Tour de France Femmes: Marianne Vos stürmt ins Gelbe Trikot - 2. Etappe von Stürzen überschattet

Marianne Vos (Jumbo–Visma) hat mir ihrem Sieg auf der 2. Etappe der Tour de France Femmes (2.WWT) das Gelbe Trikot der Gesamtführenden erobert. Die 35-jährige Niederländerin setzte sich über 136,4 Kilometer von Meaux nach Provins aus einer sechsköpfigen Spitzengrupe heraus deutlich vor der Italienerin Silvia Persico (Valcar-Travel & Service) und der Polin Katarzyna Niewiadoma (Canyon-SRAM) durch.

Highlights: Vos bändigt den Wind und düpiert die Konkurrenz

Quelle: Eurosport

Rang vier auf der ansteigenden Zielgeraden ging an Persicos Landsfrau Elisa Longo Borghini (Trek – Segafredo / +0:02), Fünfte wurde die Niederländerin Maike van der Duin (Le Col-Wahoo / +0:12).
Mit 29 Sekunden Rückstand gewann Auftaktsiegerin Lorena Wiebes (DSM), die den Sprint der ersten Verfolgerinnen für sich entschied und Tagessechste wurde.
Überschattet wurde die bei Rückenwind und extrem hohem tempo ausgetratene Flachetappe durch viele Stürze, die das Feld schließlich auseinanderrissen. Nicht mehr im Rennen ist unter anderem Mit-Favoritin Marta Cavalli (FDJ - Suez - Futuroscope).
Im Gesamtklassement liegt Vos nun zehn Sekunden vor Persico und zwölf vor Niewiadoma. Van der Duin bleibt im Weißen Trikot der besten Nachwuchsfahrerin. Vos rückte auch an die Spitze der Punktewertung vor, Femke Markus (Parkhotel Valkenburg) bleibt im Bergtrikot.
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"Was für ein Brett!" Vos stürmt in Provins ins Gelbe Trikot

Quelle: Eurosport

So lief das Rennen:

142 Fahrerinnen nahmen am Mittag in Meaux 50 Kilometer östlich von Paris die 2. Etappe der Tour de Frauen in Angriff. Als Besucher am Start dabei war auch der Tour-Zweite Tadej Pogacar (UAE Team Emirates), dessen Freundin Urska Zigart für das australische Team BikeExchange – Jayco die Tour de France Femmes bestreitet.
Schon kurz nach dem Start löste sich bei sommerlichen Temperaturen von rund 25 Grad eine Ausreißergruppe mit Marit Raaijmakers (Human Powered Health), Femke Gerritse (Parkhotel Valkenburg), Sabrina Stultiens (Liv Racing Xstra) und Rotem Gafinovitz (Roland Cogeas Edelweiß). Das Quartett fuhr auf den ersten 40 Kilometern etwas mehr als drei Minuten Vorsprung heraus und Gerritse gewann den Bergpreis der 4. Kategorie an der Cote de Tigeaux nach 17 Kilometern.
Doch nach rund einer Rennstunde wurde im Hauptfeld das Tempo stark erhöht, weil auf offenen Straßen Windkanten drohten. Zwar kam es dazu nicht, doch der Vorsprung der Spitzengruppe ging schnell herunter und nach knapp 60 Kilometern waren die Spitzenreiterinnen gestellt.
Zwischenzeitlich hatte eine siebenköpfige Gruppe um die niederländische Bergfahrerin Yara Kastelijn (Plantur – Pura) den Anschluss zum Hauptfeld verloren. Doch als es 76 Kilometer vor dem Ziel einen grundsätzlichen Richtungswechsel von Fahrtrichtung Süd zu Fahrtrichtung west gab, so dass nun eher Rückenwind galt, rollte auch dieses Septett langsam wieder näher an die Anderen heran.
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Aus nach nächstem Crash: Süßemilch vom Pech verfolgt

Quelle: Eurosport

Teams der Sprinterinnen haben alles unter Kontrolle

In der Folge bestimmten vor allem DSM mit den Deutschen Franziska Koch und Liane Lippert sowie Liv Racing Xstra mit Valerie Demey und Thalita De Jong sowie Jumbo - Visma mit Karlijn Swinkels und Romy Kasper das Tempo im Hauptfeld. Bei starkem Rückenwind kam es danach im Peloton zunächst zu keinen weiteren Attacken mehr, dafür aber zu einem Sturz am Ende des Feldes, das mit hohem Tempo unterwegs war.
Noch mehr Fahrerinnen erwischte es bei zwei schweren Stürzen innerhalb nur weniger Kilometer, die das Feld auseinander rissen. Während die meisten der Gestürzten das Rennen fortsetzen konnten, blieb die bereits beim Auftakt gestürzte Laura Süßemilch (Plantur – Pura) aus dem Asphalt liegen.
Den Zwischensprint des Tages sicherte sich bei der ersten Überquerung der Ziellinie eingangs der 19,7 Kilometer langen Schlussrunde die im Weißen Trikot der besten Nachwuchsfahrerin attackierende Niederländerin Maike van der Duin (Le Col-Wahoo), die sich knapp zehn Kilometer zuvor abgesetzt hatte.
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"Hölle!" Üble Stürze binnen weniger Minuten - Chaos auf der 2. Etappe

Quelle: Eurosport

Balsamo initiiert die entscheidende Gruppe, Vos jubelt

Aus dem Feld heraus holte sich knapp 40 Sekunden später Wiebes als Zweite in Provins noch 17 Zähler. Kurz darauf setzte Weltmeisterin Elisa Balsamo (Trek – Segafredo)den Konter und schaffte gemeinsam mit Vos Longo Borghini, Niewiadoma und van der Duin.
Auf den letzten 15 Kilometern fuhr sich das neu formierte Sextett auf die von DSM, SD Worx und Movistar angeführte erste Feld einen Vorsprung von rund 40 Sekunden heraus, und das, obwohl bei den Verfolgerinnen unter anderem die Deutsche Meisterin Liane Lippert (DSM) sich mächtig ins Zeug legte.
Eingangs der rund einen Kilometer langen Schlusssteigung musste die erschöpfte Balsamo, die sich augenscheinlich für ihre Teamkollegin Longo Borghini aufgeopfert hatte, die Beine hochnehmen, kurz darauf verlor auch van der Duin den Kontakt, um auf den letzten 300 Metern aber nochmals den Anschluss zu schaffen. Rund 200 Meter vor dem Ziel trat Vos vom Hinterrad von Niewiadoma aus an und stürmte überlegen zum Tagessieg und an die Spitze der Gesamtwertung.
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Fair Play und Geschke: Experten verraten ihre schönsten Tour-Momente

Quelle: Eurosport

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