Van der Poel schießt gegen "sogenannte Experten" - Wattzahlen im Duell mit Pogacar seien überprüft worden
Mathieu van der Poel (Alpecin-Premier Tech) hat sich vor Paris ‑ Roubaix zur Kritik an seinen Leistungsdaten, zur Rivalität mit Tadej Pogacar (UAE Team Emirates-XRG) und zur Zusammenarbeit im Finale der Flandern‑Rundfahrt geäußert. Der Titelverteidiger sprach am Donnerstag über Rekorde, Renntaktik und die Diskussion um seine veröffentlichten Wattwerte vom vergangenen Sonntag.
Highlights: Ausscheidungsfahren der Superstars in Flandern
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Mathieu van der Poel hat sich vor Paris ‑ Roubaix (So., ab 10:30 Uhr im Liveticker) in einer Pressekonferenz zu Kritik an seinen Leistungsdaten, zur Zusammenarbeit mit Tadej Pogacar und zu seiner Ausgangslage vor dem Monument geäußert.
Der 30‑jährige Niederländer kann am Sonntag Geschichte schreiben: Nach Siegen 2023, 2024 und 2025 hat Van der Poel die Möglichkeit, Paris‑Roubaix zum vierten Mal in Folge zu gewinnen. Damit würde er mit Roger De Vlaeminck (1972, 1974, 1975, 1977) und Tom Boonen (2005, 2008, 2009, 2012) gleichziehen, die den Klassiker insgesamt viermal gewonnen haben.
"Ich bin realistisch genug zu wissen, dass ich diese Serie nicht unendlich fortsetzen kann", sagte Van der Poel: "Ich werde versuchen zu gewinnen, und dann kommt ein Rekord ganz automatisch - oder eben nicht."
Im Mittelpunkt steht erneut das Duell mit Pogacar, dem nach Platz zwei im Vorjahr nur noch Paris - Roubaix in seiner Monumente-Sammlung fehlt.
Van der Poel: Pogacar zum Roubaix-Sieg "fähig"
Doch auch wenn Roubaix tückisch ist, will van der Poel den Slowenen für Sonntag auf gar keinen Fall abschreiben: "Dieses Rennen ist vielleicht etwas schwerer für ihn zu gewinnen, aber es gibt kein Rennen, von dem man sagen könnte, dass er es nicht gewinnen kann. Er braucht ein bisschen Glück, aber er hat letztes Jahr gezeigt, dass er dazu fähig ist."
Nach der Flandern‑Rundfahrt war der Niederländer indes dafür kritisiert worden, im Finale mit Pogacar zusammengearbeitet zu haben, statt dessen Angriffe energischer zu kontern - oder eben passiv zu bleiben. Diese Kritik wies er zurück. "Nicht mitzufahren, hätte nichts am Ergebnis geändert", erklärte er. Außerdem: "Nicht zu kooperieren wäre auch ein bisschen 'anti‑racing' gewesen", gab er zu bedenken: "Tadej und ich werden uns noch viele Jahre begegnen, da ist es besser, wenn man gut miteinander auskommt."
Für Diskussionen sorgten auch van der Poels zuletzt veröffentlichte Leistungsdaten, unter anderem seine Angaben über 446 Watt im Schnitt über 90 Minuten bei der E3 Saxo Classic kombiniert mit seinen Aussagen, bei der Flandern‑Rundfahrt zeitweise rund 650 Watt gefahren zu sein. Werte, die in der Radsportwelt infrage gestellt wurden.
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Van der Poel mit Roubaix-Hattrick: Seine drei Siege im Rückblick
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Van der Poel: "Wattzahlen waren korrekt"
Darauf reagierte der Roubaix-Titelverteidiger deutlich. "Sie wurden analysiert, sie waren korrekt – sonst hätte ich sie nicht geteilt", sagte der 31-Jährige: "Ich wollte nur zeigen, wie hart es war, so lange allein gegen den Wind zu fahren, weil ein paar sogenannte Experten wieder eine Meinung dazu hatten."
Zugleich erklärte er, die hohen Werte seien für ihn auch eine Bestätigung gewesen. "Für mich war es schön zu sehen, dass ich mich in diesem Alter noch verbessern kann", sagte van der Poel. Dennoch fahre er gegen jemanden "wie Tadej, der vielleicht der beste Radfahrer aller Zeiten ist. Ich mache einfach, was ich kann, um in bestmöglicher Form zu sein." Es habe sich gezeigt, dass er den Slowenen trotz Bestform nicht besiegen konnte.
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Der letzte Schliff: Pogacar und Co. trainieren auf Kopfsteinpflaster
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Für Paris ‑ Roubaix setzt er derweil auf eine bewährte Herangehensweise. "Ich werde wie immer nach Gefühl fahren und die Situation einschätzen", sagte er: "Bei Paris - Roubaix kann alles passieren. Entscheidend ist, aufmerksam zu bleiben, vorne im Feld zu sein und die Pflasterpassagen möglichst sicher zu überstehen." Ideal sei es, die entscheidenden Sektoren in einer kleinen Gruppe oder allein zu erreichen. Das Ziel bleibe aber ein Solo im Velodrom - für ihn wäre es der vierte in Folge.
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Pogacar testet auf Kopfsteinpflaster und Velodrom für Klassiker
Quelle: Eurosport
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