Coronakrise | Tour de France offiziell in den August verschoben

Die Tour de France ist offiziell verlegt worden. Nachdem Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron bereits indirekt einen Start im Juni ausschloß, ist die Verschiebung von der Organisatoren jetzt beschlossen. Die Tour de France soll demnach mit dem Grand Départ am 29. August in Nizza starten. Ursprünglich war die Grand Tour vom 27. Juni bis 19. Juli geplant.

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Die Tour de France 2020 wird aufgrund der Coronakrise 2020 verschoben und soll nun vom 29. August bis 20. September ausgetragen werden. Dies teilte der Veranstalter ASO mit. Der ursprüngliche Etappenplan wird beibehalten. Die Tour hätte am 27. Juni in Nizza beginnen und am 19. Juli traditionell auf den Pariser Champs-Elysees enden sollen. Am Montag hatte Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron alle Großveranstaltungen bis zum 11. Juli verboten.
"In den vergangenen Wochen gab es eine ständige Kommunikation zwischen Fahrern, Teams, den Organisatoren und anderen relevanten Dritten. All dies geschah mit der Unterstützung des Weltverbandes UCI, der für die Organisation eines neuen globalen Rad-Kalenders verantwortlich ist, in dem die Tour einen Ehrenplatz einnimmt", hieß es in einer Mitteilung der ASO:

Tour de France als letztes Sport-Großereignis des Sommers verschoben

Der Weltverband UCI teilte ebenfalls am Mittwoch mit, dass die beiden anderen dreiwöchigen Landesrundfahrten nach den unverändert für den 20. bis 27. September angesetzten Weltmeisterschaften in Aigle/Schweiz stattfinden sollen. Zunächst der ursprünglich für den 9. bis 31. Mai geplante Giro d'Italia, danach die für den ursprünglich vom 14. August bis 6. September angesetzte Vuelta a Espana - ohne Überschneidungen der Rennen würde die Vuelta damit frühestens am 22. November enden.
Laut UCI ist für die nationalen Meisterschaften, die in Deutschland vom 19. bis 21. Juni in Stuttgart stattfinden sollten, das Wochenende 22./23. August reserviert. Die Radsport-Monumente Mailand-Sanremo, Flandern-Rundfahrt, Paris-Roubaix, Lüttich-Bastogne-Lüttich und Lombardei-Rundfahrt sind noch nicht terminiert worden, sollen aber wie möglichst alle weiteren WorldTour-Rennen in diesem Jahr noch stattfinden.
Im Lager der Fahrer, die seit dem Abbruch der Fernfahrt Paris-Nizza in der Luft hingen, herrschte mehr oder weniger große Erleichterung. "Das ist die Nachricht, auf die wir alle gewartet haben, etwas Licht am Ende des Tunnels", sagte der viermalige Tour-Sieger Chris Froome (Großbritannien). Der deutsche Rundfahr-Star Emanuel Buchmann meinte: "Einerseits ist es gut nun zu wissen worauf man sich einstellen muss. Anderseits ist der Weg bis zur Tour allerdings noch weiter als gedacht. Mental ist das schon eine Herausforderung."
Noch allerdings scheint ein Szenario mit den gewohnten zehn Millionen Fans auf engstem Raum an Frankreichs Straßen in wenig mehr als vier Monaten sehr optimistisch.
Mit der Tour de France, Frankreichs wichtigstem Sportereignis, wird auch das letzte Großereignis des Sommers wegen der Corona-Pandemie nicht nach Plan ausgetragen. Zuvor waren die Olympischen Spiele sowie die Fußball-EM ins Jahr 2021 verschoben und Wimbledon abgesagt worden. Die Große Schleife ist seit ihrer Premiere 1903 nur im Zuge der beiden Weltkriege abgesagt worden. Am 13. März war mit dem 103. Giro d'Italia bereits die erste große Landesrundfahrt vorläufig abgesagt worden, hier steht ein neuer Termin noch nicht fest.
(SID)
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