Tadej Pogacar ist "enttäuscht" und "sprachlos": Seine Verlobte darf trotz Meistertiteln nicht zu Olympia in Paris

Tadej Pogacar wird für Slowenien bei den Olympischen Spielen in Paris versuchen, die Gold-Medaille im Straßenrennen zu erringen. Am liebsten hätte der 25-Jährige dabei auch seine Verlobte Urska Zigart nicht nur an seiner Seite gehabt, sondern einen Tag nach dem eigenen Rennen auch als Athletin unterstützt. Dass die slowenische Meisterin vom NOK nicht nominiert wurde, versteht er nicht.

Urska Zigart und Tadej Pogacar am Ende des Giro d'Italia 2024.

Fotocredit: Getty Images

"Wow, so enttäuscht, dass Urska Zigart, doppelte Landesmeisterin und beste WorldTour-Fahrerin Sloweniens, nicht für die Olympischen Spiele nominiert wurde. Ich bin sprachlos", schrieb Pogacar in seiner Instagram Story und repostete dann auch ein Statement der Management-Agentur A&J All Sports von Alex Carera, die sowohl ihn als auch Zigart vertritt, mit den Worten "so wahr, so wahr":
"Die slowenische Radsportschule ist unter den besten der Welt mit vielen Champions wie Tadej (Pogacar), Primoz (Roglic), Matej (Mohoric), Domen (Novak), (Jan) Tratnik, Luka (Mezgec) und so weiter, und auch mit jungen Talenten wie (Jakob) Omrzel, (Gal) Glivar und (Erazem) Valjavec. Das ist der Verdienst von Funktionären, die seit Jahren gut und professionell arbeiten, so wie Andrej Hauptmann, Gorazd Stangelj und Martin Hvastija", schrieb Carera in einem Posting seiner Agentur.
"Leider haben wir gestern verstehen müssen, wieso der Frauenradsport in Slowenien nicht auf dem selben Level ist. Urska (Zigart) ist die beste Athletin, Straßen- und Zeitfahr-Meisterin, aber der Coach hat mit unprofessionellen Kriterien entschieden. Warum? Das sollte man besser ihn fragen, aber ich bin sicher, dass er darauf keine Antwort geben kann. Es tut mir leid für die slowenischen Fans, weil sie bei Olympia nicht ihre besten Fahrerinnen anfeuern können. Der Coach hat dem Radsport und dem Olympischen Komitee aus persönlichen Interessen geschadet. Inakzeptabel", so Carera weiter.

Zigart: "Will Teilnahme nicht erzwingen"

Zigart selbst übte sich in Diplomatie. "Es ist nicht leicht, es zu akzeptieren, aber einige Schlachten sind verloren, bevor sie überhaupt beginnen", schrieb die 27-Jährige selbst am Montag auf Instagram. "Viel Glück an alle, deren Träume wahr werden." Zigart ist derzeit beim Giro d'Italia der Frauen unterwegs.
Nach dem Posting von Manager Carera schwächte sie ab: "Ich hätte nicht erwartet, dass das so hochkocht. Ich habe mich schon vor langer Zeit mit dieser Entscheidung abgefunden. Es ist absolut nicht meine Absicht, meine Teilnahme zu erzwingen! Besonders, weil ich nicht glaube, dass ich wo fahren will, wo man mich nicht wertschätzt, und mit Leuten zusammen sein, die mich nur runterziehen. Aber ich darf meine Ablehnung darüber zum Ausdruck bringen, dass ich aus der Selektion rausgelassen wurde und darauf hinweisen, dass wirklich objektive Kriterien im Nominierungsprozess nicht existieren", so Zigart auf Instagram.
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Screenshot aus der Instagram Story von Urska Zigart

Fotocredit: Eurosport

Während Slowenien im Straßenrennen der Männer vier Startplätze hat und dort von Pogacar, Tratnik, Mohoric und Mezgec vertreten werden wird, gibt es bei den Frauen nur zwei Startplätze. Dort wurden die 35-jährige Eugenia Bujak und die 38-jährige Urska Pintar nominiert. Erstere war vor drei Jahren bei den Spielen in Tokio auf Rang 19 gefahren, Pintar war noch nicht bei Olympischen Spielen dabei.

Bujak und Pintar starten für Slowenien in Paris

An Bujaks Nominierung gibt es wohl auch aus Sicht von Pogacar und Zigart kaum etwas zu kritisieren. Sie fährt für das WorldTour-Team UAD ADQ und kommt auf einem Klassiker-Kurs wie dem in Paris auch meist besser zurecht als die Kletter-Spezialistin Zigart. Bei den nationalen Meisterschaften stand Bujak nicht am Start, weshalb die dort überlegen errungenen Titel von Zigart in Bezug auf die 35-Jährige keine Aussagekraft haben.
Viel mehr aber dürfte die Nominierung der 38-jährigen Pintar für die Aufregung sorgen. Sie verzichtete bei den nationalen Meisterschaften am 20. Juni kurzfristig auf den Start im Zeitfahren, offenbar krank, und wurde drei Tage später von Zigart im Straßenrennen deutlich geschlagen – um über zehn Minuten.
Pintar fährt seit 2023 nicht mehr in einem WorldTour-Rennstall, sondern beim slowenischen Continental-Team BTC City Ljubljana. Sie war 2020 und 2023 Slowenische Straßen- sowie 2016 und 2017 slowenische Zeitfahrmeisterin. 2023 schlug sie bei den Meisterschaften auch noch Zigart.

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De Florence à Nice : le parcours complet du Tour de France 2024

Quelle: Eurosport


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