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Tour de France 2016: Radsport-Training mit Richie Porte - ein Mix aus Schweiß und Schwimmen
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Publiziert 13/07/2016 um 17:07 GMT+2 Uhr
Die Tour de France 2016 ist eine enorme Herausforderung: 3519 Kilometer, verteilt über 21 Etappen - davon neun in den Bergen. Schon am fünften Tag standen die ersten schweren Anstiege auf dem Programm. Die 198 Fahrer, die ins Rennen starteten, sind perfekt austrainiert und körperlich wie geistig enorm belastbar. Manche von ihnen, wie Mitfavorit Richie Porte, setzen auf Schwimmen als Training.
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Fotocredit: Eurosport
Die Tour de France ist eine der größten sportlichen Herausforderungen des Planeten. Schon der physische Aspekt ist einzigartig - 3519 Kilometer, zusammengestellt aus Zeitfahren, Flachetappen, Anstiegen im Hochgebirge und vier Bergankünften, bei nur zwei Ruhetagen.
Aber auch mental ist die Tour de France eine extreme Prüfung: Die Profis müssen mit Verletzungen kämpfen und ihre schmerzenden Körper immer zur Höchstleistung zwingen. Manche Teams haben Mentaltrainier engagiert, um ihren Fahrern professionelle Unterstützung zu geben, wie im Rennstall FDJ: Dort übernimmt mit Denis Troch ein früherer Fußballtrainer diese Aufgabe.
Zur Vorbereitung gehören aber auch gezielte Regenerationsphasen, optimierte Ernährung - und im Fall von Richie Porte auch Schwimmen.
Die Grundlage wird auf dem Rad gelegt
Die Wochen und Monate vor einer großen Rundfahrten sammeln die Fahrer Unmengen von Kilometern auf dem Rad, um die Grundlage zu legen und den Rhythmus zu finden. Der Franzose Warren Barguil vom Team Giant-Alpecin etwa ist in dieser Trainingsphase täglich nach dem Frühstück fünf Stunden im Sattel, alleine oder in Begleitung.
Abwechslung macht dieses harte Programm leichter, etwa durch einen Mix aus Training auf der Straße und der Radrennbahn - und da kommt auch das Schwimmen ins Spiel.
Radsport und Schwimmen ergänzen sich
Richie Porte ist überzeugt davon: "Wenn Du im Becken fit bist, wird sich das auch auf Deine Leistung auf dem Rad übertragen. In den Jahren 2013 und 2015 spielte er eine entscheidende Rolle bei den Tour-Siegen seines damaligen Sky-Teamkollegen Chris Froome.
Doch als dieser 2014 nach einem Sturz das Rennen aufgab und Porte zum Kapitän der Mannschaft bei der Tour wurde, konnte er die Erwartungen nicht erfüllen: Er rutsche in der Gesamtwertung ab, Krankheit und Formschwäche machten ihm zu schaffen.
"Die Ärzte rieten mit, viel Zeit im Wasser zu verbringen, um meine Erholung so zu unterstützen", erinnert sich Froome.
So hilft Schwimmen beim Formaufbau
Porte ist überzeugt davon, dass Schwimmen einen Radfahrer stärker macht, "denn es trainiert jeden Muskeln von Kopf bis Fuß".
Im Becken wie auf dem Rad kommt die Vorwärtsbewegung aus den Beinen, während der Wasserwiderstand den Stress für die Muskulatur verringert. Das Training erhöht die Leistungsfähigkeit der Muskulatur und des Herz-Kreislaufsystems.
Porte hat zusammen mit Speedo und der britischen Schwimmlegende Mark Foster ein Schwimm-Trainingsprogramm für Radsportler entwickelt. Dazu gehört diese Trainingseinheit die perfekt zur Vorbereitung auf Bergetappen geeignet ist:
Der mentale Aspekt
Der mehrfache Welt- und Europameister Foster unterstreicht den besonderen Aspekt des Schwimmens: "Der Anblick, das Geräusch und das Gefühl von Wasser sind sehr entspannend", weiß der Brite.
Die Umgebung unterscheidet sich sehr von der des Radtrainings, aber beide verbindet dieses Gefühl von Einsamkeit, das Profis kennen. Mit der Hilfe von Schwimmen als Teil seines Trainings hat Porte nach seiner Überzeugung "die beste Phase seiner Karriere" erreicht.
Aber er muss auch einen genauen Ernährungsplan befolgen.
Ernährung als Kunstform
Für Radsportler ist das Thema Ernährung zu einer Art Kunstform geworden. Das Frühstück ist häufig sehr eiweißreich, um körperliche Erschöpfung während des Trainings zu verhindern und bis zur nächste Mahlzeit durchzuhalten, die teilweise erst gegen 15:00 Uhr ansteht.
Nach einem Schwimmtraining macht sich Porte diesen Smoothie aus...
Die Abendmahlzeiten sind umfangreicher, aber nicht zu mächtig. Richie Porte hat als Leibspeise Avocado, Pasta mit Thunfisch und einen guten Obstsalat.
Urlaub ist entscheidend
Für Radsportler ist es ganz wichtig, nach der Saison die Trainingsintensität massiv zu reduzieren. Manche, wie Alberto Contador, machen fünf bis fünfzehn Tage lang komplett Pause. Damit wird der Stress reduziert, der Körper entgiftet und entlastet, der Kopf entspannt. Diese Pause findet normalerweise im November statt, bevor das Training mit Blick auf die neue Saison, die im Januar beginnt, wieder aufgenommen wird.
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