"Ich habe es jedem recht machen wollen, wollte, dass mein Team, meine Teamkollegen, die Sponsoren, meine Familie glücklich sind. Dabei habe ich mich selbst etwas vergessen", sagte Tom Dumoulin in einer am Samstag veröffentlichten Videobotschaft: "Die Frage, was ich selbst will, ob ich überhaupt noch Radprofi sein will, hat sich mir in den letzten Monaten immer wieder gestellt, und ich habe keine Zeit dafür gefunden, sie zu beantworten."
Dumoulin, der zuletzt immer wieder von gesundheitlichen Problemen zurückgeworfen wurde, war noch am Freitag von seinem Team als Teil einer Dreierspitze für die Tour de France (26. Juni bis 18. Juli) neben dem Slowenen Primoz Roglic und dem Niederländer Steven Kruijswijk präsentiert worden. Keine 24 Stunden später zog der Mannschaftskollege des deutschen Routiniers Tony Martin die Notbremse.
"Ich habe diese Entscheidung gestern getroffen, und das Team hat mich darin bestätigt. Das fühlt sich wirklich gut an", sagte Dumoulin: "Es ist, als sei ein Rucksack von 100 Kilo von meinen Schultern genommen worden. Ich bin heute morgen sofort glücklich aufgewacht. Die Entscheidung, mir Zeit für mich selbst zu nehmen, fühlt sich so gut an - das sagt eigentlich genug."
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Nun wolle er für sich die Antwort auf drängende Fragen finden. "Was will ich eigentlich? Was will Tom Dumoulin mit seinem Leben machen? Will ich immer noch ein Rennfahrer sein? Und wie? Das sind Fragen, die in mir seit ein paar Monaten brodeln", sagte Dumoulin.
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(SID)

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