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Red Bull vor Einstieg bei Bora-hansgrohe - was die Übernahme von Mehrheitsanteilen für das Team bedeutet
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Publiziert 04/01/2024 um 18:05 GMT+1 Uhr
Die Mehrheitsübernahme durch Red Bull könnte den deutschen Radrennstall Bora-hansgrohe zum Spitzenteam machen. Der Blick auf andere Sportarten lässt große Ambitionen erwarten. Schließlich dominiert der Rennstall des Getränkeherstellers, Red Bull Racing, in der Formel 1 mit dreimaligen Weltmeister Max Verstappen das Geschehen. Ein Großangriff auf die Tour de France scheint realistisch.
Lennard Kämna - Bora-hansgrohe
Fotocredit: Getty Images
Es begann mit einer unscheinbaren Mitteilung, fast versteckt auf der Website der österreichischen Bundeswettbewerbsbehörde. Bora-hansgrohe, war dort zu lesen, stehe vor einer Mehrheitsübernahme durch Red Bull.
Als die Meldung schließlich in die Radsportwelt durchsickerte, löste sie dort gewaltige Turbulenzen aus - denn in der Weltspitze kristallisiert sich ein neuer Player heraus.
Deutschlands bestes Radteam bestätigte die angestrebte Partnerschaft wenig später. Red Bull werde "das Portfolio der bestehenden langjährigen Hauptsponsoren ergänzen, die sich weiterhin langfristig im Team engagieren", hieß es in einer nüchtern formulierten Pressemitteilung.
Konkreter: Der Energydrink-Hersteller will 51 Prozent der vom Bora-hansgrohe-Teamchef Ralph Denk geführten RD pro cycling GmbH & Co. KG sowie der RD Beteiligungs GmbH übernehmen.
Bora-Teamchef Denk schweigt
Denk selbst war auf "SID"-Anfrage (noch) nicht zu einer Auskunft bereit. Es ist aber durchaus wahrscheinlich, dass der Deal, der zuvor kartellrechtlich geprüft wird, in den kommenden Wochen über die Bühne geht. Und bei Bora-hansgrohe, oder wie das Team zukünftig auch immer heißen mag, eine neue Ära anbricht.
Bislang verkörperte der Raublinger Rennstall erweiterte Weltspitze, auf die absoluten Topteams um die Dominatoren von Jumbo-Visma (heute Visma-Lease a Bike) fehlten meist ein paar Radlängen.
Mit Highlights wie Grand-Tour-Etappensiegen oder dem Giro-Triumph von Jai Hindley allein wird man sich zukünftig wohl nicht mehr zufrieden geben.
Der Blick auf andere Sportarten, in denen Sponsoring-Riese einstieg, lässt erahnen, dass Red Bull auch im Radsport nach ganz oben strebt. Zweite Plätze sind in der Welt des Milliardenkonzerns nicht vorgesehen.
Red Bull dominiert Formel 1
In der Formel 1 beispielsweise ist Red Bull Racing seit Jahren das dominierende Team, verfügt über das beste Auto und in Max Verstappen den talentiertesten Fahrer. Im deutschen Fußball stellte sich ebenfalls schnell Erfolg ein: Zwei Pokalsiege feierte das Leipziger Werksteam in seiner jungen Vereinshistorie, weitere Titel sollen in den kommenden Jahren folgen.
Wie sich das nun verstärkte Engagement im Radsport konkret auswirken wird, bleibt abzuwarten - spekulieren aber lässt sich schon jetzt vortrefflich. Vorstellbar wäre durch den erheblichen finanziellen Fortschritt zum Beispiel eine Verpflichtung des belgischen Superstars Wout van Aert.
Der Klassikerspezialist und wohl weltbeste Allrounder von Visma-Lease a Bike steht bereits als Individualathlet bei Red Bull unter Vertrag - ein Bemühen um den noch bis 2026 an Visma gebundenen van Aert wäre eine logische Konsequenz der neuen Radsport-Ehe.
Bora und Roglic nehmen Tour-Sieg ins Visier
Beim Team der deutschen Spitzenfahrer Lennard Kämna und Emanuel Buchmann waren die Ambitionen bereits vor der geplanten Red-Bull-Übernahme merklich gestiegen. Es sei "ein Meilenstein" hatte Teamchef Denk im Oktober geschwärmt, als er die Verpflichtung von Primoz Roglic (34) verkündete.
Mit dem slowenischen Giro-Sieger will Bora-hansgrohe dieses Jahr den Sieg bei der Tour de France attackieren. Eine Partnerschaft mit Red Bull dürfte bei solch hohen Zielen nicht schaden.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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