WM 2026 in Montréal: Viele Wege nach Kanada - Fahrplan für Evenepoel, van Aert, van der Poel, Lipowitz, Seixas und Co.

Eurosport bei Google

Das WM-Straßenrennen in Montréal verspricht so viel Spannung wie lange nicht mehr - gesucht wird der Nachfolger von Tadej Pogacar, der nach seinem schweren Sturz bei der Vuelta a España seinen Titel nicht verteidigen kann. Das gibt Stars wie Mathieu van der Poel und Co. eine größere Chance, um nach dem Regenbogentrikot zu greifen. Zu diesem Ziel schlagen sie unterschiedliche Wege ein.

Highlights - Van Aert bereitet stark vor: Brennan feiert 4. Sieg

Quelle: Eurosport

Viele Mitfavoriten auf Gold bei der WM sind schon frühzeitig nach Nordamerika gereist, um sich an die Begebenheiten und die Zeitumstellung anzupassen. Es ist der naheliegendste Weg, denn in Montréal kann man sich nur zwei Wochen vor dem Straßenrennen den Parcours bereits im Rennmodus ansehen.
Die Grand Prix' von Québec und Montréal sind seit Jahren Teil der WorldTour, besser besetzt als 2026 waren sie wohl nie. Kein Wunder: Der Rundkurs an der WM-Stätte ist der gleiche wie zwei Wochen später, nur die "Anfahrt" im Rennen ist eine andere.
Isaac Del Toro, Paul Seixas, Remco Evenepoel, Juan Ayuso, Tom Pidcock - sie alle treten in Kanada erst für ihre eigentlichen Arbeitgeber an und tauschen dann das Teamjersey gegen das Nationaltrikot.
"Für mich ist das definitiv eine Vorbereitung auf die WM", sagte Remco Evenepoel: "Es sind meine ersten Rennen seit San Sebastián. Ich habe hier durchaus Ambitionen, aber das wichtigste ist, in zwei oder drei Wochen bereit zu sein."

"Monster" van Aert und die Vuelta-Fahrer

Evenepoel tritt sowohl beim Straßenrennen, als auch im Zeitfahren an - gegen die Uhr könnte er seinen vierten Titel in Serie holen, das gab es noch nie. Beim Straßenrennen teilt er sich die Kapitänsrolle mit van Aert. Der Paris-Roubaix-Sieger ist derzeit noch bei der Vuelta im Einsatz und dominiert dort mit dem Visma-Team und Youngster Matthew Brennan jede Etappe, die nicht im Hochgebirge stattfindet.
In Spanien zeigte van Aert mit zwei eigenen Etappensiegen, dass er seiner Topform der vergangenen Jahre wieder sehr nahe kommt. "Ich wurde Zweiter hinter einem Monster", sagte Alessandro Romele im Ziel der 15. Etappe in Córdoba ehrfürchtig.
picture

Van Aert lässt Paret-Peintre im Zweier-Sprint keine Chance

Quelle: Eurosport

Das "Monster" ist einer der wenigen Topfavoriten, die sich bei der Vuelta auf die WM vorbereiten. Mads Pedersen warf ohne Form und angeschlagen vor der 11. Etappe das Handtuch, die einzigen verbliebenen sicheren WM-Fahrer sind Akteure, die zunächst lieber in Granada weit oben stehen wollen als in Montréal.
Enric Mas, Felix Gall und Richard Carapaz sind für ihre Nationen wahrscheinlich dabei, alle drei sind in Spanien im Kampf um das Rote Trikot.

Lipowitz testet Form in Italien

Noch nicht offiziell für das WM-Aufgebot bestätigt ist Florian Lipowitz. Sein Comeback nach Schlüsselbeinbruch bei einigen Eintagesrennen in Italien dient eindeutig dem größeren Ziel, die Beine nach der siebenwöchigen Pause für das Rennen in Kanada zu testen.
"Für mich geht es bei diesen ersten Rennen nicht um ein Ergebnis", wurde Lipowitz auf der Webseite seines Teams Red Bull-Bora-hansgrohe zitiert. "Ich möchte sehen, wie mein Körper auf die Rennbelastung reagiert, wieder in den Rhythmus kommen und dann gemeinsam mit dem Team entscheiden, was in dieser Saison noch möglich ist." Nach diesem Block wird eine endgültige Entscheidung über die WM gefällt.
"Natürlich ist die WM ein Rennen, das mich reizt. Aber für mich ist auch klar: Wenn die Form nicht stimmt, möchte ich keinem anderen Fahrer einen Startplatz wegnehmen", so Lipowitz.
Derweil geht Mathieu van der Poel einen ganz eigenen Weg: Nach dem wenig erfolgreichen Ausflug aufs Mountainbike bereitet sich der Weltmeister von 2023 bei der Luxemburg-Rundfahrt auf das Rennen in Kanada vor.
picture

Nach MTB-WM-Titel auch auf der Straße erfolgreich: Pidcock siegt weiter

Quelle: Eurosport

Offenes Rennen ohne Pogacar

Ob Spanien, Luxemburg, Italien oder die "direkte" Vorbereitung in Kanada - viele Wege führen zum anspruchsvollen Parcours in Montréal über 273 Kilometer und rund 3500 Höhenmeter.
Der richtige Pfad zum Regenbogentrikot wird sich noch zeigen müssen - sicher ist, dass ein Stein auf der Straße das WM-Rennen um einiges offener gestalten wird. Der Stein, der Pogacar bei der Vuelta zu Fall gebracht hat.
picture

Hier stürzt Pogacar: Stein schuld an Aus des Dominators?

Quelle: Eurosport


Mehr als 2 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung