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Mit Video | Keine Gnade: Martin bleibt von Tour ausgeschlossen

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Tour de France: Tony Martin (Jumbo-Visma)

Fotocredit: Getty Images

VonAndreas Schulz
25/07/2019 Am 11:08 | Update 25/07/2019 Am 11:08
@euroschulle

Tony Martin und Luke Rowe bleiben von der Tour de France ausgeschlossen: Ihr Einspruch gegen die Jury-Entscheidung vom gestrigen Abend fand keine Gnade. Die beiden Profis waren auf der 17. Etappe aneinandergeraten und danach aus der Tour geworfen worden. Damit fehlen ihren Teams und Kapitänen auf den schweren Alpenetappen jeweils ein wichtiger Helfer im Kampf ums Gelbe Trikot.

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"Ich hatte Zeit, mich darauf einzustellen, aber klar hatte ich auch noch Hoffnung auf die kleine Chance, dass dem Einspruch stattgegeben wird. So kurz vor dem Ziel in Paris aus dem Rennen genommen zu werden, ist nicht schön", sagte Martin in Embrun, nachdem sein Tour-Aus endgültig feststand. Sein Team Jumbo-Visma hatte zuvor auch noch vergeblich den Internationalen Sportgerichtshof CAS angerufen.

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Tony Martin fährt für das Jumbo-Team von Steven Kruijswijk, der ebenso wie die Ineos-Kapitäne von Luke Rowe, Geraint Thomas und Egan Bernal, noch gute Chancen auf das "maillot jaune" bzw. das Podium der Tour de France in Paris hat.

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Strengere Regeln nach Sagan-Aufreger

Die beiden Fahrer und ihre Teams hatten am Morgen der 18. Etappe noch auf ein Eingreifen des Radsport-Weltverbandes zu ihren Gunsten gehofft und die Rennmaschinen der beiden Profis auf die Mannschaftswagen montiert. Doch je näher der Start der ersten Alpenetappe rückte, desto klarer wurde, dass die UCI die Jury-Entscheidung der Tour nicht in Zweifel ziehen würde. Martin, Rowe und ihre Rennställe mussten den definitiven Ausschluss akzeptieren.

Martin hatte sich am Morgen mit seiner Equipe Jumbo-Visma auf den Weg zum Start begeben, weil zumindest eine kleine Aussicht bestand, das gefällte Verdikt der Rennjury zu kippen. Jumbo-Visma prüfte vergeblich alle rechtlichen Möglichkeiten bis hin zum Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS. Angespannt wartete Martin im Bus auf Neuigkeiten, während sich seine Kollegen eine Stunde vor dem Höllenritt über Vars, Izoard und Galibier noch einer Dopingkontrolle unterziehen mussten.

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Das Urteil war durch das Regelwerk gedeckt, das nach dem Tour-Vorfall um die Disqualifikation von Peter Sagan vor zwei Jahren verschärft worden war. Seither zieht die Jury in solchen Fällen stets auch die Fernsehbilder zur Entscheidungsfindung hinzu. Andererseits kam etwa der Däne Kasper Asgreen (Deceuninck-Quick Step) bei dieser Tour bei einem ähnlichen Vergehen wie Martins milder davon.

Kittel kann Martin-Aus nicht verstehen

In einem selbstgedrehten Video ihrer Mannschaften hatten die beiden Profis am Abend versucht, das Geschehene zu erklären. "Ich hob meine Hand und machte einen Fehler. Es passierte im Eifer des Gefechts. Wir beide haben Fehler gemacht. Das Video ist offen, man kann es sehen“, sagte Rowe und Martin stimmte zu:

Martins Manager Jörg Werner und Kumpel Marcel Kittel fanden das Urteil überzogen. "Die Entscheidung ist ein Witz. Tony hat zweieinhalb Wochen so extrem hart gearbeitet, auch mental viel Kraft gelassen, da sollte man gnädiger sein", sagte Werner dem SID. Kittel fragte bei Twitter: "Ernsthaft? Es war sicher nicht toll, wie sie sich beharkt haben. Aber das war zu hart." Andere fanden die Entscheidung gleichwohl gerechtfertigt.

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