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Paris - Tours: Démare holt sich den Sieg nach packendem Vierersprint - Bonnamour und Stuyven geschlagen
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Publiziert 10/10/2021 um 16:54 GMT+2 Uhr
Arnaud Démare (Groupama - FDJ) hat die 115. Austragung von Paris - Tours gewonnen. Der Franzose setzte sich nach 212 schweren Kilometern auf der Avenue du Grammont im Sprint einer vier Fahrer starken Spitzengruppe vor seinem Landsmann Franck Bonnamour (B&B Hotels p/b KTM) und dem Belgier Jasper Stuyven (Trek - Segafredo) durch. Rang vier ging an Stan Dewulf, ebenfalls aus Belgien (AG2R Citroen).
Vierkampf um den Sieg: Démare zieht's durch
Quelle: Eurosport
Seit auf den Tag genau vier Monaten sieglos - für einen Sprint ist das eine Ewigkeiten. Und auch im letzten Saisonrennen bei Paris - Tours (1.Pro) sah es für Arnaud Démare (Groupama - FDJ) lange Zeit nicht nach einem Sieg aus. Doch der Franzose gab nicht auf, attackierte im Finale, das durch die Weinberbe führte, gemeinsam mit Jasper Stuyven (Trek - Segafredo), fuhr gemeinsam mit dem Belgier 300 Meter vor dem Ziel noch das Spitzenduo Franck Bonnamour (B&B Hotels p/b KTM) und Stan Dewulf (AG2R Citroen) auf und entschied noch den direkt anschließenden Sprint für sich.
In diesem setzte sich Démare vor Landsmann Bonnamour und Stuyven durch, Dewulf wurde Vierter. Den Sprint der Verfolger mit 40 Sekunden Rückstand entschied Danny van Poppel (Intermarché - Wanty Gobert) zu seinen Gunsten.
"Es war eine wirklich schwierige Saison für mich. Jetzt mit einem Sieg bei Paris-Tours in die Winterpause zu gehen, das ist jetzt eine tolle Sache für mich. Ich habe nie aufgegeben, immer meine Ziele weiterverfolgt, auch nach dem Aus bei der Tour de France. Ich war danach ein paar Mal nahe dran, heute hat es geklappt. Ich bin glücklich, mein Teamchef Marc Madiot ist glücklich, meine Eltern sich glücklich. Was will man mehr", so Démare im Siegerinterview.
Der Franzose war zuvoer 2013 bei Paris - Tours Dritter gewesen, drei Jahre später wurde er Zweiter und nun gelang ihm der große Coup, der einiges an Arbeit abverlangt hatte. "Die Lücke am Ende zu schließen war sehr hart, wir sind zwar immer näher gekommen, aber uns ging auch ein bisschen die Distanz zum Ziel aus. Am Ende hat es geklappt, ich bin dann einen sehr langen Sprint gefahren, weil ich dachte, dass die anderen auch müde sind", fügte er an.
So lief das Rennen:
Wenige Kilometer nach dem Start hatten sich Julien Duval (AG2R Citroen), Gijs Leemreize (Jumbo – Visma) und Rune Herregodts (Sport Vlaanderen) vom Feld abgesetzt und sich einen Maximalvorsprung von acht Minuten herausgefahren. Doch zur Halbzeit des Rennens war dieser bereits wieder halbiert worden, da es im Peloton auf die Windkante ging, der schon viele Fahrer zum Opfer fielen.
In den nächsten Kilometern war das Tempo im immer kleiner werdenden Feld so hoch, dass die Ausreißer bereits 85 Kilometer vor dem Ziel von einer 30 Fahrer starken Gruppe gestellt waren. Auf den letzten 50 Kilometern, als es über zahlreiche Schotterpassagen und Anstiege in den Weinbergen ging, zerfiel das Peloton auch aufgrund von Defekten und Stürzen weiter, betroffen waren unter anderem die Mitfavoriten Christophe Laporte (Cofidis) und Greg Van Avermaet (AG2R Citroen).
40 Kilometer vor dem Ziel hatten sich Frederik Frison (Lotto Soudal), Dewulf und Bonnamour nach vorne abgesetzt und sich einen Vorsprung von 45 Sekunden herausgefahren, während Titelverteidiger Casper Pedersen (DSM) aus der Verfolgergruppe zurückfiel. Auf Initiative von Valentin Madouas (Groupama – FDJ) bildete sich schließlich eine kleine Verfolgergruppe um seine Teamkollegen Demare, Stefan Küng sowie Bob Jungels (AG2R Citroen) und Stuyven. Das Spitzentrio konnte zunächst aber noch seinen Vorsprung behalten, allerdings hatte Frison im letzten Schottersektor Defekt und fiel zurück.
Dahinter hatten sich Démare und Stuyven in der letzten Steigung des Tages aus einer Verfolgergruppe gelöst, sich auf die Verfolgung des Spitzenduos gemacht und sich sieben Kilometer vor dem Ziel bis auf 14 Sekunden angenähert. Meter um Meter kam das Duo näher und schloss schließlich 350 Meter vor dem Ziel auf. Démare übernahm direkt die Spitzenposition und fuhr einen langen Sprint, der zum Sieg reichte.
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