Kristoff hat seine Serie nun auf vier Siege in Folge ausgebaut und steigt damit zum alleinigen Rekordsieger des Frankfurter Rennens vor Erik Zabel auf.
"Ich habe mich nicht wirklich gut gefühlt. Zum Glück haben wir die Ausreißer noch rechtzeitig eingefangen", sagte Kristoff im hr-fernsehen.
Den letzten deutschen Sieg hatte der Wahl-Frankfurter John Degenkolb 2011 gefeiert. Der 29-Jährige musste in diesem Jahr allerdings wegen seiner hartnäckigen Knieverletzung passen und kommentierte das Rennen im Fernsehen.
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Auch Tony Martin, der in Eschborn aufgewachsen ist, fehlte aufgrund seines Starts beim Giro d'Italia. Andre Greipel verzichtete sechs Wochen nach seinem Schlüsselbeinbruch kurzfristig auf den geplanten Start.
Rick Zabel strampelte mit schmerzverzerrtem Gesicht durch den Taunus, sein Oberkörper schaukelte heftig hin und her. Den größten Hoffnungsträger auf den ersehnten ersten Heimsieg seit sieben Jahren verließen beim Rad-Klassiker "Eschborn-Frankfurt" viel zu früh die Kräfte - auch deshalb krönte sich Kristoff mit seinem vierten Erfolg nacheinander zum alleinigen Rekordchampion.
Denn eigentlich war Zabel als Kapitän des Teams Katusha-Alpecin der ärgste Rivale von Kristoff gewesen, nicht zuletzt wegen seines zweiten Rangs im Vorjahr (s. Video unterhalb). Am Dienstag musste der 24-Jährige allerdings schon 60km vor dem Ziel abreißen lassen, der Weg für Kristoff war frei - und er muss sich den Rekord nun nicht mehr mit dem dreimaligen Frankfurt-Champion Erik Zabel teilen.

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Einer von denen, die ihr Heil in der Flucht suchten, war Emanuel Buchmann. "Es ist leider nicht jeder Vollgas gefahren. Zehn Sekunden mehr hätten vielleicht gereicht. Schade, dass es nicht geklappt hat", sagte der Bergspezialist vom Team Bora-hansgrohe, der das Rennen als bester Deutscher auf dem 18. Rang beendete.
Letzter deutscher Sieger bleibt damit bis auf Weiteres der Wahl-Frankfurter John Degenkolb, der 2011 triumphiert hatte. Der 29-Jährige musste in diesem Jahr allerdings wegen seiner hartnäckigen Knieverletzung passen. Auch Zeitfahrspezialist Tony Martin, der in Eschborn aufgewachsen ist, fehlte aufgrund seines Starts beim bevorstehenden Giro d'Italia (4. bis 27. Mai - live bei Eurosport).
Topsprinter Andre Greipel, der sechs Wochen nach seinem Schlüsselbeinbruch in Frankfurt sein Comeback hatte feiern wollen, verzichtete kurzfristig. Für Marcel Kittel (Arnstadt), mit 14 Erfolgen bei der Tour de France dekoriert, war das Rennen schlichtweg zu schwierig.
Denn die Strecke hatte es in diesem Jahr in sich, Seriensieger Kristoff blickte ebenso ehrfürchtig auf die neue Kursführung mit insgesamt zehn knackigen Anstiegen wie Zabel. "Wenn es Fahrer gibt, die das Rennen zum Explodieren bringen wollen, dann wird das für uns Sprinter sehr schwer", hatte Zabel vor dem Start gesagt.
Zunächst verlief der Klassiker allerdings ruhig, die ersten Kilometer durch die Hochhausschluchten am Main boten wegen der engen Kursführung nahezu keine Gelegenheit für Erfolg versprechende Fluchtversuche. Nach knapp 30 Kilometern allerdings, als das Fahrerfeld die Stadt in Richtung Taunus verließ, setzte sich ein kleines Grüppchen aus sieben Fahrern vom Peloton ab.
Knapp fünf Minuten betrug zwischenzeitlich der Vorsprung der Ausreißer, der ab der Überquerung des langen Feldbergs zunächst langsam schrumpfte. Als der "Mammolshainer Stich", ein kurzer Anstieg mit bis zu 23 Prozent Steigung, das zweite Mal in Angriff genommen und das Tempo erhöht wurde, verringerte sich der Vorsprung der Ausreißer rasant. Aber viel wichtiger: Im Hauptfeld verlor Zabel erstmals den Anschluss zur Spitze. Er kämpfte sich wenig später zwar wieder heran - und musste beim dritten Mal am "Mammolshainer" endgültig den Traum vom Sieg begraben.

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