Tour Auvergne-Rhônes-Alpes - Paul Seixas analysiert Sturz und dankt Team von Decathlon CMA CGM: "Habe es für sie getan"
Publiziert 13/06/2026 um 19:44 GMT+2 Uhr
Paul Seixas stürzte bei der 7. und vorletzten Etappe der Tour Auvergne-Rhône-Alpes (ehemals Dauphiné) nach 32 Kilometern übel. Zwei Teamkollegen halfen ihm, sich wieder zu berappeln und die weiteren 96 Kilometer zu absolvieren. "Am Ende kämpfe ich weiter, selbst wenn ich völlig am Limit bin und keine Kraft mehr in den Beinen habe, weil sie es verdienen", erklärte der 19-Jährige nach dem Rennen.
Highlights 7. Etappe: Sturz-Drama um Seixas - Bergankuft geht an del Toro
Quelle: Eurosport
"Ich habe das nicht nur für mich getan. Ich habe es für das ganze Team getan und für alle Menschen, die mich unterstützen. Sie sollen wissen, dass ich sie liebe", fuhr der Franzose fort, der letztlich Siebter wurde (zum Rennbericht): "Sie hätten mich zurücklassen können, und ich hätte es ihnen nicht übel genommen. Als ich mit vier Minuten Rückstand wieder losfuhr, war das Rennen eigentlich vorbei. In diesem Moment dachte ich, alles sei verloren."
Doch Seixas zeigte seine großartige Mentalität und kam mit nur 1:21 Minuten Rückstand auf Tagessieger Isaac del Toro ins Ziel.
Der Franzose analysierte zudem den Hergang seines schweren Sturzes und gab offen zu: "Das war ein Fehler von mir, da gibt es keine Ausreden. Ich bin zu sehr ins Risiko gegangen und habe eine Kurve falsch eingeschätzt, bin viel zu schnell hineingefahren."
Die Abfahrten seien technisch herausfordernd gewesen und der Straßenbelag "war nicht besonders gut", merkte der 19-Jährige kritisch an.
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Seixas nach Sturz schwer gezeichnet: Blutend auf Verfolgungsjagd
Quelle: Eurosport
Zunächst habe er die Situation zwar wieder unter Kontrolle gebracht, doch dann kam ein Graben mit Kies. "Mein Vorderrad geriet fast in den Graben, rutschte schließlich weg und ich bin gestürzt", erklärte er: "Ich denke, ich war etwa 70 km/h schnell. Ich bin regelrecht durch die Luft geflogen. Danach bin ich 20 bis 30 Meter über den Asphalt geschlittert."
Seixas: körperlich "ziemlich zugerichtet"
Der Unfall hatte logischerweise gravierende Folgen für seine körperliche Verfassung und den weiteren Verlauf des Rennens. "Ich bin wirklich ziemlich zugerichtet", gab der in Lyon geborene Profi zu. "Was mich heute vielleicht gerettet hat, waren meine Handschuhe. Die sind komplett zerstört."
Dementsprechend habe er auch nicht an sein Leistungslimit gehen können, deutete er an.
Seixas, dessen linker Ellenbogen zudem stark aufgeschürft war und dessen Knie blutete, schilderte ausgelaugt: "Das größte Problem waren wirklich die Hände, an denen ich Blasen habe. Ich konnte meine Hände kaum noch auf den Lenker legen. Außerdem schmerzen meine Arme."
Zu den Auswirkungen seiner schweren Blessuren auf die letzte Etappe der Tour Auvergne-Rhône-Alpes sowie der Tour de France (4. bis 26. Juli) äußerte sich Seixas (noch) nicht.
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