Tour de France Femmes 2026: Kein Tadej Pogacar, keine Langeweile! Frauen-Tour liefert vergessene Spannung

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Hunderttausende Fans, Spektakel und Kontroversen: Doch die Tour de France der Frauen bietet auch das, was den Männern seit Jahren fehlt. Unzählige Radsport-Partys an der Strecke, ein Mega-Solo in den Dimensionen eines Tadej Pogacar und Kontroversen für die Boulevard-Blätter. Die Tour de France der Frauen nähert sich den Männern in Sachen Spektakel mit kräftigen Pedalhieben an.

Highlights: Reusser dominiert - Klatsche für Ferrand-Prévot

Quelle: Eurosport

Doch sie liefert auch das, was im Peloton um den slowenischen Dauersieger seit Jahren schmerzlich vermisst wird. Spannung pur!
Vor der Königsetappe am Freitag zum mythischen Mont Ventoux jagt in Frankreich ein Highlight das nächste. Kontrollierte Pogacar bei den Männern das Rennen nach Belieben, verzückt die 2022 wiederbelebte Rundfahrt der Frauen den neutralen Zuschauer mit der im modernen Radsport fast schon vergessenen Unvorhersehbarkeit. Alles scheint möglich, auch am "Riesen der Provence".
"Diesen Berg in der Tour zu haben, zeigt, wie stark der Frauen-Radsport in den vergangenen Jahren gewachsen ist", sagt Franziska Koch. Nach der Planche des Belles Filles in den Vogesen zum Comeback des Frauen-Rennens, dem Col du Tourmalet 2023, Alpe d'Huez 2024 und bei der letzten Ausgabe der Col du Madeleine steht mit dem Mont Ventoux der nächste ikonische Tour-Gigant erstmals auf dem Programm.
"Damit haben wir gezeigt, dass wir alles können und nicht nur die Männer die höchsten Berge bewältigen können", sagt Koch, deutsche Meisterin, Paris-Roubaix-Siegerin und Edelhelferin für die niederländische Gesamtsieg-Kandidatin Demi Vollering (FDJ United-Suez). Für Tour-Direktorin Marion Rousse ist der legendäre Anstieg ein "weiterer Meilenstein" in der Entwicklung des Frauen-Radsports.

Tour de France Femmes: Spannung auf jeder Etappe

Diese schreitet in großen Schritten voran - getragen von dem gestiegenen Interesse, vor allem in Frankreich. Der Gesamtsieg der Französin Pauline Ferrand-Prévot im Vorjahr sorgte für einen enormen Schub, zwölf Monate später säumen Hunderttausende Zuschauer die Straßen. Diskutierten ihre Landsleute damals noch über ihren auffälligen Gewichtsverlust, ist nun die Formschwäche der Titelverteidigerin das Thema. Und ein möglicher BH-Trick.
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Die Tour de France Femmes verspricht bei jeder Etappe höchste Spannung

Fotocredit: Getty Images

Eine Auspolsterung im Büstenhalter soll verbotene Vorteile in der Aerodynamik ermöglichen, vor allem im Zeitfahren. Der Weltverband UCI kontrollierte deshalb vor dem Kampf gegen die Uhr am Dienstag besonders gründlich. Boulevardmedien erfreuten sich.
Für die große Show sorgte Sigrid Haugset, die mit ihrem 88-km-Solo sogar Pogacar in den Schatten stellte. Die Norwegerin überbot den Dominator am Montag mit dem längsten erfolgreichen Alleingang der letzten 35 Jahre - und bewies, dass ein derartiger Ausreißer-Coup in der heutigen Zeit eben doch noch möglich ist. Pogacar ausgeschlossen.
Möglich macht dies auch die Professionalität, die im Frauen-Radsport schnell vorangetrieben wird. Einige Teams verfügen mittlerweile über dieselben Bedingungen wie in der Männer-Konkurrenz. Dass die Tour de France Femmes "nur" neun Tage umfasst und damit deutlich weniger als die der Hommes (21) stört dabei nur wenige. Vielmehr allerdings das Preisgeld.
Strich Pogacar noch eine halbe Million Euro ein, erhält die Siegerin des Gelben Trikots nur 50.000 Euro. Noch wird das gebotene Spektakel nicht angemessen belohnt - was aber auch für die Männer gilt.
(SID)
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Reusser schließt "Projekt Dijon" mit Sieg und Gelbem Trikot ab

Quelle: Eurosport


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