Olympia 2021: Tadej Pogacar bereut trotz Bronze seinen Angriff auf dem Mikuni-Pass

Tadej Pogacar bereut nach seiner Bronze-Medaille bei den Olympischen Spielen in Tokio die Art und Weise, wie er am Samstag gefahren ist. Der Slowene startete im Anstieg zum Mikuni-Pass den ersten großen Angriff aus dem Kreis der Favoriten. "Ich sah den letzten Berg und fühlte mich unten gut, aber ich weiß eigentlich nicht, was ich dachte, als ich angriff", so der Tour-de-France-Sieger.

Tadej Pogacar holt Bronze bei Olympia

Fotocredit: Getty Images

"Ich gab mein Bestes, aber habe den Angriff schnell bereut, und gehofft, dass der Anstieg vorbei ist", gestand Pogacar nach dem Rennen.
Nach seiner Attacke am Mikuni-Pass bekam der 22-Jährige schnell wieder Gesellschaft durch den US-Amerikaner Brandon McNulty und Michael Woods aus Kanada - es kristallisierte sich die Spitzengruppe um den späteren Gold-Gewinner Richard Carapaz (Ecuador) heraus.
"Als sich die Favoritengruppe bildete, war ich sehr glücklich damit. Ich denke, dass ein Solo keine gute Idee gewesen wäre, zu hart", sagte Pogacar.
Nachdem die schwerwiegenden Anstiege geschafft waren, regnete es immer wieder Attacken aus der Spitzengruppe, auch von Pogacar. Doch als McNulty anzog, beschleunigte Carapaz und fuhr zu Olympia-Gold.
"Ich litt noch vom letzten Anstieg. Ich versuchte anzugreifen, aber es versuchte einer nach dem anderen. Es war hart in der Gruppe mitzuhalten und auf den Rädern zu bleiben", sagte der Slowene.

Pogacar dennoch überglücklich

Gold hatte für den Tour-Dominator nicht die oberste Priorität. Für Pogacar war die Hauptsache, dass er eine Medaille gewinnen konnte.
"In unserer Gruppe war mehr Interesse an einer Medaille als an Gold. Ich hatte es selbst im Hinterkopf, aber am Ende sah ich, dass es unmöglich war, weil Carapaz zu stark war", sagte er: "Ich habe mich auf den Sprint konzentriert, das Adrenalin hat mich auf die Ziellinie getrieben."
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Quelle: Eurosport

Er habe so viel gegeben und nicht gewusst, ob er "Zweiter oder Dritter war. Es ist nicht mal wichtig. Eine Medaille ist eine Medaille. Es ist unglaublich", sagte Pogacar.
Trotz einer Last-Minute-Attacke auf Wout van Aert konnte sich der diesjährige Sieger der Slowenien-Rundfahrt nicht mit Silber belohnen. Ein Fotofinish bestätigte den dritten Platz Pogacars, über den er sich dennoch gewaltig freute. "Es ist etwas, das ich nicht beschreiben kann. Ich bin super happy - super super happy", sagte der Fahrer des Rennstalls UAE Emirates.
Auch gegenüber dem slowenischen Fernsehen sagte er, dass er "sprachlos" sei und seine Emotionen nicht beschreiben könne.
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Quelle: Eurosport

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