Ronde van Brugge: Bekannter Klimaaktivist löst Sturz um Juan Sebastian Molano aus - Veranstalter erstattet Anzeige
VonJan Zesewitz
Publiziert 26/03/2026 um 12:23 GMT+1 Uhr
Die Ronde Van Brugge war aufgrund von starken Winden und zahlreichen Stürzen turbulent und chaotisch - hinzukam ein Aktivist, der die Strecke auf dem einzigen Kopfsteinpflasterabschnitt des Rennens blockierte und indirekt einen Sturz auslöste, in den unter anderem Vorjahressieger Juan Sebastian Molano verstrickt war. Der Veranstalter erstattete nun Anzeige, der Aktivist ist in Flandern bekannt.
Gefährlicher Zwischenfall - Demonstrant kommt Peloton in Quere
Quelle: Eurosport
"Kinder sterben durch die Klimakrise in 3... 2... 1...", stand auf dem Shirt des Klimaaktivisten, der vor dem heranrauschenden Peloton aufstand und auf die Seite ging. Begleitmotorräder versuchten, den Mann zu stellen, in dieser undurchsichtigen Situation stürzte unter anderem Molano, der danach sehr aufgeregt auf die Rennkommissäre einredete.
"Molano wusste selbst nicht so gut, was passiert war. Plötzlich hatte das Motorrad angehalten”, blickte Fabio Baldato, der Sportliche Leiter bei UAE, am "Sporza"-Mikrofon auf die Szene zurück. Der Motorradfahrer rief gleich entschuldigend, dass da ein Zuschauer auf der Strecke gestanden hatte.
Laut "Wielerflits" handelte es sich um einen Aktivisten, der in Flandern seit Jahren mit seinen Protestaktionen auffällt. Er beschmierte das Rathaus von Brügge und beklebte das bekannte Vermeer-Gemälde "Das Mädchen mit dem Perlenohrring".
Auch im Radsport wurde er schon auffällig: 2022 überquerte er hinter der Spitzengruppe zu Fuß die Ziellinie bei der Flandern-Rundfahrt - inklusive einer ähnlichen Botschaft wie bei der Ronde Van Brugge.
Aktivist war für zwölf Stunden in Gewahrsam
"Indem er sich mitten auf die Straße vor das herannahende Peloton setzte, brachte er die Fahrer in große Gefahr", sagte der Veranstalter gegenüber "WielerFlits" in einer Begründung der Anzeige. "Dass der Schaden durch den Sturz offenbar gering ist, ist zwar ein Glück im Unglück, ändert aber nichts an der unüberlegten Aktion, die in einem Rennen nichts zu suchen hat."
Die Polizei führte den 48-Jährigen später ab und hielt ihn laut "Sporza"-Informationen für zwölf Stunden in Gewahrsam.
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Quelle: Eurosport
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