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Schelde-Preis 2026: Tim Merlier sprintet in Schoten zum Hattrick und wandelt auf Marcel Kittels Spuren
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Update 08/04/2026 um 19:12 GMT+2 Uhr
Tim Merlier (Soudal Quick-Step) hat zum dritten Mal in Folge den Scheldepreis gewonnen. Der 32-Jährige, der nach langer Verletzungspause erst sein zweites Saisonrennen bestritt, setzte sich bei der 114. Ausgabe des Sprintklassikers über 205,2 Kilometer zwischen Terneuzen und Schoten deutlich vor dem Tschechen Pavel Bittner (Picnic-PostNL) und dem Franzosen Emilien Jeannière (TotalEnergies) durch.
Philipsen geschlagen: Merlier gewinnt Sprint beim Schelde-Preis
Quelle: Eurosport
Nachdem er sich in den beiden Jahren jeweils seinem Landsmann Merlier hatte geschlagen geben müssen, reichte es diesmal für Jasper Philipsen (Alpecin-Premier Tech) nur zum achten Platz, nachdem ihn sein Team zu früh lanciert hatte.
Noch schlechter erging es Red-Bull-Kapitän Jordi Meeus, der nicht über den 14. Platz hinaus kam, eine Position dahinter landete Pascal Ackermann (Jayco-AlUla) als bester deutscher Profi auf Rang 15.
"Es fühlt sich natürlich sehr gut an, besonders nach den Problemen im Winter und in den letzten Monaten. Ich bin mit einigen Fragezeichen in das Rennen gestartet und hatte nicht das Gefühl, meinen besten Tag zu erwischen”, sagte Merlier im Flash-Interview, in dem es aufgrund von Stürzen zunächst nicht nach einem weiteren Coup des Soudal-Kapitäns ausgesehen hatte.
”Auf der letzten Runde sind sie dann gestürzt und ich konnte erstaunlicherweise außen herumfahren. Ich dachte, ich hätte nichts mehr für den Sprint übrig", gestand Merlier ein.
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Highlights: Favoriten stürzen - Merlier feiert Hattrick
Quelle: Eurosport
Merlier auf Kittels Spuren
"Auf dem letzten Kilometer war ich dann aber perfekt positioniert. Kurz wurde ich eingeklemmt, habe aber wieder eine Lücke gefunden. Da dachte ich mir, jetzt muss ich losfahren. Ich glaube, ab etwa 250 Metern, genau wie ich es geplant hatte. Ich fahre immer gern einen längeren Sprint. Es gab etwas Gegenwind. Ich wusste aber, dass es, wenn ich mein Tempo erreicht habe, schwierig ist, mich zu überholen. Auch wenn ich nicht in Topform bin, war es möglich heute zu gewinnen”, schilderte er das packende Finale, in dem er von fünfter Position aus zu seinem dritten Scheldepreis-Sieg in Serie sprintete - das war vor ihm nur Marcel Kittel gelungen.
Bei bestem Frühlingswetter mit sonnigen 22 Grad ließ das Feld auf brettebenem Terrain eine sechsköpfige Spitzengruppe um den US-Amerikaner Robin Carpenter (Modern Adventure) Mehr als rund zweieinhalb Minuten an Vorsprung gestanden die Sprinterteams den Ausreißern aber nicht zu.
Eingangs des dreimal zu befahrenden Rundkurses von knapp 17 Kilometern war davon weniger als eine Minute übrig. Knapp 40 Kilometer vor dem Ziel schüttelten Carpenter, Bram Dissel (Beat CC) und Jonah Killy (Tarteletto-Isorex) ihre drei Begleiter ab und nahmen die vorletzte Runde 45 Sekunden vor dem Feld in Angriff.
Stürze nehmen Mitfavoriten aus dem Rennen
Die Sprinterteams hielten das Trio an der kurzen Leine und hatten den Rückstand eingangs der Schlussrunde nochmals halbiert. Danach verteidigten die Ausreißer ihren Vorsprung, ehe neun Kilometer vor dem Ziel ein Sturz, bei dem auch Tim Torn Teutenberg (Lidl-Trek) und Milan Fretin (Cofidis) zu Boden gingen, das Feld auseinander riss.
Nur einen Kilometer später krachte es wieder, wobei diesmal Mitfavorit Dylan Groenewegen (Unibet-Rose Rockets) sowie Pascal Ackermanns Anfahrer Luka Mezgec zu Boden gingen und Phil Bauhaus (Bahrain Victorious) aufgehalten wurde.
Die Spitzengruppe konnte vom Chaos hinter ihr aber nicht profitieren und wurde vier Kilometer vor dem Ziel gestellt. Gut zwei Kilometer später zog Alpecin – Premier Tech an die Spitze, ließ sich dort aber von Max Walscheid (Lidl-Trek) überraschen, der den Sprint mit Philipsen und Meeus hinter anzog. Doch dann schoss wie aus dem Nichts Merlier nach vorne und machte in Schoten den Sprinter-Hattrick perfekt.
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Quelle: Eurosport
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