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Peter Sagan gewinnt die 2. Etappe der Tour de France 2018 im Sprint
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Publiziert 08/07/2018 um 17:34 GMT+2 Uhr
Peter Sagan hat die zweite Etappe der Tour de France 2018 gewonnen. Nach 182 Kilometern von Mouilleron-Saint-Germain nach La-Roche-sur-Yon setzte sich der Profi vom Team Bora-Hansgrohe im Sprint des dezimierten Hauptfeldes vor Sonny Colbrelli und Arnaud Démare durch. Fernando Gaviria war 1,7 Kilometer vor dem Ziel in einen Sturz verwickelt und verlor dadurch das Gelbe Trikot an Tagessieger Sagan.
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John Degenkolb hockte auf den Stufen seines Teambusses und schimpfte auf Peter Sagan. Ein in seinen Augen regelwidriges Manöver des slowakischen Weltmeisters und neuen Trägers des Gelben Trikots versetzte den deutschen Radprofi noch lange nach der zweiten Etappe der 105. Tour de France in Rage. Degenkolb, dessen Trek-Team vergeblich Protest einlegte, sagte:
Der frühere Gewinner von Paris-Roubaix fühlte sich sogar an den Skandal-Sprint aus dem Vorjahr erinnert, der zur Tour-Disqualifikation des im Nachhinein freigesprochenen Sagan geführt hatte. "Es war ziemlich ähnlich", sagte Degenkolb, der ein Gespräch mit Sagan ankündigte und erfolglos auf ein Einschreiten der neuen Videoschiedsrichter hoffte: "Ich will keine öffentliche Debatte, aber die Art und Weise ist nicht nötig. Ich war in der Position für ein gutes Ergebnis, es ist sehr enttäuschend."
Konkurrenz widerspricht Degenkolb
Sagan nahm Degenkolbs Frust schulterzuckend zur Kenntnis:
Sein Teamchef Ralph Denk sah dafür wie auch der Weltverband UCI keinen Anlass. "Wir haben überhaupt keinen Regelverstoß gesehen, ich denke, da ging alles mit rechten Dingen zu. Ich habe aber noch keine Zeitlupe gesehen", sagte Denk in der ARD. Ähnlich sah es der viertplatzierte Top-Sprinter Andre Greipel (Lotto-Soudal): "Ich war wie John an der Bande. Das ist Radsport. Wer vorne fährt, kann die Linie wählen."
Greipel bester Deutscher
Andre Greipel landete als bester Deutscher den vierten Platz. Neunter wurde John Degenkolb (Trek-Segafredo), der sich aber im Sprintfinale durch Sagan behindert sah: "Wenn man Vierter wird, muss man sich nicht verstecken", sagte Greipel:
Zweiter wurde der Italiener Sonny Colbrelli (Bahrain-Merida) vor dem Franzosen Arnaud Démare (Groupama-FDJ).
Der 30 Jahre alte Kittel (Katusha-Alpecin), der zum Auftakt als Dritter beim Sieg des Kolumbianers Fernando Gaviria (Quick-Step Floors) noch seine starke Form unter Beweis gestellt hatte, musste sieben Kilometer vor dem Ziel sein Rad wechseln und war chancenlos. "Wir haben die Power zu siegen", hatte Kittel nach der ersten Etappe gesagt - zeigen konnte er es dann nicht. Gaviria selbst war in den Massensturz verwickelt und verlor damit Gelbes und Grünes Trikot an Sagan.
Froome im Mittelpunkt
Im Mittelpunkt stand auf den ersten beiden Etappen bereits Titelverteidiger Froome. Nachdem er bei der Teampräsentation am Donnerstag böse ausgepfiffen worden war, hielten sich zwar die Feindseligkeiten am Streckenrand in Grenzen - dafür folgte ein sportlicher Rückschlag: Fünf Kilometer vor Ende der ersten Etappe flog der Brite nach einer Kollision mit Rick Zabel in den Straßengraben. Zwar blieb Froome, der nur knapp einen Betonpfahl verpasste, unverletzt, handelte sich aber eine Runde Minute Rückstand ein.
"Das gehört zum Spiel dazu, wir wussten, dass die ersten Etappen tückisch werden. Bis Paris ist noch ein langer Weg", sagte Froome, dessen Crash im Zielbereich von den Zuschauern hörbar bejubelt wurde. Nach einem Tour-Auftakt zum Vergessen mit Sturz, Zeitverlust und vielen unschönen Nebengeräuschen stehen der Dominator und sein Sky-Team am Montag im 35 Kilometer langen Einzelzeitfahren rund um Cholet bereits unter Druck.
Favoriten früh unter Druck
Gleiches gilt für zwei weitere Mitfavoriten: Der Australier Richie Porte (BMC) kam am Samstag mit Froome ins Ziel, der Kolumbianer Nairo Quintana (Movistar) hatte noch 25 Sekunden mehr Verspätung. Im Kampf um Gelb müssen die Anwärter wohl früher als gewollt ihrer Karten auf den Tisch legen.
Etwas fürs Herz war am Sonntag die Vorstellung von Sylvain Chavanel: Der 39 Jahre alte Franzose, der mit seiner 18. Tour-Teilnahme zu alleinigen Rekordhalter aufstieg, lag rund 150 km als Solist an der Spitze und sorgte in der Heimatregion seines Teams Direct Energie für großen Jubel.
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