Tour de France Femmes 2026: Marlen Reusser rast zum Sieg im schweren Zeitfahren von Dijon und ins Gelbe Trikot

Topfavoritin Marlen Reusser (Movistar) hat das Einzelzeitfahren im Rahmen der 4. Etappe der Tour de France Femmes gewonnen und das Gelbe Trikot von Sigrid Haugset (Uno-X Mobility) übernommen. Die Schweizerin hatte nach 21 Kilometern von Gevrey-Chambertin nach Dijon vier Sekunden Vorsprung auf Lieke Nooijen (Visma-Lease a Bike). Die deutsche Hoffnung Antonia Niedermaier (Canyon-Sram) verlor Zeit.

Highlights: Reusser dominiert - Klatsche für Ferrand-Prévot

Quelle: Eurosport

Die Giro-Zweite verlor 1:35 Minuten auf Reusser und dürfte damit endgültig in eine Helferrolle für Teamkollegin Kasia Niewiadoma-Phinney einnehmen. Die Polin zeigte mit einem Rückstand von 1:09 Minuten ein für ihre Verhältnisse gutes Zeitfahren.
Haugset, die nach ihrem Monster-Solo vom Vortag im Gelben Trikot unterwegs war, musste diesem Energieaufwand beim Kampf gegen die Uhr Tribut zollen. Sie hatte keine Chance, ihren Vorsprung von 2:10 Minuten auf Reusser zu verteidigen. Am Ende verlor sie 3:06 Minuten.
"Wir haben immer gesagt, dass das unser 'Projekt Dijon' ist", sagte Reusser im Ziel-Interview. "Gelb wie der Senf." Der Kampf gegen die Uhr war ein ausgewiesenes Ziel für die Schweizerin - so wie die gesamte Rundfahrt: "Das ist die erste Tour de France, die ich als Saisonhöhepunkt habe. Ich bin vorbereitet und als Leaderin hier", erklärte sie.
Hinter der Zeitfahr-Weltmeisterin und Nooijen landete Demi Vollering (FDJ United-Suez) als zweitbeste Favoritin in der Gesamtwertung auf Rang drei und verlor nur 18 Sekunden auf Reusser. Zeitfahrspezialistin Zoe Bäckstedt (Canyon-Sram) wurde knapp dahinter Vierte.
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Reusser toppt Vollering im Zeitfahren und schlüpft in Gelb

Quelle: Eurosport

Van der Breggen bleibt hinter Erwartungen zurück

Mit Cedrine Kerbaol (EF Education-Oatly/+53 Sekunden/7. Platz) und dem UAE-Duo Elisa Longo Borghini und Paula Blasi kamen die nächsten Klassementfahrerinnen auf den Plätzen zehn und elf ins Ziel (+1:03 und 1:04 Minuten). Auch Anna van der Breggen, die das Bergzeitfahren beim Giro d'Italia überlegen gewinnen konnte, blieb als 14. hinter den Erwartungen zurück (+1:09 Minuten).
Schon auf der 5. Etappe bietet sich für viele Fahrerinnen die Gelegenheit zur Wiedergutmachung. 140 Kilometer geht es durch die Weinberge um Beaujolais. Fast 3000 Höhenmeter verteilt auf zahlreiche Anstiege bieten viele Möglichkeiten zur Attacke.
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"Schon speziell": Kurioses Überhol-Duell im Zeitfahren

Quelle: Eurosport


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