Red-Bull-Bora-Hansgrohe-Chef Ralph Denk glaubt nicht an Vuelta a España für Lennard Kämna nach Trainings-Sturz

Lennard Kämna sitzt nach seinem schweren Trainingssturz Anfang April wieder auf dem Rad. Der Chef seines Teams Red Bull-Bora-hansgrohe geht aber nicht davon aus, dass der 27-Jährige in diesem Jahr bereit für eine Grand Tour ist. Die Vuelta a España startet am 17. August in Lissabon. Das Ziel solle sein, dass Kämna wieder Rennen fahren kann - und seinen Vertrag verlängert.

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Quelle: Eurosport

"Bei einer dreiwöchigen Rundfahrt sehe ich Lennard eher nicht nach dem verpassten Training und den verpassten Rennen", sagte Denk der "dpa" im Rahmen der Vorstellung des neuen Team-Sponsors. "Ich würde mich freuen, wenn wir dieses Jahr wieder einen Einstieg schaffen."
Im April kollidierte Kämna bei einer Trainingsfahrt mit einem Auto und zog sich schwere Verletzungen zu, unter anderem eine Lungenprellung, ein Thoraxtrauma und mehrere Rippenbrüche.
"Es läuft in der Reha ganz gut", sagte Denk. "Er ist im Performance Center von Red Bull. Wir hoffen, dass er im Herbst Rennen fahren kann."
Die vergangene Saison war die erfolgreichste in Kämnas Karriere. Beim Giro d'Italia wurde er Neunter in der Gesamtwertung, bei der Spanien-Rundfahrt gelang ihm ein Etappensieg. Damit zählt er zum Kreis derer, die eine Etappe bei jeder Grand Tour gewinnen konnten.

Kämna soll verlängern - Schachmann vor dem Wechsel?

Es ist daher nicht verwunderlich, dass Denk mit dem talentierten Rundfahrer verlängern möchte: "Er hat viel für das Team getan. Uns ist bewusst, dass Lennard ein Rennfahrer ist, der für andere Mannschaften interessant sein könnte. Ich würde mich freuen, wenn er sich für uns entscheidet. Er sieht ja auch, dass wir All-in gehen und ihn bei den Reha-Maßnahmen unterstützen."
Für einen anderen deutschen Fahrer im Team stehen die Chancen laut Denk schlechter: Maximilian Schachmann. Er deutete zuletzt beim Giro eine Formsteigerung an, lag aber in den vergangenen beiden Jahren aus gesundheitlichen Gründen hinter seinen Möglichkeiten zurück.
"Prinzipiell habe ich die Haltung, wenn ein Rennfahrer dieses Niveau mal hatte und dementsprechend bezahlt wird, ist es für mich eigentlich keine Option, ihn in der Mannschaft zu behalten und das Gehalt zu reduzieren", sagte Denk. "Das haben wir noch nie gemacht." Schachmanns beste Möglichkeit wäre es, in diesem Jahr noch einige Rennen zu gewinnen.
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