Radsportverband UCI ändert Regeln und verhängt Strafen bei Jubel: Unfallrisiko bei Massensprints soll gesenkt werden

Bei Massensprints kann es im Radsport immer wieder zu teils heftigen Stürzen kommen. Diesen will der Weltverband Union Cycliste Internationale (UCI) entgegenwirken. Um die Sicherheit zu erhöhen, wird in Zukunft eine Anti-Jubel-Regelung eingeführt. Die Strafen können hierbei variieren und gehen von Verwarnungen durch Gelbe Karten über Punktabzüge bis hin zu einer Geldbuße von 500 Schweizer Franken.

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Quelle: Eurosport

Bei einem Massensprint ist das Risiko eines Sturzes erhöht, besonders wenn die Aufmerksamkeit der Fahrer schwindet, weil ein Teamkamerad als Erster ins Ziel kommen und man für den Kollegen mitjubelt. Das ist in Zukunft verboten. So kann die UCI Strafen verhängen, wenn sich ein noch im Rennen befindlicher Fahrer jubelt oder sogar nur den Lenker loslässt. Auch Anfeuerungsrufe und Funksprüche sind verboten.
Wer das trotzdem tut, muss mit einer Strafe zwischen 100 und 500 Schweizer Franken rechnen. Auch Gelbe Karten und ein möglicherweise daraus resultierender Rennausschluss bei mehreren Verstößen können die Folgen sein. Für jubelnde Sieger selbst gilt diese Regel nicht.

Regeländerung: Vorfall bei Vuelta als Grund

Bei der Vuelta a España im September 2024 kam es zu genau einem solchen Vorfall. Als sich bei der 17. Etappe im Massensprint der Australier Kaden Groves durchsetzte (s. Video unten), jubelte sein Kollege von Alpecin-Deceunick, Edward Planckaert, mit über den Sieg seines Kameraden.
Dabei bremste der Belgier ab und fuhr einen kleinen Schlenker, sodass sein Landsmann Victor Campenaerts minimal von seiner Linie abweichen musste - bei nassem Untergrund ein gefährliches Unterfangen.
Zu einem Unfall kam es nicht, dennoch bewegte dieser Vorfall die UCI zu einem Umdenken bei den Regularien. Damals wurde Planckaerts Verhalten bereits mit einer Gelben Karte geahndet.
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Quelle: Eurosport


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