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Mailand - Sanremo - Stimmen von Tadej Pogacar, Tom Pidcock und Co.: "Tadej hat mir gesagt, er kommt nicht zurück"
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Update 22/03/2026 um 00:11 GMT+1 Uhr
Trotz eines Sturzes in der Anfahrt auf die Cipressa hat Tadej Pogacar (UAE Team Emirates-XRG) seinen großen Traum wahrgemacht und im sechsten Anlauf erstmals Mailand-Sanremo gewonnen. Nach großer Aufholjagd und einem überragend gefahrenen Finale ließ der Weltmeister nach 298 Kilometern in einem bis zur Ziellinie packenden Duell den Briten Tom Pidcock (Pinarello-Q36.5) knapp hinter sich.
Tadej Pogacar (vorne) und Tom Pidcock bei der 117. Ausgabe von Mailand - Sanremo
Fotocredit: Getty Images
Dritter wurde mit vier Sekunden Rückstand der Belgier Wout van Aert (Visma-Lease a Bike) vor dem zeitgleichen Dänen Mads Pedersen (Lidl-Trek), der in seinem ersten Rennen nach langer Verletzungspause nur knapp das Podium verpasste.
Während bei Sieger Pogacar nach dem Schreckmoment die Erleichterung und Dankbarkeit für sein Team überwog, zeigte sich sein Kontrahent Pidcock schwer enttäuscht.
Im Interview mit Eurosport verriet der Brite allerdings, dass Pogacar ihm gesagt habe, Mailand - Sanremo in Zukunft nicht mehr fahren zu wollen.
Dessen Teamkollege Felix Großschartner gab sich angesichts der Leistung seines Kapitäns indes "sprachlos".
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Die Stimmen zu Mailand - Sanremo:
Tadej Pogacar: "Als ich gestürzt bin, dachte ich für einen Moment, dass es vorbei ist. Ein Sturz in Imperia, kurz vor der entscheidenden Stelle des Rennens ist nicht ideal, aber ich war schnell wieder auf dem Rad, weder bei mir noch am Rad war viel kaputt. Dann habe ich Florian (Vermeersch) und Felix (Großschartner) gesehen, die zu mir zurückkamen und alles gegeben haben, um mich schnell wieder nach vorne zu bringen. Die haben mir die Hoffnung zurückgegeben. Brandon (McNulty) und Isaac (Del Toro) haben dann an der Cipressa den Rest erledigt. Ohne das Team wäre ich heute nicht in die Cipressa abgebogen, sondern einfach geradeaus ins Ziel gefahren."
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Pogacar im Siegerinterview: "Es war wirklich knapp"
Quelle: Eurosport
Tom Pidcock: "Ehrlich gesagt brauche ich Zeit, um das zu verarbeiten, weil ich im Moment ziemlich enttäuscht bin. Es tut weh, so knapp dran zu sein. Wenn Tadej alleine gewesen wäre und ich alleine, wäre ich sehr glücklich. Mir wurde gesagt, es waren vier Zentimeter und das tut ziemlich weh, so nah dran zu sein. Ich habe mich heute großartig gefühlt. Letztes Jahr war ich extrem enttäuscht, weil ich an der Cipressa gestürzt bin, aber ich wusste, dass ich vorne hätte dabei sein können. Es ist schön dieses Jahr zu beweisen, dass ich die Beine dafür habe. Aber wie gesagt, ich kann im Moment nicht anders, als enttäuscht zu sein. Tadej hat mir gerade gesagt, dass er nicht mehr hierher zurückkommt. Aber hinter welches Motorrad soll ich mich dann hängen?"
Wout van Aert: "Ich habe mich im ganzen Finale eher so gefühlt, als wäre ich in der Defensive gewesen, und erst auf den letzten zwei bis drei Kilometern habe ich gemerkt, dass wir noch um das Podium fahren. Deshalb fühlt es sich für mich eher wie ein Erfolg an als wie eine knapp verpasste Chance. Die Umstände sind, wie sie sind, und wir haben trotzdem das Maximum herausgeholt, also bin ich damit zufrieden. Es fühlt sich nie wie ein Sieg an, wenn man Dritter wird. Es war sehr unglücklich, zuerst der Sturz und dann hat es auch ziemlich lange gedauert, bis ich ein neues Rad hatte."
Mads Pedersen: "Es war schön und relativ unerwartet. Etwas schade, dass ich es nicht aufs Podium geschafft habe, aber so ist das eben."
Corbin Strong: "Ich bin zufrieden und habe mich gut gefühlt. Die Teamarbeit der Jungs war großartig. Es ist immer ein Rennen gewesen, von dem ich dachte, dass es mir sehr gut liegen könnte. Ich hatte dieses Jahr wirklich viel Pech. Ich glaube, ich bin in jedem Rennen bisher entweder gestürzt, hatte einen Defekt oder bin krank geworden. Deshalb ist es richtig schön, endlich wieder in einem Finale dabei zu sein und ein Top-5-Ergebnis bei einem Monument zu holen, ist wirklich etwas Besonderes."
Mathieu van der Poel: "Es kam ein Fahrrad auf mich zu, ich konnte nicht mehr ausweichen und bin gestürzt. Vor allem meine Hand tut ein bisschen weh. Tadej ist auch gestürzt, aber er war heute wirklich stark. Am Pogio habe ich ziemlich schnell verstanden, dass ich mein eigenes Tempo fahren muss."
Matej Mohoric: "Es ist ein sehr hektisches Rennen, da gibt es natürlich Fehler. Man investiert viel Energie, um zurückzukommen. Tadej (Pogacar) hat es nach dem Sturz zurückgeschafft und trotzdem gewonnen, was schon beeindruckend ist."
Felix Großschartner: "Ich bin ein wenig sprachlos, weil er (Pogacar) in den Sturz verwickelt war und er meinte, dass er ordentlich aufs Knie gefallen ist. Aber er meinte, er wird für uns Vollgas fahren, weil wir den ganzen Tag gearbeitet haben. Es ist wirklich verrückt, ich freue mich sehr für ihn."
Mauro Gianetti: "Es ist Wahnsinn und schwer, die Emotionen in Worte zu fassen. Dieses Rennen ist so schwierig zu gewinnen, besonders nach dem Sturz. Das Team hat einen tollen Job gemacht und was Tadej gezeigt hat, ist einfach nur beeindruckend. Wir warten jeweils 365 Tage auf diesen Moment, jetzt hat es endlich geklappt, es ist so großartig."
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Kurz vor der Cipressa! Sturz-Schock um Pogacar
Quelle: Eurosport
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