Eurosport
Tour de France 2020: Caleb Ewan gewinnt Duell der Sprintstars
Von
Publiziert 31/08/2020 um 17:38 GMT+2 Uhr
Die 3. Etappe der Tour de France 2020 hat sich der Australier Caleb Ewan im ersten großen Massensprint der Rundfahrt gesichert. Er setzte sich auf den letzten Metern gegen den Iren Sam Bennett durch. Peter Sagan belegte den fünften Platz. Bester Deutscher war Jonas Koch auf dem 13. Rang. Das Gelbe Trikot verteidigte auf den 198 Kilometern von Nizza nach Sisteron der Franzose Julian Alaphilippe.
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
Peter Sagan übernahm das Grüne Trikot vom Sieger der 1. Etappe, Alexander Kristoff.
Die deutsche Klassement-Hoffnung Emanuel Buchmann liegt weiter voll im Soll und hat bislang keine Zeit auf seine größten Rivalen verloren.
Sprint-Slalom mit Sieg gekrönt
Nach dem scharfen Start formierte sich schnell eine französische Dreiergruppe, die zunächst das Geschehen der Etappe bestimmte. Mit dabei war auch Benoit Cosnefroy (AG2R), der Träger des Bergtrikots. An den ersten beiden gewerteten Anstiegen des Tages sammelte der 24-Jährige weitere Punkte für die Sonderwertung. Später setzte sich Jerome Cousin (Total-Direct Energie) als Solist ab - und startete ein aussichtsloses Unterfangen.
Das Hauptfeld ließ es in der Verfolgung lange ruhig angehen, das Durchschnittstempo war für eine Tour-Etappe vergleichsweise niedrig. Dennoch bestand nie eine realistische Chance auf einen Erfolg Cousins.
Im Finale ergab sich der erste sturzfreie "Sprint royal" dieser Tour de France. Ewan wurde von seinem Zug, zu dem auch Anfahrer Roger Kluge zählt, gut in Position gebracht. Auf den letzten Metern fand Ewan geschickt die Lücken, wie im Slalom suchte er den Weg an die Spitze - und vollendete meisterlich.
"Wir sind heute ein super Rennen gefahren. Bei der Tour zu gewinnen, ist das außergewöhnlichste Gefühl, das es gibt", sagte Ewan. Auch Kluge jubelte: "Er hat öfter bewiesen, dass er seinen Weg findet. Es gibt keine Party, aber es wird sicher angestoßen."
Drama um "Kletterkönig" Perez
Nach etwas mehr als einer Stunde im Sattel hatte einsetzender Starkregen am Col du Pilon das Leben für die Fahrer erschwert. Das wechselhafte Wetter blieb auch in der Folge ein steter Begleiter. Die Abfahrten im hügeligen Gelände nahm das Feld nach der Sturzserie auf der ersten Etappe mit Vorsicht.
Weitere schwere Unfälle blieben dennoch nicht aus: Anthony Perez (Cofidis), der in der Fluchtgruppe die ersten beiden Bergwertungen gewann und nach der Etappe das gepunktete Trikot des besten Kletterers übernommen hätte, krachte in einer Abfahrt nach rund 120 km in ein Teamfahrzeug. Das Rennen war für ihn mit einem Bruch des linken Schlüsselbeins beendet.
Am Dienstag schlägt die Stunde der Gesamtfavoriten, auf der vierten Etappe wartet die erste Bergankunft. 160,5 km lang ist der Tagesabschnitt, der das Feld von Sisteron zum Skigebiet Orcieres-Merlette führt. Im 7,1 km langen und im Durchschnitt 6,7 Prozent steilen Finale könnte aber auch ein Ausreißer seine Flucht krönen - und vielleicht das Gelbe Trikot übernehmen.
(mit SID)
Das könnte Dich auch interessieren:
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung