finish! Philipsen sprintet zum Sieg bei Mailand-Sanremo
Quelle: Eurosport
"Es ist möglich, aber es wird sehr schwierig", sagte Kelly im Gespräch mit dem Journalisten Daniel Benson. "Es ist schwer, an der Cipressa oder dem Poggio alle anderen abzuhängen, um am Ende alle fünf Monumente zu gewinnen. Paris - Roubaix ist das andere, das ihm noch fehlt, aber ich kann mir vorstellen, dass er Roubaix vor Mailand - Sanremo gewinnt."
Nach Kellys Ansicht ist das Rennen an der ligurischen Küste (Samstag, ab 10:30 Uhr im Liveticker und auf discovery+) nicht schwierig genug für den dreifachen Tour-de-France-Sieger - auch eine lange Soloattacke sei auf den Hügeln in der Region Imperia wenig erfolgsversprechend.
"Wenn man sich Sanremo und die Küstenstraßen anschaut, dann ist es unmöglich, mit ein paar Fahrern wegzufahren und bis zum Ende vorne zu bleiben", meinte der Ire. "Die Möglichkeiten und das Terrain erlauben es einfach nicht. Man kann es an den Capi-Anstiegen versuchen, aber da fährt man nicht weg, weil hinter einem eine riesige Gruppe nachfährt. Es ist nicht schwierig genug, um einen Unterschied zu machen. Es ist eine Lotterie."
Pogacar meinte bereits vor der Saison, dass Mailand - Sanremo ganz oben auf der Liste seiner Ziele steht - auf dem Weg, alle Radsport-Monumente zu gewinnen. Die Flandern-Rundfahrt, Lüttich - Bastogne - Lüttich und die Lombardei-Rundfahrt hat der Slowene bereits einmal oder mehrfach gewonnen. Mit der Teilnahme an Paris - Roubaix kokettiert der Weltmeister immer wieder.
Kelly: "Zu viele Fahrer kommen über den Poggio"
Kelly sagte auch in einer Kolumne bei "Cyclingnews", dass er es auch mit dem starken UAE Emirates-XRG-Team an seiner Seite schwer haben wird, Distanz zwischen sich und seine Konkurrenten zu bringen.
"Was können Pogacar und UAE machen?", fragte Kelly, der das Monument 1986 und 1992 gewann. "Sie haben versucht, den Poggio Vollgas zu fahren, aber sie können es nicht schwer genug machen, es können so viele andere Fahrer über so einen Hügel kommen - Sprinter, aber auch Fahrer wie Filippo Ganna und Mathieu van der Poel."
"Wie können sie die schnellen Leute loswerden?", fragte der Ire weiter. "Wenn das Wetter und die Bedingungen nicht wirklich scheußlich sind und jeder am Poggio erschöpft und nass und kalt ankommt, dann ist es nicht möglich."
Das 300 Kilometer lange Rennen vom Umland Mailands an die ligurische Küste bis in die Nähe der französischen Grenze weist recht wenig Höhenmeter auf. Üblicherweise entscheidet sich das Rennen während der letzten 60 Kilometer bis zum Ziel, wenn zunächst die drei Capi-Hügel, dann die Cipressa und 6,5 Kilometer vor dem Ziel der Poggio auf die Fahrer warten. Pogacar wurde im vergangenen Jahr im Sprint einer zwölfköpfigen Gruppe Dritter, nachdem er in den Vorjahren Vierter und Fünfter war.
Das könnte Dich auch interessieren: Lipowitz besteht Reifeprüfung - Voigt sieht noch viel Potenzial
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/03/19/4111051-83358668-2560-1440.png)
Faszination Poggio: Contador erklärt die Schlüsselstelle des Klassikers
Quelle: Eurosport
Die Radsport-Saison 2025 live in HD-Qualität bei discovery+ | Hol dir ein Abo ab 4,99 Euro und erlebe alle wichtigen Rennen der Männer und Frauen inklusive Grand Tours, Klassiker und WM live und auf Abruf. Direkt zu unserer Streaming-Plattform discovery+.
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung