Strade Bianche - Superstars im Duell auf Schotterpisten: Tadej Pogacar und Julian Alaphilippe greifen an

Mit Strade Bianche steht am Samstag die Jagd auf den weißen Schotterstraßen der Toskana und das erste ganz große Radsport-Highlight der Saison 2022 an. Das italienische Eintagesrennen hat es geschafft, sich seit seiner Premiere 2007 den Ruf als eines der prestigeträchtigsten Events überhauot zu erarbeiten. Die Besetzung ist exzellent und die Liste der Favoriten lang - Eurosport überträgt live!

‘Fireworks have begun!’ – Strade Bianche and the mythical white gravel is coming…

Quelle: Eurosport

Das Streckenprofil der 184 Kilometer rund um Siena sorgt dafür, dass hier Fahrer unterschiedlicher Kategorien gleichermaßen um den Sieg kämpfen. Hier können Klassiker-Asse genauso zuschlagen wie Grand-Tour-Kletterer.
In diesem Jahr aber scheint das Übergewicht auf der Favoritenliste ein wenig in Richtung der Bergfahrer auszuschlagen. Denn in Abwesenheit von Titelverteidiger Mathieu van der Poel (Alpecin – Fenix) und dem 2020 erfolgreichen Wout Van Aert (Jumbo – Visma) stehen Tour de France-Sieger Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) und Weltmeister Julian Alaphilippe (Quick-Step – Alpha Vinyl), der 2019 in Siena triumphierte, besonders hoch im Kurs.
Doch die Liste der Siegkandidaten bleibt sehr lang: Der 2018 siegreiche Tiesj Benoot (Jumbo – Visma) beispielsweise ist genauso zu beachten wie der inzwischen 41-jährige und in diesem Winter schon sehr starke Alejandro Valverde (Movistar) oder beispielsweise Matej Mohoric (Bahrain Victorious) und Gianni Moscon (Astana Qazaqstan) sowie natürlich Cross-Weltmeister Tom Pidcock (Ineos Grenadiers).
Spannend wird sein, wie sich Bora – hansgrohe-Neuzugang Sergio Higuita schlägt, der hier bei einem Rennen debütiert, das ihm liegen sollte. Und aus deutscher Sicht liegt der Fokus natürlich auf dem

Strade Bianche mit 11 Schottersektoren

An der Strecke hat sich in der Toskana seit 2018 nichts verändert: Elf Schottersektoren, die sogenannten "Settore Sterrato" stehen auf dem Programm und umfassen insgesamt 63 Kilometer auf dem losen Untergrund – rund ein Drittel der Gesamtdistanz. Dabei teilt sich das Rennen in vier Teile auf: Zunächst geht es in der ersten Rennhälfte darum, sich entweder in die Spitzengruppe zu begeben oder im Feld von allen Stürzen und Defekten verschont zu bleiben.
Auf dem Weg zurück gen Norden wird es dann hektischer, weil nach 111 Kilometern der siebte Schotter-Sektor namens San Martino in Grania beginnt. Er ist 9,5 Kilometer lang und wird nach einer acht Kilometer langen Abfahrt sofort vom achten Sektor namens Monte Sante Marie gefolgt, der 11,5 Kilometer lang ist.
Dieser zweite Rennabschnitt läutet Jahr für Jahr das Finale ein, weil hier die ersten richtigen Selektionen im Feld stattfinden, das sich weit in die Länge zieht und dann unweigerlich in mehrere Gruppen zerreißt. Anschließend folgt ein knapp 20 Kilometer langes, welliges Asphaltstück, auf dem sich die vorderen Gruppen zunächst orientieren und dann schnell klar ist: Nur wer jetzt noch im ersten Feld sitzt, der kann am Ende um den Sieg fahren.
Bei Kilometer 160 beginnt der nur 800 Meter lange, dafür aber sehr steile drittletzte Sektor namens Monteaperti, auf den sechs Kilometer später der 2,4 Kilometer lange Colle Pinzuto-Sektor folgt und weitere sechs Kilometer später 'Le Tolfe' mit 1,1 Kilometern Länge und bis zu 18 Steigungsprozenten. Diese drei Schotter-Sektoren laden zum Attackieren ein und werden – quasi als dritter Rennabschnitt - die Vorentscheidung herbeiführen, bevor dann das Finale ohne Schotter aber nochmal mit einer heftigen Steigung aufwartet:
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Star-Trio macht Sieg unter sich aus: Die Highlights der Strade Bianche

Quelle: Eurosport

Strade Bianche: Schlussrampe in Siena

In Siena angekommen geht es auf dem Schlusskilometer noch eine knapp 500 Meter lange und bis zu 16 Prozent steile Rampe hinauf, in der Jahr für Jahr die Entscheidung fällt: Für die Via Santa Caterina hinein in die Altstadt braucht man noch Reserven, um dort den letzten Antritt zu setzen, oben als erstes um die 90-Grad-Kurve auf die winkligen letzten 500 Meter hin zum Piazza del Campo abzubiegen und dem Sieg entgegenfahren zu können.
Eine nicht zu unterschätzende Nebenrolle spielt bei Strade Bianche grundsätzlich die Witterung. Regnet es in der Toskana viel, macht das die Schotterstraßen tiefer und matschig. Regnet es wenig, wird es auf den Sektoren extrem staubig – wie etwa bei der Sommer-Edition im August des ersten Corona-Jahres 2020 bei 35 Grad. Am Samstag soll es trocken und sonnig sein, bei knapp zehn Grad. Und auch wenn es am Freitag zu leichten Regenfällen kommen könnte, sollten die Bedingungen dafür, dass das 'heimliche Monument' wieder ein monumentales Spektakel wird, gut sein.
Die elf Schottersektoren:
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"Er schaut friedlich": Hund mischt Strade Bianche auf

Quelle: Eurosport

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‘Fireworks have begun!’ – Strade Bianche and the mythical white gravel is coming…

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