Tour: Schachmann sprintet in Top Ten

Tour de France
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18/09/2020 AM 12:01

Aus der ersten Verfolgergruppe gewann der Belgier Greg van Avermaet mit zwei Sekunden Rückstand den Sprint der Verfolger, Maximilian Schachmann war als Neunter bester Deutscher der 2. Etappe, sein nicht ausgeheilter Schlüsselbeinbruch scheint den Berliner kaum zu behindern: "Das Ergebnis hat gezeigt, dass ich konkurrenzfähig bin."

Auch Emanuel Buchmann war in der insgesamt 33 Fahrer starken ersten Gruppe der Favoriten.

Knappe Kiste: So holte sich Alaphilippe Etappensieg und Gelb

Tour: Buchmann "konnte gut mithalten"

Alaphilippe hatte im Vorjahr bei der Tour de France ebenfalls mit einem Etappensieg das Gelbe Trikot erobert und es dann für 14 Tage erfolgreich verteidigt. Seinen ersehnten ersten Saisonsieg widmete Alaphilippe mit einer Geste im Ziel seinem im Sommer verstorbenen Vater.

"Es erfüllt mich mit Stolz. Das Gelbe Trikot zu tragen, ist eine große Verantwortung, ich werde es jeden Tag verteidigen. Ich widme es meinem verstorbenen Vater", sagte ein in Tränen aufgelöster Alaphilippe nach seinem fünften Tour-Etappensieg, der angesichts der Umstände sein emotionalster war.

Durch die Zeitgutschriften im Ziel und an der letzten Bergwertung liegt Alaphilippe nun vier Sekunden vor Yates und sieben Sekunden vor Hirschi, Buchmann (15.) und die weiteren Anwärter auf das Podium in Paris haben 17 Sekunden Rückstand.

"Es hat sich gar nicht so schlecht angefühlt. Am letzten Berg sind wir richtig schnell gefahren, da konnte ich gut mithalten", sagte der Vorjahresvierte, der vor seinem Crash das Podium als Ziel ausgegeben hatte: "Bei 100 Prozent bin ich noch nicht. Aber ich bin auf einem guten Weg. Man kann die Tour jetzt anders angehen als vor einer Woche gedacht."

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Nur wenige Fans an den Tour-Bergen

Allerdings musste der 27-Jährige seinen strapazierten Körper noch nicht an die Leistungsgrenze bringen. Bei den langen Anstiegen der 1. Kategorie zum Col de la Colmiane (1500 m) und Col de Turini (1607 m) hielten sich die ebenfalls angeschlagenen Mitfavoriten um Titelverteidiger Egan Bernal (Kolumbien/Ineos Grenadiers) und Primoz Roglic (Slowenien/Jumbo-Visma) zurück.

Zumeist kontrollierte bergauf Roglics Jumbo-Team unter der Regie des nimmermüden Arbeiters Tony Martin das Geschehen. Die Anstiege waren dabei über lange Strecken fast verwaist - als Corona-Maßnahme war den Fans das Campieren mit dem Wohnmobil oder die Auffahrt verboten. Am Vortag hatten sich in Nizzas Innenstadt trotz aller Mahnungen noch Fans geknubbelt.

An der letzten Steigung zum Col de Quatre Chemins trat Favorit Alaphilippe an, hatte den Briten Adam Yates und den Schweizer Marc Hirschi im Schlepptau. Im Finale war der Franzose der Stärkste - nach 13 gelben Etappen im Vorjahr gehört das Maillot jaune vorerst wieder dem wohl weltbesten Allrounder.

Der bisherige Träger des Gelben Trikots, Sprinter und Auftaktsieger Alexander Kristoff aus Norwegen, kam mit großem Rückstand ins Ziel.

Bora-hansgrohe war auf dem Teilstück über 186 Kilometer mit drei Bergwertungen rund um Nizza sehr aktiv und mit Lukas Pöstlberger und Peter Sagan in der Ausreißergruppe des Tages vertreten.

Am Montag wartet bei der Tour de France 2020 auf der 3. Etappe von Nizza nach Sisteron ein Tag für die Sprinter auf die Fahrer.

(mit SID)

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