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Mit Video | Alaphilippe holt Gelb zurück, Pinot hängt Rivalen ab

Mit Video | Alaphilippe holt Gelb zurück, Pinot hängt Rivalen ab
Von Eurosport

13/07/2019 um 18:57Aktualisiert 13/07/2019 um 20:39

Packendes Finale auf der 8. Etappe der Tour de France 2019: Als Solist rettet Thomas De Gendt sich zum Etappensieg, während dahinter zwei Franzosen auftrumpfen. Thibaut Pinot verbessert sich als Zweiter in der Gesamtwertung, Julien Alaphilippe holt sich als Dritter das Gelbe Trikot zurück. Das Duo hatte am letzten Anstieg attackiert und die anderen Favoriten um einige Sekunden abgehängt.

Video - Packendes Finale: Solist hält Stars in Schach, Duo hängt Rivalen ab

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Solo-Sieger De Gendt (Lotto-Soudal) rettete nach langem Ausreißversuch sechs Sekunden Vorsprung ins Ziel, dahinter konnten Pinot (Groupama-FDJ) und Alaphilippe (Deceuninck - Quick-Step) die Gruppe um das "maillot jaune" von Giulio Ciccone (Trek-Segafredo) und die Top-Favoriten um 20 Sekunden distanzieren. Auch Emanuel Buchmann (Bora-hansgrohe/18.) erreichte in diesem ersten kleinen Feld aus 33 Fahrern das Ziel.

Titelverteidiger Geraint Thomas (Ineos) stürzte 15 Kilometer vor dem Ziel in einer Abfahrt, konnte aber schnell weiterfahren und schloss die Lücke zu den anderen Favoriten rasch. Den Sprint der ersten Gruppe gewann Michael Matthews (Sunweb) vor Peter Sagan (Bora) und Matteo Trentin (Mitchelton-Scott).

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In der Gesamtwertung liegt Alaphilippe nun 23 Sekunden vor Ciccone, Pinot hat 53 Sekunden Rückstand und liegt jetzt vor Thomas (+1:12) und Egan Bernal (+1:16/Ineos). Emanuel Buchmann belegt den zehnten Platz (+1:45), er verbesserte sich um zwei Positionen. "Die Etappe war richtig schwer. Wir mussten einiges investieren, um vorne dabei zu sein", sagte er.

Nur noch 20 Fahrer haben inzwischen weniger als drei Minuten Rückstand auf das Gelbe Trikot nach den 200 Kilometern über sieben Bergwertungen nach Saint-Etienne.

Video - Tour kompakt, 8. Etappe: De Gendt räumt ab, Franzosen attackieren, Thomas stürzt

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Nibali büßt alle Tour-Chancen ein

Zu den Verlieren des Tages gehörte Vincenzo Nibali: der Italiener konnte dem Tempo im Finale nicht folgen und verlor mehrere Minuten auf die Top-Fahrer. Sein Rückstand in der Gesamtwertung wuchs auf 6:18 Minuten.

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Auf der 8. Etappe von Mâcon nach Saint-Etienne dominierte lange die Gruppe um De Gendt das Geschehen. Dass der Vorsprung nicht ausuferte, lag auch an der deutschen Mannschaft Bora-hansgrohe, die sich neben dem Sunweb-Team in der Verfolgung besonders verdient machte. Allen voran Arbeitstier Marcus Burghardt, 2008 Etappensieger in Saint-Etienne, fuhr immer wieder im Wind.

Das Tempo an der Spitze des Pelotons zog unter dem Druck der Klassementteams am vorletzten Anstieg, der Cote d'Aveize (2. Kategorie), deutlich an. In der Folge verloren immer mehr Fahrer den Anschluss. Die entscheidende Attacke platzierten Alaphilippe und Pinot wenig später am letzten Anstieg. De Gendt raste derweil dem Sieg entgegen und ließ sich nicht mehr einholen.

Video - Schrecksekunde - Spitzenreiter verbremst sich, bleibt aber unverletzt

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"70 km vor dem Ziel habe ich realisiert, dass es reichen kann. Danach habe ich nur noch Vollgas gegeben", sagte De Gendt. Sein deutscher Teamkollege Roger Kluge war ebenfalls happy: "Thomas nutzt die Chancen, wenn sie auf dem Tisch liegen. Das ist super!"

Für De Gendt war es der zweite Tour-Etappensieg der Karriere. 2016 hatte er die Bergetappe zum Mont Ventoux gewonnen - natürlich als Ausreißer.

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Neue Chance am Nationalfeiertag

Die neunte Etappe am Sonntag haben sich die französischen Fahrer fett im Kalender angestrichen. Es ist Nationalfeiertag, Quatorze-Juillet, der 14. Juli. Ein Etappensieg an diesem Tag ist für jeden Franzosen ein unvergessliches Ereignis, zuletzt gelang dies Warren Barguil vor zwei Jahren. Auf dem 170,5 km langen Teilstück von Saint-Etienne nach Brioude dürften erneut vor allem Ausreißer ihr Glück versuchen - und vielleicht Mitfavorit Romain Bardet, der in seine Heimat kommt.

(SID)

Video - Tour-Strecke, 9. Etappe: Über die "Mauer" nach Brioude

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