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Paris-Roubaix: Peter Sagan sprintet zum Sieg im Velodrom

Mit Video | Sagan stürmt zum Sieg bei Paris-Roubaix
Von SID

08/04/2018 um 17:36Aktualisiert 08/04/2018 um 18:48

Peter Sagan hat sich den Sieg bei Paris-Roubaix 2018 gesichert. Der Weltmeister vom Team Bora-hansgrohe siegte im Velodrom nach einem Sprint gegen den Schweizer Silvan Dillier (ag2r). Dritter wurde mit deutlichem Rückstand der Niederländer Niki Terpstra (Quick-Step), vor einer Woche noch Sieger der Flandern-Rundfahrt. Als bester Deutscher holte sich Nils Politt (Katusha-Alpecin) den siebten Rang.

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Video - Sprint im Velodrom: Das Finale von Paris-Roubaix

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Für Top-Favorit Sagan war es der zweite Sieg in einem der Radsport-Monumente nach der Flandern-Rundfahrt 2016. Als erster Fahrer seit dem Franzosen Bernard Hinault 1981 siegte der Slowake im Weltmeister-Trikot bei Paris-Roubaix:

"Ich bin unheimlich glücklich, ich hatte keinen Platten und keinen Sturz. Meine Teamkollegen haben riesig gearbeitet. Eigentlich fühle ich mich heute im Ziel sogar besser als die letzten Jahre, da ich vorne mein Tempo fahren konnte. Ich habe früh attackiert und konnte bis zum Ende durchziehen. Ich muss mich bei meinem ganzen Team bedanken, alle waren heute sehr stark. 50km vor dem Ziel bin ich losgefahren, das war vielleicht früh, aber dafür ist es jetzt ein unglaubliches Gefühl, diesen Sieg zu holen."
Peter Sagan und Silvan Dillier im Velodrom von Roubaix

Peter Sagan und Silvan Dillier im Velodrom von RoubaixGetty Images

Sagan hatte über 50 Kilometer vor dem Ziel die Initiative ergriffen und sich als Solist aus der Gruppe der Favoriten abgesetzt und so die Ausreißer vor ihm ein- und überholt.

Herausragend war aber auch die Vorstellung des Schweizer Meisters Dillier, der zur ersten großen Ausreißergruppe des Tages gehört hatte, sich aber dennoch auf den letzten Kopfsteinpflaster-Sektoren von Sagan nicht abhängen ließ und sich erst im Velodrom geschlagen geben musste.

Video - Sagan hängt Favoriten ab: Die entscheidende Attacke

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Schwerer Sturz überschattet Paris-Roubaix

Wie so oft gab es auf den 257 Kilometern von Compiègne nach Roubaix viele Stürze, die leider nicht alle glimpflich endeten. Der schlimmste Zwischenfall betraf den belgischen Radprofi Michael Goolaerts (Veranda's Willems-Crelan), der mit dem Helikopter ins Krankenhaus nach Lille gebracht werden musste und sich in einem ernsten Zustand befinden soll.

Der 23-Jährige Goolaerts musste nach dem Unfall auf dem zweiten Kopfsteinpflaster-Sektor Briastre offenkundig reanimiert werden, wie TV-Aufnahmen nahelegten. Die Nachrichtenagentur AFP berichtete unter Berufung auf Feuerwehrleute, dass Goolaerts bewusstlos am Straßenrand von Ersthelfern versorgt wurde. Nachrichten über seinen Gesundheitszustand ließen bei Rennende noch auf sich warten.

Degenkolb, Martin & Burghardt glänzen als Arbeiter

Die deutschen Profis hinterließen lange einen guten Eindruck und zeigten jede Menge Einsatz für ihre Teamkollegen und Kapitäne. Sowohl Degenkolb, als auch Martin, der deutsche Meister Marcus Burghardt für Sagan und auch Politt gestalteten das Rennen mit. Degenkolb aber hatte seine Kräfte für seinen belgischen Trek-Teamkollegen Jasper Stuyven (5.) verbraucht, als es in die Entscheidung ging - und Martin blieb das Pech weiter treu. Er wurde von einer Kettenreaktion in der Spitzengruppe zu Boden gerissen.

Politt wiederum war nach seinem herausragenden siebten Platz happy:

"Ich bin richtig glücklich, das ist ein Traum."

Video - Tony Martin und Alexander Kristoff stürzen

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Die 116. Roubaix-Ausgabe des größten Eintagesrennens der Welt war eine besonders zehrende. Das Tempo war vom ersten Pflaster-Sektor an hoch, zahlreiche starke Fahrer stürzten teils spektakulär und mussten aufgeben. Im gefürchteten Wald von Arenberg allerdings blieben folgenschwere Zwischenfälle aus.

Mitfavoriten nach Stürzen aus dem Rennen

Schon auf dem ersten der 29 Pavé-Abschnitte (Troisvilles) gab es einen ersten Massensturz, in den auch der Brite Geraint Thomas verwickelt war und ausscheiden musste. Gerade der Rand der mittelalterliche Feldwege aus Napoleons Zeit war noch immer glitschig und gefährlich. Auf dem Haveluy-Sektor nicht weit vor Arenberg erwischte es zwei Mitfavoriten, den Italiener Matteo Trentin und den Vorjahresdritten Sebastian Langeveld (Niederlande).

Video - Domino-Sturz auf den Pavés wird Trentin zum Verhängnis

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Degenkolb, der in Roubaix 2015 gewann, hatte keiner als Mitfavoriten auf der Rechnung, vor allem, weil er nach seiner Bronchitis im März noch nicht absolute Top-Form nachgewiesen hatte. Bei den belgischen Klassikern wurde Degenkolb immer eingangs des Finals abgehängt.

Zu Roubaix aber hat der Wahl-Hesse eine besondere Beziehung. "Es ist immer faszinierend, hier zu sein. Es ist mein Lieblingsrennen", sagte Degenkolb vor dem Start und hatte dabei ein Lächeln auf den Lippen.

Top-Favorit Sagan setzte auf die ihm eigene Lockerheit. "Die Sonne, es geht schon mal gut los", hatte er in Compiegne gesagt. Es ging für ihn dann auch gut zu Ende.

Video - Sagan schraubt in voller Fahrt: Nicht nachmachen...

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