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Tour de France

Bilanz der Deutschen: Glänzender Buchmann, kontroverser Martin, starke Debütanten

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Tony Martin - Tour de France 2019 - Getty Images

Fotocredit: Getty Images

VonEurosport
28/07/2019 Am 09:41 | Update 28/07/2019 Am 10:47

Elf deutsche Radprofis waren bei der 106. Tour de France dabei. Emanuel Buchmann überragte mit einem herausragenden Ergebnis in der Gesamtwertung, aber auch Debütant Lennard Kämna überzeugte, drei Fahrer mussten vorzeitig nach Hause. Wir schätzen die Leistungen der deutschen Profis bei der Frankreich-Rundfahrt kurz und kompakt ein.

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Emanuel Buchmann (26/Bora-hansgrohe)

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27/07/2019 AM 14:32

Mit einem Wort: grandios. Dass Buchmann der beste deutsche Kletterer ist, war bekannt. Dass Buchmann aber über drei Wochen auf einem so konstant hohen Niveau fahren kann, überraschte. Fuhr als Gesamtvierter nach Paris, nur drei Deutsche waren jemals besser.

Marcus Burghardt (36/Bora-hansgrohe)

Der Routinier leistete unschätzbar wertvolle Dienste für Emanuel Buchmann und den Slowaken Peter Sagan. Mit seiner Erfahrung der ruhende Pol bei Bora-hansgrohe, hat ein Auge für die richtige Position bei Wind und technisch schwierigen Passagen.

Maximilian Schachmann (25/Bora-hansgrohe)

Als der deutsche Meister immer besser wurde, musste er nach Hause. Ein schwerer Sturz beim Einzelzeitfahren in Pau beendete sein Tour-Debüt abrupt. Deutete aber an, dass in den nächsten Jahren noch viel von ihm zu sehen sein wird.

Andre Greipel (37/Arkea-Samsic)

War die neunte Tour de France auch seine letzte? Der Sprint-Routinier hat nicht mehr die Form vergangener Tage. Mit 37 Jahren neigt sich eine glanzvolle Karriere dem Ende zu. Elf Tour-Etappen hat der "Gorilla" gewonnen, das kann ihm keiner nehmen.

Simon Geschke (33/CCC Team)

Der Mann mit dem Vollbart versuchte sein Glück immer wieder, doch ein Coup wie 2015 in den Alpen blieb ihm verwehrt. Fuhr auf der Etappe nach Foix lange an der Spitze, doch wegen der durch Verletzungen gestörten Vorbereitung kam er nicht ganz an sein Top-Niveau heran.

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Tony Martin (34/Jumbo-Visma)

Der viermalige Zeitfahr-Weltmeister war als Lokomotive des Feldes ein Gewinn für die niederländische Jumbo-Equipe. Elementar sein Beitrag für den Sieg im Mannschaftszeitfahren. Die Disqualifikation nach einer Rangelei mit dem Briten Luke Rowe (Ineos) wurde kontrovers diskutiert.

Roger Kluge (33/Lotto-Soudal)

Der Bahnrad-Weltmeister erlebte die beste Tour seiner Laufbahn mit den umjubelten Sprint-Etappensiegen seines Teamkollegen Caleb Ewan. Der Australier vertraut Kluge beinahe blind, weil der Routinier ihn zuverlässig in die beste Position fährt.

Nils Politt (25/Katusha-Alpecin)

Im Frühjahr starker Zweiter bei Paris-Roubaix und bei der Tour mit Abstand der auffälligste Fahrer seiner sonst schwachen Mannschaft. Wurde während der Tour Vater einer Tochter, sein Team lüftete das Geheimnis während der Etappe nach Gap.

Rick Zabel (25/Katusha-Alpecin)

Der Sohn der Sprinter-Legende Erik Zabel war kaum zu sehen und musste schließlich wegen eines grippalen Infekts aussteigen. Ihn schien die ungewisse Zukunft des Teams mehr zu beeinflussen als Politt.

Nikias Arndt (27/Sunweb)

Erledigte seinen Job als sogenannter "Road Captain" tadellos. Arndt lenkte als verlängerter Arm der Sportlichen Leitung die Sunweb-Mannschaft durch das aufregendste Radsport-Ereignis. Versuchte sich mehrfach vergeblich als Ausreißer.

Lennard Kämna (22/Sunweb

Sein Tour-Debüt sorgte für Begeisterung. Wie Kämna in den Pyrenäen und Alpen nahezu auf Augenhöhe mit den besten Kletterern unterwegs war, nötigte großen Respekt ab. Der Norddeutsche ist und bleibt ein Versprechen für die Zukunft.

(SID)

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