Tour de France: Remco Evenepoel zu, Kampf ums Gelbe Trikot: "Lasse Tadej Pogacar und Jonas VIngegaard ihr Spiel spielen"
VonJan Zesewitz
Update 16/07/2025 um 12:18 GMT+2 Uhr
Remco Evenepoel liegt bei der Tour de France nach zehn Etappen auf Platz drei in der Gesamtwertung. Unter den Favoriten für das Gesamtklassement ist der Doppel-Olympiasieger damit erster Verfolger von Tadej Pogacar und liegt 17 Sekunden vor Jonas Vingegaard. Im Kampf um das Gelbe Trikot konzentrieren sich die beiden Topfavoriten eher aufeinander als auf den Drittplatzierten des vergangenen Jahres.
Experten-Talk zum Ruhetag: Pogacar vs Vingegaard und Kapitänsrolle bei Red Bull
Quelle: Eurosport
"Es ist gut für uns, dass sie sich auf sich konzentrieren und nicht auf mich", sagte Evenepoel auf der Pressekonferenz am Ruhetag. "Ich denke, ich werde sie ihr Spiel spielen lassen."
Die erste Woche lief für sein Team Soudal-Quick Step sehr erfolgreich. Der Belgier gewann das Zeitfahren im Rahmen der 5. Etappe um Caen und sprang damit auf Platz zwei in der Gesamtwertung. Sein Teamkollege Tim Merlier gewann zwei Etappen im Massensprint - auch unter Mithilfe des Kapitäns.
Einzig die verpasste Windkante auf der ersten Etappe um Lille hinterlässt einen Dämpfer bei Evenepoel. "Die Zeitabstände sind mehr oder weniger wie erwartet", erklärte er. "Pogacar ist vielleicht ein bisschen weiter vorne als erwartet, aber da war ja auch der Zeitverlust auf der ersten Etappe. Da waren wir nicht wirklich wach, aber wir sind zurückgekommen."
Dass Vingegaard und Pogacar sich gegenseitig attackieren und der 25-Jährige darauf nicht immer eine passende Antwort parat hatte, sei kein Grund zur Besorgnis - der "echte Kampf ums Gesamtklassement" starte erst, wenn es am Donnerstag in die Pyrenäen geht.
Evenepoel hinterfragt Visma-Taktik
Dann werde das Klassement mehr Gestalt annehmen und die Anwärter auf das Podium klar sein. Die erste Woche war geprägt von hügeligen Etappen mit oft steilen Rampen im Finale, hinzu kam die anspruchsvolle Mittelgebirgsetappe im Zentralmassiv.
Evenepoel fragte sich auf der Pressekonferenz, ob die Taktik des Visma-Teams erfolgsversprechend sei: "Auf der 10. Etappe haben sie mit Matteo Jorgenson und Sepp Kuss abwechselnd angegriffen. An irgendeinem Punkt werden auch sie kaputt sein", sagte er. Das niederländische Team versuchte immer wieder, Pogacar unter Druck zu setzen.
"Es ist die gleiche Taktik wie 2022", meinte Evenepoel. "Damals noch mit Jonas und Primoz Roglic. Das Problem ist, dass Joans einen Konter von Pogacar kassieren könnte und dessen Angriffe sind sehr explosiv. Wenn Tadej ihn abhängen kann, dann hat ihre Taktik nichts gebracht."
Von diesen Taktik-Spielchen könnten er und sein Soudal-Team profitieren: "Als ich gestern attackiert habe, zum Beispiel, hat keiner von ihnen auf mich reagiert. Ich denke, das war ein gutes Zeichen, dass es so funktionieren könnte."
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Quelle: Eurosport
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