Tour de Frances Femmes 2026: Demi Vollering triumphiert auch dank Motivationsschub durch Kasia Niewiadomas Vorwürfe
Update 09/08/2026 um 22:39 GMT+2 Uhr
Die Tour de France Femmes 2026 gipfelte in einem spannenden Finale – auch, weil zuvor verbal die Fetzen flogen. Die letztlich zweitplatzierte Kasia Niewiadoma hatte Célia Gery, Helferin der späteren Gesamtsiegerin Demi Vollering, auf der 8. Etappe "unsportliches Abdrängen" vorgeworfen. Für Vollering ein zusätzlicher Antrieb: "Ich wollte, dass wir nicht wegen des gestrigen Vorfalls gewinnen."
Emotionen im Siegerinterview: "Ich habe an Célia gedacht"
Quelle: Eurosport
Schon zu Beginn der Schlussetappe suchte Vollering den direkten Austausch mit Niewiadoma. Rad an Rad unterhielten sich die beiden Konkurrentinnen – offenbar auch über die Geschehnisse des Vortages. Was genau zwischen den beiden besprochen wurde, ist nicht bekannt. Naheliegend ist jedoch, dass auch die Vorwürfe gegen Vollerings Teamkollegin Célia Gery eine Rolle spielten, die die Niederländerin bereits zuvor öffentlich zurückgewiesen und dabei die Fairplay-Frage an Niewiadoma zurückgespielt hatte.
Am Col d'Eze, 16 Kilometer vor dem Ziel in Nizza, wurde aus dem verbalen Schlagabtausch zusätzliche Motivation für Vollering. Mit einem rennentscheidenden Antritt setzte sich die Niederländerin von ihrer Konkurrentin ab.
"Ich wollte sie etwas härter arbeiten lassen. Dann dachte ich mir, dass ich jetzt angreifen muss. Ich wollte sicherstellen, dass wir es als Team verdienen, eine wunderschöne Tour de France Femmes zu gewinnen."
Den Vorwurf der Unsportlichkeit wollte Vollering dabei keineswegs gelten lassen. Trotzdem hatte die Auseinandersetzung offenbar einen zusätzlichen Effekt: Sie stachelte die Niederländerin an – zum Nachteil Niewiadomas.
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Showdown am Col d'Eze: Vollering zieht Niewiadoma den Stecker
Quelle: Eurosport
Vollering: "Der Traum ist, mit passionierten Leuten zusammenzuarbeiten"
Vollering wollte ihren Triumph mit ganz bestimmten Werten verbinden, die über den reinen sportlichen Erfolg hinausgehen: ”Demütig und mit Stolz”. Das gelang ihr eindrucksvoll. Im Ziel hatte sie 64 Sekunden Vorsprung auf Niewiadoma.
Auch auf den letzten Metern vor der Ziellinie gingen der 29-Jährigen die Ereignisse der vergangenen Tage noch durch den Kopf. Emotional schilderte sie ihre Gedanken an ihre Teamkollegin Gery: "Ich dachte daran, dass ich noch nie zuvor im Gelben Trikot gewonnen habe. Ich habe an mein Team gedacht, an Célia (Gery, Anm. d. Red.), die eine sehr, sehr harte Nacht hatte."
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Etappensieg in Gelb: Vollerings Triumphfahrt zum Gesamtsieg
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Zugleich unterstrich Vollering erneut die Bedeutung der zwischenmenschlichen Komponente für ihren Triumph. "Ich habe an all die Arbeit gedacht, die ich dafür getan hatte. Ich habe an all die Leute gedacht, die hinter mir stehen, Spezialisten, mit denen ich am neuen Rad zusammengearbeitet. Die Leute um mich herum sind unglaublich."
Vollering, dem Tränenausbruch nahe, fasste ihre Gefühle zusammen: "Es ist nicht nur ein Traum, hier in Gelb zu gewinnen und eine zweite Tour de France. Der Traum ist es, dieses Leben zu leben, mit passionierten Leuten hart zusammenzuarbeiten. Ich denke, das ist der ganze Traum."
Niewiadoma findet versöhnliche Töne
Nach dem Ende der Tour schlug auch Herausforderin Niewiadoma versöhnlichere Töne an. Tags zuvor hatte sie noch erklärt, durch Gerys Verhalten ihren "Respekt vor ihnen verloren" zu haben und Vollerings Team Unsportlichkeit vorgeworfen.
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Niewiadoma trägt Niederlage mit Fassung: "Ich bin stolz!"
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"Mich mit Demi zu messen, motiviert mich nur, stärker zu werden", erklärte die Polin gut gelaunt am Eurosport-Mikrofon. Gleichzeitig schickte sie bereits eine Kampfansage in Richtung der Konkurrenz: "Ich weiß, die Tour ist zu Ende, aber ich würde gerne einfach meinem Coach schreiben, welche Punkte wir verbessern müssen."
Die Botschaft ist klar: Die nächste Tour kommt bestimmt. Und vielleicht hat Niewiadoma aus diesem Jahr auch gelernt, dass man die Konkurrenz besser nicht unnötig anstachelt.
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Highlights: Vollering und Niewiadoma im spektakulären Duell
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