Strade Bianche 2026 - Tom Pidcocks Reaktion auf Tadej Pogacars Dominanz spricht Bände: "Hat keinen Spaß gemacht"

Tadej Pogacar hat die Konkurrenz bei der Strade Bianche vor wenigen Tagen mit seinem Solo-Sieg einmal mehr vorgeführt und ein erstes dickes Ausrufezeichen gesetzt. Tom Pidcock, vor drei Jahren selbst Gewinner des Eintagesrennens in der Toskana, zeigte sich im Anschluss niedergeschlagen ob der Dominanz des Slowenen - im Interview ließ der Brite mit seinen Worten tief blicken.

Highlights: Nächste Pogacar-Show auf den Schotterpisten der Toskana

Quelle: Eurosport

"Ihnen ist die Enttäuschung anzusehen", begann die anwesende Reporterin ihr Interview mit Tom Pidcock (Pinarello – Q36.5), der die Strade Bianche (1.UWT) gerade als Siebter beendet hatte. Und tatsächlich sah der Brite aus wie das Leiden Christi – und das nicht nur, weil er sich gerade 4:47:29 Stunden im Rennsattel gequält hatte. Defätismus machte sich in seinem Gesicht breit.
"Man spürt eine gewisse Müdigkeit bei allen. Wenn UAE so fährt, kann man nicht viel dagegen unternehmen", erklärte der Mountainbike-Olympiasieger von Tokio und Paris. Die Mannschaft von Überflieger Tadej Pogacar hatte das Rennen kontrolliert, der Weltranglistenerste hatte nach maßgeschneiderter Vorarbeit von Jan Christen quasi auf Ansage auf Sektor 7, dem Monte Sante Marie, unwiderstehlich angegriffen. 
Pidcock selbst schien zunächst sogar die besten Karten zu haben, um dem Slowenen folgen zu können. Doch dieser Eindruck hielt nicht lange. "Meine Kette ist dort zweimal heruntergefallen, das hat mir das Momentum genommen. Aber ich hätte mit Tadej sowieso nicht mithalten können", gab er zu. Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM) blieb noch einige Zeit auf Tuchfüllung mit dem UAE-Superstar, musste aber kurz vor Ende des Sektors auch zurückschalten. Pogacar hatte zum langen Solo angesetzt, zum dritten Mal in Folge bei der Strade.
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Tadej Pogacar.

Fotocredit: Getty Images

"Es ist schwierig, in der Gruppe dahinter zu sein und zu wissen, dass das Rennen gelaufen ist. Man kann natürlich sagen, so sind die Rennen jetzt. Normalerweise läuft es aber nicht so, wenn ein Fahrer vorne weg ist. Es hat wirklich keinen Spaß gemacht", sagte Pidcock, der am Ende Siebter wurde.

Pidcocks Worte lassen tief blicken

Pidcocks Worte sprachen hinsichtlich der Dominanz Pogacars Bände, wirkten beinahe resignierend - und das zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison, die mit beispielsweise Mailand-Sanremo, der Flandern-Rundfahrt und dem Kopfstein-Klassiker Paris-Roubaix (allesamt live bei Eurosport und im Stream bei HBO Max) in den kommenden Wochen etliche Highlights bereithält.
Dass ein Weltklasse-Fahrer wie er, der selbst mit Erfolgen bei der Strade 2023, beim Amstel Gold Race 2024, Olympiasiegen und WM-Titeln im Mountainbiken aufwartet, bereits das metaphorische Handtuch zu schmeißen droht und vor Pogacars Fabel-Darbietungen kapituliert, verheißt für die Fans, die sich mit Blick auf den Frühling und Sommer Spannung versprechen, nichts Gutes.
Wer, wenn nicht Pidcock, ein potenzieller Pogacar-Konkurrent, kann schon einschätzen, wohin die Reise geht? Pogacar - das hat seine Leistung auf den weißen Straßen gezeigt - wird auch das Jahr 2026 nach Belieben dominieren, sofern er fit bleibt.
Für seine Rivalen geht es offenkundig also nur noch darum, "Best of the rest" zu werden.
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Pogacar nach Sieg: "Die Jungen pushen mich an meine Grenzen"

Quelle: Eurosport

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